Ein Schweizer Unternehmer klagt Lyoness und gewinnt

Das Kantonsgericht Zug kommt zu dem Schluss, dass Lyoness ein „Schneeballsystem nach dem Schneeballprinzip“ betreibt.

Der Zuger Unternehmer Christian Plaschy hat gegen das international weitverzweigte Firmen-Konglomerat von Lyoness geklagt. Wie andere Geschädigte hatte er erst nach und nach realisiert, dass „nur“ mit Einkäufen wenig bis nichts vom versprochenen Cashback fliesst. Daher kaufte er sich, wie viele Mitglieder für mehrere tausend Franken als „Premium Partner“ ein. So erhielt er Gutscheine für zukünftige Einkäufe, ließ sich Punkte im System gutschreiben und hoffte, dass sich auch neu geworbene Mitglieder einkaufen, was ihnen wiederum Punkte bringen sollte. Denn wer neue Mitglieder ins System einbringe, profitiere von einer Treueprämie, die massiv über den Rabatten bei den Einkäufen liegt, um die es bei Lyoness vordergründig geht.

Laut Gericht liegt ein Schneeballsystem vor, sobald den Teilnehmern in Aussicht gestellt wird, dass die Anwerbung weiterer Personen Vorteile bringen könne. Der Unternehmer hat geklagt und gewonnen. Leider erhält Plaschy trotz des Urteils nur einen Bruchteil seines Geldes zurück. Er konnte nicht nachweisen, dass er selber den grössten Schaden erlitten hatte, da er den grössten Teil über seine Firma eingezahlt hatte. Trotzdem ist Plaschy zufrieden: „Ich wollte nachweisen, dass das Geschäftssystem von Lyoness nicht sauber ist“. Und das ist ihm mit dieser Klage auch gelungen.

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