Norwegische Berufungskommission hat das Verbot von Lyoness mit Entscheidung von 27.01.2019 bestätigt!

Gegen den Beschluss der norwegischen Wettbewerbsbehörde vom 31. Mai 2018 hatte die Lyoness Europe AG und die Lyoness Norway AS am 21. Juni 2018 Berufung eingelegt, zuletzt wegen „Verfahrensfehler und Unverhältnismäßigkeit“. Am 27. Januar 2019 hat die Behörde den Beschluss , dass das gesamte Geschäft von Lyoness nach Paragraph 16 Absatz 2 des Lotteriegesetzes ein illegales pyramidenähnliches Umsatzsystem ist, bestätigt und entschieden, dass das Verbot vom 31. Mai 2018 bestehen bleibt. ( Veröffentlichung Wettbewerbsbehörde )

In ihrer Würdigung hält die Behörde fest, dass das Lyoness bzw. das Lyconet-System eine pyramidenartige Struktur darstellt und einzig auf Neukundengewinnung aus dem Cashback-Bereich ausgerichtet ist. Den Teilnehmern wird ein Einkommen in Aussicht gestellt, dass sich durch die Anwerbung von „Neukunden“ über die Einkaufsgemeinschaft Lyoness und deren Einzahlung in die Lyconet-Schiene generiert. Der geringe Erlös durch Verkauf oder Verbrauch von Waren, Dienstleistungen oder sonstigen Vorteilen fällt nicht ins Gewicht.

„Die Behörde hat die Aktivitäten von Lyoness eingehend beurteilt, und die Schlussfolgerung ist klar. Die norwegische Behörde erwartet, dass Lyoness der Entscheidung nachkommt und alle Aktivitäten in Norwegen beendet“, sagt die Senior-Beraterin der Gaming Authority Monica Alisøy Kjelsnes. (Beschwerdeausschuss)

Die öffentliche Version des Beschlusses ist in Vorbereitung und wird in Kürze auf der Website des Sekretariats des Berufungsausschusses veröffentlicht.

Das beste zum Schluss: Lyoness selbst ist über diese Entscheidung „schockiert und überrascht“. 

Lyoness-Geschädigte in Italien fordern Rückerstattung ihrer Verluste (53 Mio. €)!

Nach einem landesweiten Verbot und einer Geldstrafe in Höhe von 3,2 Mio. Euro wollen nun die Geschädigten von Lyoness in Italien auch ihr Geld zurück. Laut einem Bericht der TG Verona hat Lyoness Italia Srl. seit 2017 rund 53 Mio. € von rund 1,3 Mio. sogenannten „Sponsoren“ eingesammelt. Wobei viele deutsche, österreichische, britische, irische, australische und südafrikanische Geschädigten ebenfalls in die „Italien-Cloud“ als sogenannte Sponsoren investierten.

Es wird weiter davon ausgegangen, dass die investierten Gelder der Geschädigten im Ponzi-System zum größten Teil und entsprechend der internen Struktur, durchgereicht wurden. Sieht man sich all die Level 8+ an, wie sie sich mit fremden Geldern und zur Schau gestellten Reichtum darstellen, kann der Verbleib der Gelder durchaus nachvollzogen werden.

War Italien doch der bisher stärkste Markt und es wird sicherlich interessant zu beobachten sein, wie sich Lyoness hier wieder versucht herauszuwinden, zumal andere Länder mit einem Verbot zeitnah folgen dürften.

Wenn Lyoness sich mit Apple, Amazon etc. vergleicht, ist dies nur noch lächerlicher.  

Behind MLM (Beitrag auf deren Website)

Lyoness / Nach Norwegen nun auch Verbot der Lyconet-Praktiken in Italien! (english version hereinafter)

Die italienische Wettbewerbsbehörde (AGCM) hat mit Beschluss vom 19.12.2018 wie die norwegische Aufsichtsbehörde bereits zuvor festgestellt, dass die Geschäftspraktiken von Lyoness/Lyconet falsch (unkorrekt/regelwidrig) sind und verbietet die Verbreitung und Fortführung.

