Zeitungsartikel in der Schweiz mit interessanter und fundierter Begründung zu einem erneuten Lyoness-Urteil! (english version herinafter)

Nicht das Urteil selbst steht hier im Mittelpunkt, sondern die Erkenntnisse und all die abgeschlossenen Verfahren gegen Lyoness sowie deren Nachfolgefirmen, die sich zunehmend in den internationalen Medien wiederfinden.

Lyoness hat sich seit jeher immer wieder selbst neu erfunden, sei es mit Abänderungen der Firmennamen oder unzähligen Firmenfusionierungen. Im Weiteren hat es Lyoness in der Umbenennung seiner Finanzprodukte nicht an Kreativität fehlen lassen.

Zwar wird nach wie vor das Schneeballsystem Lyoness vermeintlich verständlich und plausibel durch Lyconet-Marketer dem arglosen Interessenten verkauft, sobald dieser jedoch in die Materie investiert, sei es als „Sponsor“ oder unter anders wohlklingendem Namen, gibt es nur noch einen Gewinner . Lyoness!

Die treffendste Aussage zum Schneeballsystem Lyoness stellt das Urteil vom 4. Juni 2019 fest: „Der wirtschaftliche Endeffekt ist stets so, dass der Löwenanteil der einbezahlten Gelder bei Lyoness verbleibt und als Ertrag verbucht werden kann.“

Es ist nicht überraschend, dass Lyoness auch in diesem Fall in die dritte Instanz geht, gewonnen hat Lyoness noch keinen. Man spielt nur auf Zeit, denn spätestens, wenn Lyoness/Lyconet aufgefordert wird, doch zu beweisen, kein Schneeballsystem zu sein, muss das Lyoness-Krisenmanagement passen. Es ist ein Schneeballsystem und bereits vielfach rechtskräftig als solches verurteilt.

Nachstehend der Schweizer Zeitungsartikel:

https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/werdenberg/lyoness-geld-zuruckzahlen-ld.1157494

Lyoness mit Sitz in Buchs muss 13 200 Franken zurückzahlen.

Der Schriftzug verweist auf den Holdingsitz im ersten Stock der Bahnhofstrasse 22 in Buchs. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Der Schriftzug verweist auf den Holdingsitz im ersten Stock der Bahnhofstrasse 22 in Buchs. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die beiden Holding-Firmen Lyoness Europe AG und Lyoness International AG mit Sitz an der Bahnhofstrasse 22 in Buchs sind seit Jahren in den internationalen Schlagzeilen. Sie sind die Holdinggesellschaften für zahlreiche Ländergesellschaften der Lyoness-Gruppe – nach eigenen Aussagen die grösste Einkaufsgemeinschaft der Welt und in 47 Ländern tätig.

Jagd nach Rabatten für Einkäufe bei Partnerfirmen

Erstmals hat das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland eine Klage gegen ihre Tochterfirma Lyoness Suisse GmbH, ebenfalls mit Sitz in Buchs, gutgeheissen. Gemäss Entscheid des Gerichts muss diese dem Inhaber eines Solartechnikunternehmens die einst verkauften «Gutscheine für künftige Einkäufe» für 13200 Franken zurückzahlen. Denn wie am 28. Februar 2017 das Kantonsgericht Zug, kam auch das Kreisgericht zum Schluss, dass Lyoness ein illegales Schneeballsystem betreibt. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig, denn wie Kreisrichter Hans Willi dem W&O sagte, zieht Lyoness den Fall ans Kantonsgericht weiter.

Zum Verständnis: Lyoness-Kunden erhalten bei Einkäufen bei Partnerfirmen mit der Lyonesskarte Rabatte gutgeschrieben – ähnlich wie etwa bei der Coop- oder Cumuluskarte. Wer aber zusätzlich neue Kunden anwirbt, erhält auch von deren Einkäufen und von jenen weiterer angeworbener Kunden usw. Rabatte gutgeschrieben.

