UNERFREULICHE LYONESS-PERSONALSITUATION

Bekanntlich musste Lyoness Graz, Mitte 2015 bekannt geben, dass sie

etwa 80 Mitarbeiter (etwa jeden Dritten) entlassen muss. Man geht wohl

kaum fehl in der Annahme, dass dies in direktem Zusammenhang damit

stand, dass das Anzahlungsgeschäft (das Kerngeschäft von Lyoness)

stockte. Die anhaltende massive Kritik am Geschäftsmodell von Lyoness

zeigte Wirkung. Eine Zeitlang schaltete Lyoness dann keine

Stelleninserate mehr. Neuerdings gibt es wieder einige Wenige. Unter

www.lyoness.com findet man unter Jobangebote ein Stelleninserat vom

7.1.2016, worin ein Jurist/Mitarbeiter der Rechtsabteilung gesucht wird.

Zur Aufgabe des gesuchten Juristen gehört u.a. „die Prüfung von

Ansprüchen, Begleitung streitiger Verfahren und Ausarbeitung

aussergerichtlicher Vereinbarungen“. Es wird ein abgeschlossenes Studium

der Rechtswissenschaften und mindestens 2 Jahre Berufserfahrung

verlangt. Das „Mindest“- Jahresbruttogehalt beträgt EUR 29,400.-. Es

bleibt zu hoffen, dass Lyoness, wenn denn ein ausgebildeter Jurist für

dieses Gehalt überhaupt arbeiten will, diesem als erstes das vom

Handelsgericht, Wien, gefällte Urteil vorlegt, worin festgestellt

wurde, dass Lyoness ein verpöntes Schneeballsystem betreibt. Ich gebe

dem Juristen den Rat, sich vor allem auf die Ausarbeitung von

aussergerichtlichen Vereinbarungen mit sich geschädigt fühlenden

Anzahlern zu konzentrieren und dabei grösste Kulanz zu zeigen. Er wird

sich darauf gefasst machen müssen, dass nach dem Handelsgericht-Urteil

nun weitere Tausende die Rückabwicklung ihrer Zahlungen verlangen werden.

 

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