Seite 35 im Beschluss: ( Beschluss/Decision Italy 19.Dec. 2018 )

DELIBERA (Entscheidung)

a) che la pratica commerciale descritta al punto II del presente provvedimento, posta in essere dalle società Lyoness Italia S.r.l., nella qualità di professionista ai sensi dell’articolo 18, comma 1, lettera b), del Codice del Consumo, costituisce, per le ragioni e nei limiti esposti in motivazione, una pratica commerciale scorretta ai sensi degli articoli 20, 21 comma 1, lettere b) e c), e 22, nonché dell’articolo 23, comma 1, lettera p), del Codice del Consumo e ne vieta la diffusione o continuazione;

–> die Praktiken von Lyoness Italia S.r.l. sprechen gegen Artikel 20, 21 (usw.). Ihre Praktiken sind somit falsch (unkorrekt/regelwidrig)

–> da  deren Praktiken Artikel 23 verletzt, und verbietet deren Verbreitung und Fortsetzung

Zunächst wurde eine Geldstrafe in Höhe von 3,2 Mio. € verhängt, die lediglich als Warnschuss zu verstehen sein dürfte. Wesentlich schwerer wiegen die Ergebnisse der Untersuchung, die denen in Norwegen gleichen. Dies verwundert nicht, hat Lyoness doch in allen vertretenden Ländern die gleiche Vorgehensweise und Struktur.

Die Aufsichtsbehörde für Wettbewerb und Markt (AGCM) hat nach Abschluss eines langen Untersuchungsverfahrens wie Norwegen festgestellt:

Das von Lyoness Italien S.r.l. verwendete System zur Bewerbung des Kaufmodells „Cashback“ inkorrekt ist, da es ein Pyramiden-, Schneeballsystem darstellt, was vom Verbraucherschutzgesetz als eine auf jeden Fall irreführende Geschäftspraxis eingestuft wird.

Das System dreht sich um die Cashback-Karte, mit der Kundinnen und Kunden in bestimmten Geschäften beim Einkauf “Geld sparen” können. Lediglich die Führung des Lyoness-Systems hat mit der “Karriere” der Mitarbeitenden große Gewinne erzielt.

Das Bewerbungssystem verwendet die Vorteile dieses Cashback-Systems nur als Vorwand, in Wirklichkeit wird auf Rekrutierung einer hohen Anzahl von Marketern als Verkaufsbeauftragte gesetzt. „Sind diese ‚beigetreten‘, wird von ihnen eine sehr hohe ‚Eintrittsgebühr‘ von 2.400 Euro verlangt, um das erste Kommissions-Level zu erreichen, und die ‚Karriere‘ als Lyconet Premium Marketer beginnt. Daraufhin muss der Marketer andere Verbraucherinnen und Verbraucher anwerben, und weitere Zahlungen tätigen, um einen ‚Karrierefortschritt‘ zu erreichen“, so ein Sprecher der Behörde.

Im Zuge des Untersuchungsverfahrens ist festgestellt worden, dass das Cashback-System in Wirklichkeit nur einen sekundären Rang im wirtschaftlichen Umsatz des Systems Lyoness hat, nämlich 16 %. Die restlichen 84 % werden durch den Verkauf von Lyconet-Produkten erzielt! Soviel zu der sogenannten „Einkaufsgemeinschaft“ Die Erreichung von hohen Levels bei den Shopping Points (der Entgeltmechanismus des Zahlungsplans) ist nämlich nur möglich, wenn die teilnehmenden Verbraucher oder die von ihnen rekrutierten Personen weitere Summen einzahlen. Wie festgestellt wurde, haben mehrere zehntausend Verbraucherinnen und Verbraucher diese Summen eingezahlt, um in das System aufgenommen werden und darin bleiben zu können, und nur ganz wenige Personen hätten es geschafft, effektiv relevante Positionen zu erreichen.

„Die Regulierungsbehörde hat des Weiteren festgestellt, dass die Methoden, mit denen die Eigenschaften, die Bedingungen und Fristen des Systems vorgestellt wurden, irreführend sind; die einzelnen Aspekte wurden weder bei Events noch auf den Webseiten angemessen erklärt. Auch fehlen auf den Webseiten einige Angaben, die für Verträge im Fernabsatz notwendig sind, wie z.B. Informationen über die Behandlung von Beschwerden, über das Rücktrittsrecht und den Gerichtsstand“.