 System ist nicht durchschaubar

Doch viel lässt sich so trotzdem nicht verdienen, denn es fehlt vor allem an grossen Partnerfirmen, welche diese Rabattkarte akzeptieren. Da ist es verlockend, dass man sich «Partnerschaften» oder «Pakete» kaufen kann und sich so in eine höhere Stufe der Vergütungspyramide hieven kann. Der Minimaleinsatz liegt dabei bei rund 3000 Franken und ist nach oben offen. Das Vergütungssystem ist allerdings selbst für Mathematikexperten nicht durchschaubar und die versprochenen horrenden Verdienste nicht realisierbar. Deshalb war und ist dieses Geschäftsmodell Gegenstand vieler Gerichtsverfahren in mehreren Ländern, wie der W&O bereits mehrfach berichtete.

«Einbezahlte Gelder behält die Firma»

Der Entscheid des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland ist eines von zahlreichen Urteilen, das in den letzten Jahren gegen die beiden in Buchs ansässigen Holdinggesellschaften Lyoness Europa AG und Lyoness International AG gesprochen wurde. Denn inzwischen ist dieses Geschäftsmodell in Österreich, Italien, Norwegen und der Schweiz rechtskräftig als illegales Schneeballsystem verurteilt worden. In Italien wurde Lyoness dieses Jahr desswegen mit einer Busse von 3,2 Millionen Euro belegt. Diese Entscheide ermöglichen es nun vielen Geschädigten, ihre Anzahlungen zurückzufordern. Lyoness wurde inzwischen in zahlreichen Fällen in Österreich und in der Schweiz verurteilt, diese Einkaufssummen, Anzahlungen oder «Gutscheine für künftige Einkäufe» (im Erfinden neuer Begriffe für das immer selbe Produkt ist Lyoness bekannt) zurückzuzahlen. Und weitere Klagen laufen. Da nützt es dem «Rabatthändler» nicht viel, dass er die Namen seiner Rabattkarte zuerst auf Cashback Lyconet und dann auf Cashback MyWorld geändert hat.

Erhellend sind einzelne Begründungen des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland. So hält es im Entscheid vom 4. Juni 2019 fest: «Der wirtschaftliche Endeffekt ist stets so, dass der Löwenanteil der einbezahlten Gelder bei Lyoness verbleibt und als Ertrag verbucht werden kann.» Typisch für diese Finanzprodukte sei es, dass sie «weder vollständig noch teilweise bar zurückbezahlt werden.» Die mVoucher, so der heutige Name der «Gutscheine für künftige Einkäufe» dürfen nämlich nicht verkauft, sondern nur verschenkt werden und selbst dies nur an die Kunden eines Lyconet-Marketers.

Dazu kommt, dass mVoucher im Falle einer Beendigung der Teilnahme am «Cashback World Programm» (dies ein weiterer neuer Begriff für das Rabattkarten-System) entschädigungslos verfallen, wie der Wiener Ben Ecker festhält. Der Journalist hat sich auf undurchsichtige Geschäftsmodelle spezialisiert. Er verfolgt unter anderem die Machenschaften im Lyoness-Imperium seit Jahren kritisch und verbreitet seine Erkenntnisse im Internet. Inzwischen habe Lyoness/MyWorld ihre Anwerbe-Tätigkeit vermehrt in die sozialen Medien wie etwa Instagram verlegt. Dabei fokussiere man auf junge Erwachsene, die sich teilweise heillos verschulden, um sich «hinaufkaufen» zu können, schreibt Ben Ecker auf seiner Internetseite www.benecker.com.

Plätze tauschen an der Spitze

Zum Geschäftsmodell von Lyoness gehört auch, dass die Personen an der Spitze der verschiedenen Gesellschaften der Holding von Zeit zu Zeit ihre Plätze tauschen. Neuerdings ist gemäss Schweizerischem Handelsamtsblatt der Brite Christopher Thomas neuer Verwaltungsratspräsident der Lyoness Europe AG und ihrer Schwesterfirma Lyoness International AG. Dieses Jahr hat Lyoness zudem die beiden gemeinnützigen Gesellschaften Lyoness Child and Family Found und Lyoness Greenfinity Stiftung, beide bisher mit Sitz in Buchs, nach Graz verschoben, wo Lyoness seit der Gründung im Jahre 2003 seinen operativen Sitz hat. Kritiker sehen in diesen Stiftungen, deren Geldflüsse unklar seien, ein fragwürdiges Image-Instrument.

 

Swiss newspaper article with interesting and well-founded justification concerning a fresh judgement!

