OGH-Urteil zu Lyoness-AGB findet sich bereits in ersten Verfahren wieder! (english translation herinafter)

Das Handelsgericht Wien, Abteilung 58.1 Wien hat am 20. Juli 2017 durch Richterin Mag. Mathilde Beranek, AZ: 581 Cg 44/16y-11 als Schneeballsystem erkannt und die AGB als nichtig erklärt.

Das OGH-Urteil zu den AGB vom 18.05.2017 fand bereits bei ersten Entscheidungen Eingang.
So hielt das HG Wien unter anderem fest:

Letztlich besteht die Klageforderung auch bei Verneinung der Verbrauchereigenschaft der Klägerin zu Recht. Die Ziffern 13.2 und 13.3 der AGB und die Ziffern 8.3 und 8.4 der ZAGB sind sowohl jede für sich als auch in ihrem Zusammenhalt gemäß § 879 Abs 3 ABGB jedenfalls nichtig, weil sie das Recht des Kunden, geleistete „Anzahlungen/Teilzahlungen“ zurückzuerhalten, in sachlich nicht nachvollziehbarer und vor allem im weitgehenden Ermessen der Beklagten liegenden Gründen beschränken. Insofern erweisen sich die Stornobedingungen der Beklagten nicht nur als undurchsichtig iSd § 6 Abs 3 KSchG (10 Ob 45/16i), sondern auch als gröblich benachteiligend.

Selbst wenn daher das Argument von Lyoness, dass die Bestimmungen sich nur auf Unternehmer beziehen, zutreffen würde, sind die ABGB dennoch wegen Verstoßes gegen § 879 Abs 3 ABGB nichtig.

 

The verdict by the Austrian Supreme Court concerning the Lyoness General T&Cs was already reaffirmed during the first proceedings!

The judge Mathilde Beranek from the Commercial Court in Vienna, Legal Department 58.1 Vienna, convicted Lyoness as a snowball system and declared the company’s General T&Cs to be null and void (Case No. 581 Cg 44/16y-11).

The Austrian Supreme Court’s verdict of 18 May 2017 was already reconsidered during the first proceedings.

Among other decisions, the Commercial Court in Vienna stated the following:

Ultimately, the claim is legitimate notwithstanding the negation of the plaintiff’s status as a consumer. The clauses 13.2 and 13.3 of the General T&Cs, as well as the clauses 8.3 and 8.4 of the Supplementary T&Cs are null and void, separately, as well as in combination, because they limit the customer’s right to a refund of their “down payments/instalments” based on no factual grounds and on reasons which are largely at the discretion of the defendant. Thus, the cancellation conditions are deemed to be not only opaque according to § 6(3) KSchG (10 Ob 45/16i), but also grossly prejudicial.

Even if the point raised by Lyoness that the conditions refer solely to entrepreneurs was accurate, the General T&Cs would nevertheless be null and void due to the violation of § 879(3) ABGB.

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