Lyoness Italien hat nun zwei Monate Zeit, um einen neuen Marketingplan vorzulegen, der dann von der AGCM genehmigt werden muss. Verschiedene italienische Lyconet-Präsidenten behaupten, sie hätten alle bemängelten Punkte im Beschluss bereits umgesetzt und hierfür „ein OK von der AGCM erhalten.“ Nach Rücksprache mit der AGCM ist diese Behauptung falsch. Die AGCM hat nichts dergleichen erhalten oder genehmigt. Im Moment können mit der Cashback-Karte noch weiter Einkäufe getätigt und auch noch KMUs hinzugefügt werden. Aber alles was Premium, ESP, Cloud, EC1 und EC2 (die Haupteinnahmequelle) betrifft, ist untersagt. (Bekannt aus Norwegen!)

Die Reaktion von Lyoness Italia ist bekanntes „Krisen-Wording“, die bemängelnden Lyconet-Geschäftspraktiken erwähnt man nicht:

Lieber Lyconet-Vermarkter, (Google-Translate) Im Rahmen der Anfragen der Wettbewerbsbehörde (AGCM) an Lyoness möchten wir Sie darüber informieren, dass wir die Entscheidung der AGCM erfahren haben. Wir sind mehr als überrascht von dieser jüngsten Entscheidung und werden natürlich alle erforderlichen rechtlichen Maßnahmen ergreifen.

Wir stellen fest, dass wir nach dem Beginn der AGCM-Untersuchung im September 2018 geeignete Maßnahmen ergriffen und sofort auf die Einwände der Behörde reagiert haben. Umso erstaunter sind wir über die jüngste Entscheidung, die uns in keiner Weise plausibel ist, auch wenn die bereits am System vorgenommenen Änderungen berücksichtigt werden. In der ganzen Welt ist Lyoness ein Unternehmen, das die Vorschriften einhält, wie die Schließung von Verfahren in Österreich zeigt. Lyoness ist eine internationale Einkaufsgemeinschaft mit 11 Millionen Mitgliedern und über 120.000 Partnerunternehmen. In Italien erhalten täglich mehr als 1,5 Millionen Mitglieder Vorteile von mehr als 25.000 verbundenen Unternehmen, die jeden Monat mehrere zehn Millionen Einkäufe in den Kreis der verbundenen Unternehmen fließen lassen.

Wie bereits erwähnt, werden wir uns an den entsprechenden Stellen dieser Entscheidung widersetzen. Wir können auf ein Team kompetenter Anwälte und kompetenter Superpartes  zählen, die unsere Sichtweise unterstützen. Wir sind zuversichtlich, dass wir diesen Fall wie in Österreich zu einem positiven Ergebnis bringen werden. Daher ändert sich nichts daran, dass unsere Mitglieder weiterhin Vorteile aus ihren Einkäufen erhalten und kleinen und mittleren Unternehmen weiterhin das Treueprogramm zur Verfügung gestellt wird.

Natürlich halten wir Sie auf dem Laufenden.

Mit besten Grüßen, Lyoness Italia S.r.l. „


Lyoness: Following Norway, Italy now also prohibits Lyconet practices!

The Italian competition authority (AGCM) adopted a decision (19 December 2018) – as the Norwegian competition authority did before – showing that Lyoness/Lyconet’s business practices are wrong (incorrect/irregular) and now prohibits its dissemination and continuation. Amongst others, investigations are currently still in progress in Poland.

Page 35 of the Italian decision: ( Beschluss/Decision Italy 19.Dec. 2018 )

DELIBERA (Decision)

a) che la pratica commerciale descritta al punto II del presente provvedimento, posta in essere dalle società Lyoness Italia S.r.l., nella qualità di professionista ai sensi dell’articolo 18, comma 1, lettera b), del Codice del Consumo, costituisce, per le ragioni e nei limiti esposti in motivazione, una pratica commerciale scorretta ai sensi degli articoli 20, 21 comma 1, lettere b) e c), e 22, nonché dell’articolo 23, comma 1, lettera p), del Codice del Consumo e ne vieta la diffusione o continuazione;

  • è the practices of Lyoness Italia S.r.l. infringe Article 20,21 (and so on). Their practises are therefore wrong (uncorrect/irregular).
  • è since their practices infringe Article 23 and prohibits their dissemination and continuation.

First, a fine of 3.2 Mio € was imposed, which could be seen as a warning shot. Significantly more serious are the findings of the investigations that are similar to Norway’s findings. This is no surprise since the structure and procedures of Lyoness are the same in all countries.