It is not the judgement itself that the article focuses on, but the findings and all the concluded proceedings against Lyoness and its successor companies that are increasingly being mentioned in the international media.

Lyoness has always reinvented itself, whether by changing the company names or through numerous company mergers. Also, at renaming its financial products, Lyoness was not lacking creativity.

Lyconet Marketers present the snowball system Lyoness to unsuspecting prospective customers as a presumed transparent and plausible system, but as soon as they invest in it – may it be as a “sponsor” or under another melodious name – there is only one winner left.

The most accurate statement concerning the snowball system Lyoness is noted in the judgement of 4 June 2019: “The final economical effect is always that the lion’s share of the money that was paid in remains with Lyoness and can be posted as income.”

It is no surprise that also in this case, Lyoness brought the case to the Court of Third Instance. So far, they have not won a case. They are playing for time but at the latest when Lyoness/Lyconet is being asked to prove that it is not a snowball system the Lyoness crisis management has to pass. It is a snowball system and has already been judged as such.

Hereinafter the Swiss newspaper article:

  • https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/werdenberg/lyoness-geld-zuruckzahlen-ld.1157494

(Translation of the press article)

Lyoness based in Buchs has to pay back 13,200 Francs

The County Court of Werdenberg-Sarganserland supports a plaintiff at first instance.

The two holding companies Lyoness Europe AG and Lyoness International AG based in Bahnhofstraße 22, Buchs have internationally been in the headlines for years. They are the holding companies for numerous national companies of the Lyoness group – according to themselves the world’s largest shopping community and active in 47 countries.

Hunting for discounts for purchases at partner companies

For the first time the County Court of Werdenberg-Sarganserland supported a complaint against the subsidiary company Lyoness Suisse GmbH, also based in Buchs. According to the judgement, Lyoness Suisse GmbH has to refund the “vouchers for future purchases” that an owner of a solar technology company had bought for 13,200 Francs. As well as the Canton Court of Zug on 28 February 2017 already did, the County Court concluded that Lyoness is operating an illegal snowball system.

For your understanding: For purchases from partner companies, discounts are credited to the Lyoness customers’ accounts – similar to the Coop Card or the Cumulus Card. Whoever further recruits new customers will also receive discounts for their purchases as well as for purchases of customers that are further recruited by them and so on.

System is not transparent

But not very much can be earned since there is a lack of large partner companies that accept the discount card. Therefore, it is tempting to by “partnerships” or “packages” in order to reach a higher level of the remuneration pyramid. The minimum investment lies at around 3,000 Francs and is open ended. Even for mathematical experts the remuneration system is not transparent, and the promised high earnings cannot be realised. Therefore, the business model was and still is a subject of many legal proceedings in several countries, as the W&O already reported multiple times.

“The money that is paid in stays with the company”

The decision of the County Court of Werdenberg-Sarganserland is one of numerous judgements against the two holding companies Lyoness Europe AG and Lyoness International AG that have been pronounced in the last years. Because by now, the business model has been classified as a snowball system in Austria, Italy, Norway and Switzerland with legally binding judgements. This year in Italy, Lyoness was sentenced to pay a charge of 3.2 million Euro. These decisions now make it possible for many injured parties to claim back their payments. In numerous cases in Austria and Switzerland, Lyoness has been sentenced to refund these purchasing sums, advance payments or “vouchers for future purchases” (Lyoness is known for inventing new names for always the same product). And further complaints are being proceeded. Nor does it change anything that the “discount dealer” has changed the name of the discount card to Cashback Lyconet and later on to Cashback MyWorld.

There are several individual justifications of the County Court of Werdenberg-Sarganserland that are very revealing. With the decision of 4 June 2019, it states: “The final economical effect is always that the lion’s share of the money that was paid in remains with Lyoness and can be posted as income”. It was typical for these financial products that they are “neither completely nor partly paid back in cash”. The mVouchers, so the current name of the “vouchers for future purchases” must not be sold but have to be given away and only to the customers of a Lyconet Marketer.

Additionally, in the case of a determination of the participation in the “Cashback World Programme” (this is another new name for the discount card system), mVouchers become invalid without any compensation, the Viennese Ben Ecker notes. The journalist has specialised in opaque business models. Amongst others, he has been critically monitoring the machinations of the Lyoness empire for years and has been spreading his findings on the internet. In the meanwhile, Lyoness/MyWorld had more and more transferred its recruiting activities to social media like Instagram. Thereby they were focusing on young adults of which some get hopelessly in debt in order to “buy in”, Ben Ecker writes on his website www.benecker.com.

