Staatsanwaltschaft: Strafantrag gegen Lyoness-Gründer (english translation herinafter)

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat nach jahrelangen Ermittlungen gegen Lyoness-Gründer Hubert Freidl nun einen Strafantrag beim Straflandesgericht Graz eingebracht. Herr Freidl soll bei einer prospektpflichtigen Veranlagung den Prospekt nicht zeitgerecht aufgelegt haben. Zudem beantragte sie die Verhängung einer Verbandsgeldbuße gegen die Lyoness Europe.

Die WKStA teilte mit, dass Freidl als Direktor der Lyoness Europe AG prospektpflichtige Veranlagungen (Werbekampagnen und Option ‚Premium Ranking Europe‘) ohne zeitgerechte Veröffentlichung eines kontrollierten Prospekts öffentlich angeboten und dadurch gegen die Strafbestimmung Paragraf 15 Abs. 1 Kapitalmarktgesetz verstoßen haben soll. Im April 2016 war ein Verfahren unter anderem wegen des Verdachts des Pyramidenspiels und des schweren gewerbsmäßigen Betrugs gegen Freidl im Zusammenhang mit Lyoness (unter noch nicht geklärten Umständen) eingestellt worden. In Anbetracht der jüngst ergangenen zivilrechtlichen Urteile zu Lyoness, ist diese namentlich zu Herrn Oberstaatsanwalt passende „SCHÖNE-EINSTELLUNG“, mehrfach widerlegt und „ad absurdum“ geführt worden. Auch bei der Staatsanwaltschaft Köln dürfte es zeitnah spannend werden. Aus gegebenen Anlass jedoch, halte ich mich derzeit mit Kommentierungen hierzu zurück.

 

Prosecutor´s Office: Criminal complaint against Lyoness founder

After years investigating, the Austrian Prosecutor´s Office Against Economic Crime and Corruption (WKStA) has filed a criminal complaint against Lyoness’ founder Hubert Freidl at the Criminal Court Graz. Mr Freidl is being charged with not having published a prospectus in time for an investment subject to the obligation to publish one. Additionally, they requested the imposition of an association’s fine against Lyoness Europe. The WKStA informed that Mr Freidl, acting as Director of Lyoness Europe AG, allegedly offered investments requiring to publish a prospectus (advertising campaigns and options “Premium Ranking Europe”) without publishing the required and checked prospectus and therefore could have violated the penal provisions on section 15, paragraph 1 of the Capital Market Act. A proceeding on the suspicion of a pyramid scheme and serious commercial fraud against Mr Freidl in connection with Lyoness was stopped in April 2016 (under circumstances that haven´t yet been fully clarified). Considering the latest court decisions against Lyoness under civil law, the alleged “doubtful attitude” of the Senior Public Prosecutor seems to have been rebutted and pushed “ad absurdum”. Soon, things could get interesting at the Prosecutor´s Office Cologne. In light of recent events though, I will restrain from making any comments on the matter.

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