After the conclusion of a long inquiry, the competition authority (AGCM) stated that:

The promotion system for the purchase model “Cashback” Lyoness Italy S.r.l. uses, is incorrect, because it is a pyramid scheme/snowball system, which the Consumer Protection Act classifies as a definitely misleading business practice.

The system revolves around a fee-based discount card with which consumers can “save money” in certain stores. Only the leaders of the Lyoness system yielded high profit rates with the members’ “careers”.

The promotion system used the advantages of the Cashback system just as a pretext and in fact, banked on the recruitment of a high number of consumers as their sales representatives. “After they have ‘joined’, a very high ‘entry fee’ is requested for reaching the first commission level and the start of their ‘career’ as Lyconet Premium Marketers. After this, the marketer has to recruit other consumers and has to make further payments for their ‘career progress’”, said a spokesperson of the authority.

Within the inquiry, it was it has been found that the Cashback system in fact has a secondary position within the economic turnover of the Lyoness system, namely 16%. The remaining 84% are achieved by the sale of Lyconet products! So much for the so-called “purchasing association”. It is only possible to reach a high level of Shopping Points (the compensation mechanism of the payment plan) if the participating consumers or persons recruited by them make further payments. As it has been noted, several ten thousand consumers made these payments to become included and to stay in the system. Only a few people were effectively able to reach relevant positions.

“The regulation authority further noted that methods with which properties, conditions and time limits of the system were presented, are misleading. The different aspects have neither been explained at events nor on the websites. Also, some necessary indication on distance selling contracts, as for example information on the right of withdrawal, the place of jurisdiction and dealing with complaints are missing on the websites.”

Lyoness Italy now has two months left for submitting a new marketing plan that has to be approved by the AGCM. Several Italian Lyconet presidents asserted that they already have implemented all points criticised by the resolution and that they “have received an ‘OK’ from the AGCM”. After consultation with the AGCM, this assertation is incorrect. The AGCM did not receive anything or authorise anything like that. Right now, purchases can still be made with the Cashback card and SMEs can still be added. But anything concerning Premium, EST, Cloud, EC1 and EC2 (the main source of income) is prohibited. (We already know all this from Norway!)

Lyoness reacts with long known “crisis wording”, the criticised Lyconet business practices are not mentioned:

„Dear Lyconet Marketer, (Google-Transalte) 

In the context of the requests of the competition authority (AGCM) to Lyoness we would like to inform you, that we have heard the decision of the AGCM. We are more than surprise by this latest decision and will of course take all necessary legal measures.

We note that took suitable measures after the beginning of the AGCM inquiry in September 2018 and that we reacted to the authority’s objection immediately. We were therefore even more astounded about the latest decision, which is not plausible for us in any way, even if the changes of the system already made are being regarded. In the whole world, Lyoness is a company that meets the requirements as shown by the closing of proceedings in Austria.

Lyoness is an international purchasing association with 11 million members and more than 120,000 partner companies. In Italy, more than 1.5 million members are daily receiving benefits from more than 25,000 related companies that are feeding tens of millions of purchases back into the community of related companies every month.

As already mentioned, we will oppose this decision at the appropriate places. We can count on a team of competent lawyers and competent independents (super partes), who are supporting our view. We are confident that, like in Austria, we will reach a positive outcome. Therefore, our members will still receive benefits from their purchases and the loyalty program will still be provided to small and medium-sized enterprises.

Of course, we will keep you up-to-date.

With best regards, Lyoness Italia S.r.l.“

 

 

Lyoness – Urteile/Beschlüsse v. 11.12. & 18.12.2018 – Zwischenbericht

Obwohl jedem klar ist, dass es im Rahmen eines Zivilverfahren an den jeweils anberaumten Verhandlungstagen kein direktes Urteil oder ein Beschluss erfolgt, laufen „Lyonesen“ hier mit unqualifizierten, teils beleidigenden und durchwegs „nervösen Kommentaren“ regelrecht Sturm.

Deshalb nochmals zur Erklärung. Mir sind die Entscheidungen aus Norwegen und Italien bereits weitestgehend bekannt und begrüße diese ausdrücklich, aber solange kein offiziell bestätigter Beschluss vorliegt, können und werde ich dazu nichts veröffentlichen. Aber ich kann es selbst kaum erwarten.