Changing places at the top

The business model also includes that the people at the top of the holding companies change places from time to time. According to the Swiss Commercial Gazette, recently the British Cristopher Thomas is the new Chairman of Lyoness Europe AG and its sister company Lyoness International AG. This year, Lyoness moved its non-profit companies Lyoness Child and Family Found and Lyoness Greenfinity Foundation from Buchs to Graz where Lyoness has been having its operative headquarters since its establishment in 2003. Critics consider these foundations and their unclear cash flows a questionable image instrument.

BECM Inc. zahlt Lyoness-Geschädigte aus! (english version herinafter)

BE Conflict Management Inc. hat zwischenzeitlich (Stand 20.08.2019) an Lyoness-Geschädigte nach Australien 311.346,91 AUD, nach England/Nordirland 47.234,08 GBP, Irland 37.837,19 €, Südafrika 242.786,07 ZAR an Lyoness/Lyconet/myWorld-Geschädigte usw. ausbezahlt. Deutsche Geschädigte werden aufgrund der aktuellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Köln noch nicht veröffentlicht.

Die BE Conflict Management Inc., eingetragen in das Handelsregister unter P19000039786, ist international tätig, um die Schäden, die durch das Schneeballsystem Lyoness weltweit verursacht wurden, aufzuarbeiten. Überraschend viele Geschädigte aus den USA melden sich bei uns, die Versprechungen und die prognostizierten Umsätze der myWorld-Gruppe realisierten sich nicht. Auch sei der Markt in den USA viel zu dünn. Es gehe in erster Linie um das Anwerben neuer zahlender Mitglieder.

Aktuell liegen uns offene Forderungen gegen das Lyoness-Schneeballsystem von umgerechnet ca. 6,5 Mio. € vor.

Danke für die vielen Dankschreiben und Videobotschaften, für die wir eine gesonderte Rubrik einrichten werden.

BECM Inc. pays out Lyoness victims! 

So far, BE Conflict Management Inc. has made payments to Lyoness/Lyconet/myWorld victims 311.837,91 AUD (Australia), 47,234.08 GBP (England/Northern Ireland), 37,837.19 EUR (Ireland) and 242.786,07 ZAR (South Africa). German injured parties have not yet been published due to the current investigations of the public prosecutor’s office in Cologne.

BE Conflict Management Inc., which is listed in the commercial register under the registration number P19000039786, is operating internationally in order to deal with the damages the snowball system Lyoness has caused worldwide. Surprisingly, a lot of victims from the USA have contacted us. Promises and sales forecasted by the myWorld group are not becoming reality. Also, the marked was too weak and the main concern was recruiting new paying members.

Currently we, we have open claims against the snowball system Lyoness of about 6.5 million Euro.

Thank you for the many thank-you letters and videos of thanks, for which we will create a separate section.

Staatsanwaltschaft Köln (Az. 115 Js 424/19) setzt beim Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen GF Guido van Rüth der Lyoness Deutschland GmbH neu an! (english version herinafter)

Das zunächst eingestellte Verfahren (Az. 115 Js 915/16) wurde mit Schreiben vom 12.07.2019  wieder aufgenommen und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen § 16 UWG (sog. Schneeballsystem) eingeleitet (Az. 115 Js 424/19).  Der beschuldige GF Guido van Rüth wurde am 21. Juni 2019 als Geschäftsführer der mWGmy World Germany GmbH vom Mutterunternehmen entfernt.

