Lyoness/Lyconet – Ermittlungen zur Geldwäsche! Mitglieder in eine Falle gelockt?

Haben sich die Geschädigten mit Erwerb eines ausländischen Businesspakets strafbar gemacht?

Von Lyoness/Lyconet wurde ein Produkt angeboten, dessen Nutzung den Strafbestand der Steuerhinterziehung und die Umgehung des Bankengesetzes und KMG nach sich ziehen dürfte. Mit einem Account in Deutschland oder Österreich hatte ein Lyonesskunde die Möglichkeit das Bankengesetz zu unterlaufen, da er Gelder beispielsweise ins Ausland transferieren kann, ohne sich dabei den Regeln des Bankverkehrs zu unterwerfen. Darüber hinaus stellt die Veranlagung im Ausland (Businesspaket) eine Möglichkeit dar, die KapESt-Entrichtung, etc. zu umgehen.

Ganz abgesehen davon, dass Lyoness gar nicht die Legitimation hat, Auslandsveranlagungen und bankenähnliche Geschäfte für Private durchzuführen bzw. anzubieten. Solcher Konstrukte können sich eigentlich nur Banken bedienen, die aber einer strengen staatlichen Kontrolle unterliegen.

Diese Problematik wird derzeit im Rahmen der Ermittlungsverfahren genauestens von den Behörden untersucht, da diese Möglichkeit im Innenverhältnis z. B. durch die Vertriebsoberen von Lyoness leidenschaftlich genutzt wurde. Mit diesem System kann man von Geldwäsche bis hin zur Steuervermeidung alles Mögliche anstellen.

1 Antwort
  1. Philipp Herrmann
    Philipp Herrmann says:

    Hallo Herr Ecker, der Artikel klingt sehr interessant. Mich würde intetessieren wie Lyoness das umsetzt. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

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