Von allen erkenntnisresistent Lyonesen veröffentlichen wir nachstehend einen unserer Favoriten:

Autor: Lukas Müller
E-Mail: micha_sinn@t-online.de

Kommentar:
Und…. War wohl nichts mein lieber Ben 😀 du schreibst schon über mehrere Jahre mindestens 2 mal pro Monat irgend eine Scheiße hier rein und schreibst das es ab nächsten Monat als Schneeballsystem oder sonst was eingestuft wird, aber NIE ist etwas passiert. Merkst du es langsam selber net das du nur Schwachsinn recherchierst? So lächerlich mit dir 😀
Kannst ja mal mit Facebook oder Apple deine negativen Schlagzeilen schreiben.

Lieber Lukas Müller,

Lyoness ist per rechtskräftiger Urteile bereits mehrfach in Österreich, der Schweiz als Schneeballsystem klassifiziert und in Norwegen verboten. U. a. in Polen wird offiziell auf der staatlichen Verbraucherschutz-Website vor Lyoness gewarnt und ein Verfahren ist anhängig usw. usw. Wir haben keine Ahnung oder Vorstellung, was mit (……das es ab nächsten Monat als Schneeballsystem oder sonst was eingestuft wird, aber NIE ist etwas passiert.) gemeint sein könnte.

SWM AG-Drahtzieher Michael Turgut in Haft!

Der Hofer Finanzunternehmer Michael Turgut sitzt seit 29.11.2018 in Berlin in Haft. Das Landgericht Hof hatte den findigen Finanzjongleur bereits im August 2016 im Rahmen eines Strafverfahren wegen Betruges (u.a.) zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Zwar wurde von den Anwälten Turguts gegen das Urteil Revision eingelegt, die der Bundesgerichtshof aber bereits vor einigen Monaten als unbegründet verwarf.

Die Staatsanwaltschaft Marburg ermittelt derzeit in Sachen SWM AG, eine Anfrage zum aktuellen Stand bei der Staatsanwaltschaft zum Stand der Ermittlungen wird erwartet und umgehend nachgereicht.

Der Dezember 2018 ist der Monat der Entscheidungen für Lyoness in Italien und Norwegen. (english translation hereinafter)

Die Autorità garante della concorrenza e del mercato, auch bekannt als Antitrust oder AGCM, ist die nationale Wettbewerbsbehörde Italiens.

Am 18.12.2018 fällt in Italien das Urteil, ob Lyoness dort als Schneeballsystem eingestuft wird oder nicht. Der Sachverhalt dürfte wie in Norwegen gelagert sein. Im Bereich Cashback-World ist Italien tatsächlich der stärkste Markt, was die Tätigkeit von Lyconet mit dem Vertrieb und Anwerben neuer „Sponsoren“ nicht besser macht.

Am 11.12.2018 entscheidet man in Norwegen darüber, ob die Wettbewerbsbehörde (formale) Fehler im Verbotsverfahren gemacht hat. Wird dies verneint, ist die Entscheidung zum Verbot von Lyoness in Norwegen endgültig und auch die eingeschränkte Erlaubnis für das Cashback-Geschäft erloschen.

Über die Entscheidungen werde ich sofort informiert werden.    

December 2018 is the month of decisions on Lyoness in Italy and Norway.

The Autorità garante della concorrenza e del mercato, also known as „Antitrust“ or AGCM, is the national Italian Competition Authority.

On December 18, 2018, the judgement on whether Italy rates Lyoness as a snowball system or not, will be passed. The Situation seems to be quite similar to Norway. In the field of „Cashback-World“ Italy is in fact the strongest market. A fact, which does not improve matters concerning Lyconets strategy of distribution and acquisition of new „sponsors“.

On December 11, 2018, Norway will decide whether its national Competition Authority made (formal) errors in the prohibition proceedings. If this is not the case, the decision on Lyoness in Norway is final and the restricted permission for the Cashback business will be withdrawn.

I will be informed of these decisions immediatly.

ERGO-Versicherungsgruppe war nie Kooperationspartner von Lyoness ! Versicherungsgruppe hat eigene Recherchen betrieben.

Die Ergo Group Aktiengesellschaft (eigene Schreibweise ERGO) ist ein international tätiger Versicherungskonzern mit Sitz in Düsseldorf der fast 30.000 angestellte Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Hinzu kommen rund 13.000 hauptberufliche Vertreter. Ergo gehört zur Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Mit laufenden Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen in Höhe von rund 19 Milliarden Euro ist die Ergo Group 2017 einer der großen Erstversicherer in Deutschland und Europa.