Im Schreiben der Staatsanwaltschaft wird mitgeteilt:

„Sehr geehrter Herr Ecker,

es wird mitgeteilt, dass aufgrund Ihres Schreibens vom 13.05.2019 ein neues Verfahren gegen den Beschuldigten von Rüth wegen eines Verstoßes gegen § 16 UWG (sog. Schneeballsystem) im Zusammenhang mit den AGB von Lyconet aus dem Jahr 2014 eingeleitet wurde und unter dem Aktenzeichen 115 Js 424/19 bearbeitet wird. Im Hinblick auf Ihr übriges Beschwerdevorbringen habe ich den Vorgang dem Generalstaatsanwalt in Köln zur Entscheidung vorgelegt.“

Siehe Mitteilung der Staatsanwaltschaft im Original: Staatsanwaltschaft Köln 12.08.19 1

Mit einem 17-seitigen Schreiben vom 13.05.2019 legte Bernhard Ecker schriftliche Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens ein. Die bis dahin offensichtlich nicht näher untersuchten Anhaltspunkte und Fakten zu Lyoness wurden ausführlich dargelegt und begründet.

Insbesondere wurde auf die Tatsache hingewiesen, dass es nicht der Wahrheit entspricht, dass, wie von Lyoness gegenüber der Staatsanwaltschaft behauptet, gewisse Geschäftspraktiken nicht mehr praktiziert würden. Denn von einer Einstellung der Geschäftspraktiken kann nicht die Rede sein. Diese wurden lediglich noch intransparenter und verwirrender verfasst.

Unter Punkt 8 in der Beschwerde vom 13.05.2019 wird hierzu u. a. erläutert:

  1. Keine Einstellung der Geschäftspraktiken

Die in Rede stehende Geschäftspraktik wurde nicht eingestellt, sondern wird nur mit einer noch undurchsichtigeren Konstruktion fortgesetzt.

Im Vergleich zum bisherigen „Anzahlungssystem“ hat sich de facto nichts verändert, sondern im Prinzip wurde nur das Wording geändert. Bis November 2014 bezeichnete Lyoness ihre Investments als „Anzahlung auf Gutscheine“, bei denen Mitglieder grundsätzlich nur dann einigermaßen nennenswerte Gewinne erzielen konnten, wenn sie neue Kapitalgeber anwarben. Als dann die WKStA gegen Lyoness wegen verbotenen Pyramidenspiels nach § 168a StGB und des schweren gewerbsmäßigen Betruges ermittelte und die ersten Zivilurteile sie zur Rückzahlung verpflichteten, hat sie im November 2014 neue AGB verfasst und benannte ihren Vertrieb von Lyoness in Lyconet um, weil der Begriff Lyoness vor allem in den Medien bereits äußert negativ attribuiert war. Die Umstellung auf die neuen AGB wurde erzwungen, indem die bestehenden Mitglieder in ihr Online-Mitgliedskonto nur einsteigen konnten, wenn sie die neuen AGB akzeptierten. Mittlerweile ist aber auch Lyconet in Verruf geraten, sodass „Cashback World“ der Begriff der Wahl wurde.

Wir begrüßen die gut angesetzten und erneuten Ermittlungsmaßnahmen sowie die Weitergabe weiterer entscheidender Punkte an die Generalstaatsanwaltschaft Köln.

Lyoness-Geschädigten in Deutschland raten wir an, sich direkt an die Staatsanwaltschaft Köln unter dem Aktenzeichen 115 Js 424/19 zu wenden und eventuelle Rückforderungen an Lyoness gut dokumentiert einzureichen.

Public Prosecution Cologne (file nr. 115 Js 424/19) starts again with preliminary proceedings against Managing Director of Lyoness Deutschland GmbH Guido van Rüth!

With a letter of 12 July 2019, the initially closed proceedings (file nr. 115 Js 915/16) were have been resumed and preliminary proceedings due to infringement of § 16 UWG (Unfair Competition Act) were initiated (file nr. 115 Js 424/19).

Staatsanwaltschaft Köln 12.08.19 1 Writing the prosecutor’s office translated:

„Preliminary proceedings against Mr. Guido Josef van Rüth a. o.

Alleged crime: Fraud

Dear Mr. Ecker,

I hereby inform you, that in accordance with your letter from 13 May 2019, new proceedings against the accused von Rüth because of an infringement of § 16 UWG (so-called snowball system) in connection with Lyconet’s Terms and Conditions of 2014 were initiated and are being worked on under the file number 115 Js 424/19. In regard to your further complaint, I submitted the file to Prosecutor-General of Cologne.

With best regards

Prosecutor“

With his letter of 13 May 2019, Bernhard Ecker lodged a 17-page complaint against the closing of the proceedings. Within this complaint, indications and facts concerning Lyoness, that obviously have not been further investigated before, were highlighted and reasoned in detail.

