Unterschiede zwischen Pyramiden- und Schneeballsystem

Pyramidensystem und  Schneeballsystem sind grundsätzlich zwei Begriffe für die gleiche Betrugsmasche, sie werden oft synonym verwendet. Nicht alle solche Systeme sind leicht zu durchblicken, aber das Prinzip bleibt immer das Gleiche.

Als Schneeballsystem werden Geschäftsmodelle bezeichnet, die zum Funktionieren eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmern benötigen, für die man Kopfgeld bekommt, analog einem den Hang hinab rollenden und dabei stetig anwachsenden Schneeball.

Gewinne für Teilnehmer entstehen ausschließlich dadurch, dass neue Teilnehmer in den Systemen mitwirken und Geld investieren, ohne jegliche Dienstleistung oder ein Produkt zu erhalten.  Denn Gewinne für diejenigen, die in ein solches System investieren, sind nur dann gegeben, wenn immer wieder neue Teilnehmer investieren – und zwar ausschließlich Geld. Oben die Gewinner – unten die Verlierer. Diese Systeme sind auf unendliches Wachstum unter endlichen Rahmenbedingungen angewiesen und sind daher grundsätzlich instabil. In der Regel brechen sie innerhalb weniger Jahre zusammen und  führen irgendwann zum Kollaps führen.

In den meisten Ländern werden diese Systeme als ganz klar illegal eingestuft und sind verboten.

Trotz Gemeinsamkeiten gibt es aber klare Unterschiede. Gemeinsam an beiden Systemen ist, dass die Anzahl Teilnehmer exponentiell steigen muss, um nicht zu kollabieren (beim Schneeballsystem jedoch mit viel höheren Wachstumsraten), und dass mit den Beiträgen neuer Teilnehmer die Gewinnausschüttungen der bestehenden Teilnehmer gedeckt werden. Hauptsächlicher Unterschied ist aber:

  • Beim Pyramidensystem (oder „Ponzi scheme“) sind den Teilnehmern die Gründer des Systems bekannt, während die Quelle der Gewinnausschüttungen verschleiert wird.

Beim Schneeballsystem ist dies anders: Was ist ein illegales Schneeball-System?
Ein Schneeball-System wird dadurch charakterisiert, dass dem Abnehmer Vorteile erwachsen, die weniger im Verkauf einer Ware oder Dienstleistung liegen, als vielmehr in der Anwerbung neuer Teilnehmer im System.

Fünf Punkte, die auf ein Schneeballsystem hindeuten können:

1. Die Teilnehmer erhalten einen vermögensrechtlichen Vorteil für die blosse Anwerbung von neuen Personen.

2. Die Teilnehmer müssen eine beträchtliche Eintrittsinvestition leisten.

3. Die Teilnehmer haben kein Recht, die nicht verkauften Produkte gegen Erstattung des Erwerbspreises zurückzugeben.

4. Die Struktur des Systems oder die Berechnung der Provisionen sind intransparent.

5. Die Produkte können nur innerhalb des Systems von Teilnehmern an andere Teilnehmer verkauft werden.

2 Antworten
  1. Viktor Kunz
    Viktor Kunz says:

    Hallo,

    Vielen Dank für die Erklärung. Habe aber ein paar fragen dazu 🙂
    Laut Wikipedia sind solche Systeme ähnlich wie „MLM“ oder „Network Marketing“ nur mit dem Unterschied das „MLM“ Legal ist ?
    Das bedeutet also (falls ich das richtig verstanden habe) das wenn mir jemand ein „Network Marketing“ Geschäft empfiehlt, Muss ich darauf achten das ich ein Produkt bekomme und die Person die es mir empfohlen hat kein „Kopfgeld“ bekommt ? Sowie das ich Geld verdienen kann auch wenn ich ganz unten in der Pyramide bin, und auch ein Überblick über die Gewinnausschüttungen haben muss ?
    Ist es auch wichtig mit den Gründern in Kontakt zu stehen ?
    Wäre über eine Antwort und Hilfe sehr Dankbar.
    Gruß Viktor

    Antworten
  2. plaza.rakuten.co.jp
    plaza.rakuten.co.jp says:

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