Die ERGO-Versicherung wurde auf der Cashback World-Website als Partnerunternehmen 609001641 ausgewiesen. Auf Anfrage zu dieser Kooperation mit Lyoness, wurde die Versicherungsgruppe ERGO selbst tätig und recherchiert u. a. auch in den eigenen Reihen.

Zwischenzeitlich ist das ERGO-Logo entfernt worden. Die Lyoness-Pressestelle wurde um eine Stellungnahme gebeten.

Nachstehend die Mitteilung (Mail liegt vor) der Pressestelle von ERGO:

„Sehr geehrter Herr Ecker,

zwischen unserem Haus und den von Ihnen genannten Unternehmen bestand nie eine direkte Vertragsbeziehung. Es gab jedoch eine uns unbekannte Zusammenarbeit zwischen einem Werbedienstleister und dem Publisher mWS myWorld Solutions AG. Mit der Veröffentlichung und Nutzung des Logos wurde gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen. Entsprechend wurde der Werbedienstleister mit sofortiger Wirkung aufgefordert, die Zusammenarbeit mit dem genannten Unternehmen aufzukündigen und zukünftig keine Zusammenarbeit mehr zuzulassen.
Zudem wurde eine niedrige einstellige Zahl lokaler Vermittler identifiziert, die – da ihnen die Hintergründe nicht bekannt waren – ohne unsere Kenntnis mit Cashback/myWorld kooperierten. Die Vermittler haben die Kooperationen zwischenzeitlich beendet.“

Mit freundlichen Grüßen
ERGO Group AG
Global Corporate Communications
Bereichsleiter
ERGO-Platz 1
40477 Düsseldorf

Dieser Stellungnahme von ERGO ist nichts mehr hinzuzufügen. Es ist ziemlich dreist, wie sich Lyoness am Markennamen ERGO bedient hat.

Lyoness betont nicht Bestandteil von strafrechtlichen Ermittlungen zu sein! Nur Geschäftsführer betroffen!

In einem Schreiben vom 22.11.201 im Verfahren 11 Cg 75/16s 8 auf Seite 2, Absatz 3 (Schreiben liegt vor) teilen die Lyoness-Anwälte folgendes mit:

Es ist zwar richtig, dass zu Az. 115 Js 915/16 der Staatsanwaltschaft Köln ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren anhängig ist, jedoch wird dieses gegen den aktuellen und den ehemaligen Geschäftsführer der mWG myWorld Germany GmbH mit dem Sitz in Köln (welche vormals unter Lyoness Germany GmbH firmierte) geführt. Die mWS myWorld Solutions AG wie auch mWG myWorld Germany GmbH sind darin weder involviert, noch sonst irgendwie beteiligt. Die beiden Beschuldigten werden durch zwei jeweils unterschiedliche Rechtsanwälte vertreten.“

Nun soll der ehemalige und aktuelle Geschäftsführer (Libor Smerda & Guido van Rüth) verantwortlich für dieses Debakel sein? Lyoness sei darin weder involviert, noch sonst irgendwie beteiligt? Interessant!

Lyconet – Verhaltenscodex verärgert Mitglieder / Urteile zum Schneeballsystem

Ein Verhaltenscodex verärgert Lyconet-Mitglieder wieder einmal. Diese spricht für sich, aber lesen

Sie selbst  Verhaltenscodex

Es sind die intransparenten, bewusst irreführenden AGB von Lyoness/Lyconet, die den Eindruck vermitteln sollen, dass die geleisteten Zahlungen nicht rückzahlbar und auch nicht rückforderbar seien.  Unerheblich ist auch, ob Sie Verbraucher oder Unternehmer sind, weil § 879 Abs. 2 ABGB darin keinen Unterschied macht.

Die AGB sind größtenteils mit rechtskräftigen Urteil (10 Ob 45/16i) des OHG  vom 18.05.2017 als nichtig erklärt worden. In diesem Urteil findet sich auch die EU-Rechtsprechung wieder, die aktuellen AGB stehen ebenso bereits in der Kritik, da dass System immer gleich ist.

Mittlerweile sind zahlreiche weitere Urteile ergangen, welche das „Geschäftsmodell“ von myWorld/Lyoness/Lyconet als Schneeballsystem qualifizierten.