Under item 8 of the claim of 13 May 2019 it is, inter alia, explained:

The business practices under examination have not been stopped but are being pursued with a construct that is even more opaque.

Compared to the previous “advance payment system” de facto nothing has changed but, in principle, only the wording was changed. Until November 2014, Lyoness named their investments “Advance payments on vouchers”, with which members basically only could obtain considerable profits if they recruited new investors. Later, when the WKStA (Public Prosecutor’s Office against Corruption) investigated against Lyoness because of the forbidden snowball system according to § 168a StGB (Criminal Code) as well as because of serious commercial fraud, and the first judgement of Civil Courts obligated them to make repayments, Lyoness drafted new Terms and Conditions and renamed its distribution from Lyoness to Lyconet, since the name Lyoness – especially in the media – already had become very negatively attributed. The conversion to the new Terms and Conditions was forced since members could only log in to their online member account if they had accepted the Terms and Conditions. Meanwhile, also Lyconet has fallen into disrepute so that the term “Cashbackworld” was chosen.

We welcome the well implemented and renewed measures of investigation as well as the transmission of further critical issues to the General Public Prosecution of Cologne.

We advise all German Lyoness victims to directly contact the Public Prosecution’s Office Cologne under the file number 115 Js 424/19 and to lodge possible claims against Lyoness in a well-documented way.

 

Schweizer Urteil vom 04. Juni 2019 hier veröffentlicht! Lyoness-Chefsyndikus Dr. Hubert Reif bittet um Ergänzung zum Artikel! (english version herinafter)

Wir verstehen die große Besorgnis von Lyoness, da die ohnehin schon international verheerende Reputation von Lyoness mit diesem ausführlich begründeten Schweizer Urteil als Schneeballsystem in das Bodenlose sackt.   

So verwundert es nicht wirklich, dass der Lyoness-Chefsyndikus und alleinige Aktionär der Lyconet International AG, Dr. Hubert Reif, schriftlich an die BECM Inc. herangetreten ist und „eingeladen“ hat, bei unserem Artikel „Neues Schweizer Urteil vom 04. Juni 2019! Ein juristisches Desaster für Lyoness!“ darauf hinzuweisen, dass es sich bei diesem Urteil um ein „noch“ nicht rechtskräftiges Urteil handle.

Dieser „Einladung“ kommen wir gerne nach, da in unserem Artikel eine rechtskräftige Verurteilung weder behauptet noch veröffentlicht wurde. Lediglich die Vollstreckbarkeit des Urteiles wurde wiedergegeben und dies ist dem Urteil aus Seite 26 zu entnehmen.    

In der gängigen Rechtsmittelbelehrung wird auf die gängige 30-tägige Beschwerdefrist hingewiesen, die Lyoness bisher zwar stets bei erstinstanzlichen Verurteilungen als Schneeballsystem einlegt, aber aktuell noch nie gewonnen hat. In erster Linie geht es ohnehin nur um das Hinauszögern des Unausweichlichen, nämlich der erneuten rechtskräftigen Verurteilung als Schneeballsystem. Vielleicht sind die Lyoness-Verantwortlichen einmal in der Lage und legen aktuelle Gerichtsurteile vor, in denen Lyoness von den Geschäftspraktiken eines Schneeballsystems freigesprochen wurde? Von in Auftrag gegebenen und bezahlten Gutachten, wie gehabt, bitten wir, Abstand zu nehmen.

Uns liegen hingegen seitenweise Aktenzeichen und Geschäftsnummern mit rechtskräftigen Verurteilungen vor, ohne die Beschlüsse der norwegischen und italienischen Behörden einbeziehen zu müssen.

Dr. Hubert Reif täte auch gut daran, seinen Mandanten und Schweizer Marketer Eduard (oder wie er sich selbst nennt) „Ede“ Buser Einhalt zu gebieten. Dieser behauptet auf seiner Website: siehe auch ( Ede Buser Unsinn  , bitte rote Pfeile beachten!)

„Wo steht bitte im Entscheid, das wir illegal sind oder ein Pyramidensystem oder ein Schneeballsystem“ (Rechtschreibung so von der Website von „Ede Buser“ übernommen).

