Lyoness „Länderpakete“: eine Täuschung und Marketinglüge statt realer Expansion (english translation herinafter)

Das ausgeklügelte Lyoness-System ist aufgrund seiner Komplexität nur schwer nachzuvollziehen. Viele Lyoness-Mitglieder wurden mit „Länderpaketen“ gelockt, bei denen den Mitgliedern in Aussicht gestellt wurde, im „neuen“ Markt satte Gewinne erzielen zu können.

Mit dem herausgelockten Kapital der Mitglieder sollten angeblich Werbemaßnahmen in den neuen Ländern und somit die Akquise weiterer Mitglieder finanziert werden. Den Mitglieder wurde als Gegenleistung versprochen, direkt zukünftige Kunden auf diesen „Boom-Märkten“ zugeteilt zu bekommen und an den Einkäufen (=Anzahlungen) der ihnen zugeteilten Neumitglieder ein Leben lang mitzuverdienen. Doch leider haben sich die versprochenen Zusagen nicht bewahrheitet: die Anzahlungen der Mitglieder wurden erst gar nicht für den Aufbau der neuen Märkte verwendet, sondern es wurde pro forma nur eine Niederlassung (virtuelles Büro) eröffnet bzw. – wie in Indien – erst gar keine „Einkaufgsgemeinschaft“ gegründet.

Viele Lyoness Mitglieder sind in diese Lügenfalle getappt: Versprochen wurde, dass die Zahlungen zur Kapitalaufbringung der Lyoness-Expansion in den neuen Ländern verwendet werden, da facto dienten sie aber zur Bezahlung von Provisionen an die in der Pyramide zuoberst platzierten Mitglieder, zu welchen keines der erst in den letzten Jahren in das System eingestiegene Mitgliedern zählt.

Über das Prinzip der Ländereröffnungen lässt sich sehr gut die Vermutung aufzuzeigen, dass man seitens der Lyoness Geschäftsführung nie daran interessiert war, in den neuen Ländern wirklich ein Loyalty Programm mit Shopping-Programm zu installieren. Anscheinend hat man dabei auch nicht zurückgeschreckt, selbst eigene Manager hinters Licht zu führen, um den Anschein auch intern aufrecht zu erhalten, es ginge um einen Marktaufbau.
Man muss sich das wirklich mal vor Augen halten: Ein Unternehmen baut ein System nach innen auf, das ein „echtes“ und seriöses Geschäftsmodell und Management suggeriert, nur um die Belegschaft seriöse Unterlagen erstellen zu lassen, die im Vertrieb gezielt missbräuchlich eingesetzt werden. Und immer dann, wenn man die seriöse Fassade so weit aufgebaut hat, dass man genug Schutz hat, um das gesetzwidrige Modell zu tarnen, stellt man die Belegschaft auf „on hold“: Werbekampagnen und Markenaufbau genauso wie Mitgliederwerbung (nur reine Shopper) werden mit fadenscheinigen Begründungen eingestellt. Geld für PR und Marktentwicklung in den Ländern gibt es nicht. Erst wenn es langsam auffällig wird, werden wieder Maßnahmen genehmigt. Manager und Belegschaft denken, da geht es in die richtige Richtung, dabei geht es gar nicht darum.
Es wird immer klarer, wie geschickt das alles gemacht wurde. Das Schlimme dabei ist, dass nicht nur eine hohe Mitgliederzahl, sondern offenbar  auch die eigene Belegschaft getäuscht und hinters Licht geführt wurde.
Lyoness “country packages”: a deception and a marketing lie instead of real expansion

Due to its complexity, the elaborate Lyoness system is hard to understand. Many Lyoness members were lured in with the “country packages”, in which the prospect was held out to members of being able to achieve large profits in “new” markets.

The capital elicited from members would allegedly finance advertising campaigns – and therefore the acquisition of additional members – in the new countries. As a quid pro quo, members were promised they would be assigned direct future clients in these “boom markets” and for the rest of their lives would earn a profit from the purchases (read: advance payments) made by the new members assigned to them. But unfortunately, these promises never came true. Advance payments from the members were never used to build up new markets. Instead, a branch (virtual office) was opened up for appearance’s sake, or – as in India – no “buying syndicate” was founded.

Many Lyoness members have fallen into these deceptive traps: They were promised that the payments would be used to raise capital for Lyoness’ expansion in the new countries, but they were in fact used to pay commissions to the members placed at the very top of the pyramid and which included none of the members who had entered the system in recent years.

Based on the principle of “country inauguration”, it is easy to suspect that no one in the Lyoness company management was really interested in installing a loyalty programme with shopping programmes in the new countries. Apparently, no one shied away from hoodwinking their own managers to also keep up the internal appearance that all of this was done in order to expand markets.

One needs to bear this in mind: A company builds a system from within which suggests a “genuine” and serious business model and management, only to allow the workforce to compile documents which can be intentionally misused in sales operations. And whenever the serious façade has been built up so much that one has enough protection to camouflage the illicit model, one places the workforce “on hold”: Advertising campaigns and brand development are discontinued just like member recruitment (only pure shoppers), based on flimsy reasons. And there’s no money for PR and market development in the countries. Only when it gradually becomes conspicuous are measures approved once more. Managers and staff think it’s moving in the right direction, but it’s not at all.

It becomes ever clearer how skilfully everything is being pulled off. And the worst thing is that not only a high number of members, but apparently Lyoness’ own employees, are being deceived and lied to.

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