Europas größte Fachhandelskette „FRESSNAPF“ kein offizieller Partnerunternehmen!“ Lyconet-Interessent deckt nächsten „Fake-Partner“ auf!

Die Fressnapf Holding SE ist ein Franchise-Unternehmen mit Sitz in Krefeld. Sie ist mit 1.459 Märkten (davon 886 in Deutschland) sowie rund 12.000 Mitarbeitern in Europa die größte Fachhandelskette für Tiernahrung und -zubehör. Der Umsatz betrug im Jahr 2017 rund 1.978 Mio. €.

Inzwischen ist das Unternehmen FRESSNAPF von der Cashback World-Seite verschwunden. Wie es dazu kam, haben wir einem umsichtigen und aufgeklärten Lyconet-Interessenten zu verdanken, der die richtigen Fragen an der richtigen Stelle stellte.

Ich habe daraufhin ebenfalls das Unternehmen FRESSNAPF kontaktiert und relevante Gerichtsurteile, Gutachten etc. zur Verfügung gestellt. Hier die Rückantwort der Pressestelle:

Sehr geehrter Herr Ecker,

danke für Ihre Anfrage.

Nach Rücksprache und Prüfung im Haus besteht keine Kooperation zwischen der Fressnapf-Gruppe mit den von Ihnen genannten Unternehmen. Im Rahmen eines Affiliate-Programms in Deutschland gab es eine mittelbare Kooperation, die aber zwischenzeitlich beendet worden ist.

Mit den besten Grüßen aus Krefeld

Pressesprecher

Manager Corporate Relations

Fressnapf Holding SE

D-47809 Krefeld

Nachstehend die Nachricht an uns und die verifizierte Korrespondenz zwischen dem Lyconet-Interessenten *Stefan und FRESSNAPF.

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Nachrichtentext:
„Hallo,
ich habe zum Thema „Lyoness“ ein weiteres Fake-Partnerunternehmen ausfindig machen können. Bei meiner eignen Recherche (Nachdem mich eine Freundin auf solch ein Marketer-Werbetreffen mitgenommen hatte), wollte ich einfach mal schauen, wie es mit Fressnapf aussieht…Folgend, zuerst mein Anschreiben, sowie die Antwort von Fressnapf Deutschland:

„Hallo 🙂
Ich habe gestern einen Vortrag von der Gruppe „Cashbackworld“ hören dürfen. Unter anderem wurde Ihr Unternehmen als Partnerunternehmen von Cashbackworld betitelt. Was mich nun wundert: Wieso dies nicht groß auf der Website von Fressnapf beworben wird, und die Nutzung von Cashback lediglich über einen Reflink erfolgen kann.
Zu sehen ist die Partnerschaft hier: https://www.cashbackworld.com/de/cashback/de-de/609001063-fressnapf

Nach etwas Recherche fiel mir nun auf, dass wohl desöfteren unerlaubt „angebliche“ Partnerunternehmen beworben wurden, obwohl dies nicht der Wahrheit entspricht.

Meine Frage ist nun, ob Fressnapf Deutschland ein offizieller Partner der Cashbackworld ist, oder man unwissend als „Partner“ verkauft wird.

Viele Grüße,
Stefan *’Name geändert!“

Nun die Antwort von Fressnapf:
„Danke für deinen Hinweis. In der Tat ist diese Partnerschaft von uns so nicht gewollt. Wir gehen auf die Firma zu und werden diese Partnerschaft kurzfristig beenden. Viele Grüße, Fressnapf-Team“

Es ist echt erschreckend mit welchen Methoden die Firma rangeht. Aktuell versucht man Vertrauen zu schaffen, nach dem Motto:“Hey, wir haben die Formel 1, MotoGP und Manchester City als Partner. Welches Illegale Unternehmen könnte solch große Partner haben?!“
Dazu kam folgendes Zitat:“[…]Die Firmen mit welchen wir Partnerverträge haben, haben Rechtsabteilungen die sind größer als das Gebäude. Und die haben auch Google!![…]“, um das Argument „Ich habe auf Google gefunden…“ zu entkräften.

Vielen Dank für die Aufklärung dieser Seite! Dadurch bin ich der „Falle“ entkommen! 🙂

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Ich bedanke mich bei *Stefan für die Recherche !