Hierzu postet Ede Buser, was an Unvermögen kaum zu überbieten ist, auch noch die letzte Seite des Urteiles vom 04. Juni 2019. Aber überzeugen Sie sich selbst: (Urteil Schweiz 04.06.2019 )

Der Wert von Publikationen eines Ede Busers spiegelt sich auch bei seinen angeblichen Recherchen zur BECM Inc. wieder. Die vielgerühmte „Schweizer Präzision“ scheint einem Ede Buser nicht innezuwohnen. Das Unternehmen BECM Inc. ist ordnungsgemäß eingetragen, nur ein Ede Buser will es nicht finden.  

Dr. Hubert Reif täte gut daran, seinen außer Kontrolle geratenen „führenden Schweizer Marketer Ede Buser“ an die Leine zu legen, er schadet mit seinen unkontrollierten und realitätsfremden Veröffentlichungen dem ohnehin bereits angeschlagenen Schneeballsystem Lyoness.  

Swiss judgement of 4 June 2019 complete! Lyoness Chief Legal Officer Dr. Hubert Reif asks for a supplement to our Article!

Of course, we can understand the deep concerns of Lyoness since the extensively reasoned Swiss judgement causes the already internationally devastating reputation of Lyoness to slump to bottomless depths.

It was therefore no surprise when Lyoness Chief Legal Officer and sole shareholder of Lyconet International AG, Dr. Hubert Reif approached BECM Inc. in writing and “invited” us to point out in our article “New Swiss judgement of 4 June 2019! Legal disaster for Lyoness!”, that this judgement has “not yet” become legally effective.

We are pleased to take up this “invitation”, as in our article, we did not claim the judgement to be legally effective. Solely the enforceability of the judgement was reproduced, and this can be read on page 26 of the judgement.

The legal remedies point out the common 30-day time-limit for an appeal. So far, Lyoness has always filed such an appeal to first-instance decisions but has never been successful. Primarily, this is aimed at delaying the inevitable occurrence of another legally efficient conviction as a snowball system. Perhaps, for the first time, Lyoness’ responsible persons are able to present current court decisions that acquit Lyoness of applying a snowball system’s business practises? For commissioned and payed reports, as supplied before, we ask to be abandoned.

However, we are able to show numerous reference numbers and business numbers with final convictions, without consideration of decisions of Norwegian and Italian authorities.

Dr. Hubert Reif would do well to stop his client and Swiss marketer Eduard, or as he calls himself, “Ede” Buser. He alleges on his website: ( Ede Buser nonsense , please note red arrows!)

“Where does the decision say, that we are illegal or a pyramid system or a snowball system” (taken over from the website of Ede Buser).

Additionally, Ede Buser posts – which is of almost unrivalled failure – the last page of the judgement of 4 June 2019. But see yourself: (Judgment Switzerland 04.06.2019 )

The value of Ede Buser’s publications is also reflected in his alleged research for BECM Inc. The much-praised “Swiss precision” does not seem to be a characteristic of Ede Buser. The company BECM Inc. is duly registered, only man called Ede Buser says that he could not find it.

Dr. Hubert Reif would to very well to keep the reins on his out-of-control “leading Swiss marketer Ede Buser” since his erratic and unworldly publications are damaging the already tarnished image of the snowball system Lyoness.

 

 

Neues Schweizer Urteil von 04. Juni 2019! Juristisches Desaster für Lyoness! (english version herinafter)

Vorab der beste Satz im aktuellen Schweizer Urteil (Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland, Aktenzeichen: VV.2018.82-WS1ZE-HWI). Das Urteil ist vollstreckbar.

„Die Intransparenz des Geschäftsmodells der Beklagten (Lyoness) bedeutet nicht die Nicht-Erkennbarkeit der Unlauterkeit desselben. Das unlautere Schneeballsystem ist in diesem Sinne transparent“ oder kurz gesagt „Das einzig transparente bei Lyoness ist das Schneeballsystem!“

Bereits im Verhandlungsprotokoll (liegt vor) von 04.06.2019 hatte der Schweizer Lyoness-Anwalt Adrian Bieri protokollieren lassen, “Es kommt hinzu, dass der……… Vorwurf des Klägers, Lyoness betreibe ein Schneeballsystem, im Falle einer Gutheißung der Klage verheerende Folgen für die Reputation von Lyoness haben würde.“

Das Gericht hat es mit Urteil vom 04. Juni 2019 gut geheißen und sich von dem weinerlichen Einwand des Anwaltes nicht blenden lassen. Es entschied auch in diesem Fall für den Kläger und hat ihm einen fünfstelligen CHF-Betrag zugestanden. Außerdem wird erneut klargestellt, Lyoness ist ein Schneeballsystem.

Die weltweite Reputation von Lyoness ist ohnehin schon „verheerend“, um es mit den Worten vom Lyoness-Anwalt auszudrücken, dass dieses Urteil kaum noch ins Gewicht fallen dürfte. Das Blendwerk mit dem erkauften Sportsponsoring funktioniert ohnehin nur bei den Menschen, für die der Strom einfach nur aus der Steckdose kommt.

Der Kläger hatte sich als Privatperson und mit seinem Unternehmen bei Lyconet registriert und die neuen AGB, Lyconet-Vereinbarung inkl. Compensation Plan akzeptiert. Die vollmundig angekündigte Partizipation an dem weltweiten Händlernetz entpuppte sich auch hier als reine „Lyoness-Propaganda“.

Es zeigt aber auch die weltweit wachsende Unzufriedenheit und Enttäuschung der KMU/SME’s. Sobald sich die von Lyoness/Lyconet prognostizierten Umsätze nicht einstellen und Rückfragen diesbezüglich aufkommen, kehrt im Weltunternehmen Lyoness schnell „Funkstille“ gegenüber seinen Mitgliedern ein. Sobald jedoch wieder eine neue „Füll-die-Lyonesskassen-Idee“ der Kreativitätsabteilung ausgeheckt wurde, stürzen sich sofort Lyconet-Marketern auf die KMU/SME im bewährten Unternehmen-Wording „..jetzt geht alles durch die Decke“ „wer jetzt nicht dabei ist, verpasst die Chance seines Lebens“ usw. Dabei werden die KMU/SME ständig mit erweiterten AGB und zusätzlichen Vereinbarungen weiter in ein undurchsichtiges und intransparentes Vertragsgeflecht verstrickt. Das sehen neben den zahlreichen österreichischen Gerichten, den norwegischen und italienischen Behörden, einmal mehr auch die Schweizer Gerichte so.

So hält das Gericht im Urteil vom 04. Juni 2019 u.a. fest: (Hinweis: Wir ergänzen bei den Auszügen aus dem 26-seitigen Urteilstext bei „Beklagten“ den Firmennamen „Lyoness“, damit selbst der Schweizer selbsternannte „Lyconet-Chef-Marketer“ Ede Buser es versteht! Wie er dieses Urteil auf seiner Fakeseite www.basel-lyconet.ch gegenüber seinen Jüngern interpretiert, dürfte interessant werden.)

…….Unlauter und widerrechtlich ist gemäß Art. 2 UWG jedes täuschende oder in anderer Weise gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Geschäftsgebaren, welches das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder zwischen Anbietern und Abnehmern beeinflusst. Gemäß Art. 3 Abs. 1 lit. r UWG handelt insbesondere derjenige unlauter, der jemandem die Lieferung von Waren, die Ausrichtung von Prämien oder andere Leistungen zu Bedingungen in Aussicht stellt, die für diesen hauptsächlich durch die Anwerbung weiterer Personen einen Vorteil bedeuten und weniger durch den Verkauf oder Verbrauch von Waren oder Leistungen (Schneeball-, Lawinen- oder Pyramidensystem)……….

Weiter stellt das Gericht ab Seite 15 u. a. fest:

……..Trotz der theoretischen Zweiteilung und den zumeist verwirrenden Angaben in den AGB und ZAGB, hängt die wirtschaftlich maßgebliche Vergütung eines Mitglieds jedoch fast ausschließlich von den Beiträgen neuer Mitglieder im System der Beklagten (Lyoness) ab…….

………Es findet mithin eine Umverteilung von der Pyramidenbasis an die Spitze statt. Veranschaulicht wird dies durch die Vergütungsstruktur des Geschäftsmodells, welche sich wirtschaftlich fast ausschließlich in der Lifeline eines Mitglieds erschöpft. Die Lifeline eines Mitglieds besteht aus den von ihm neu akquirierten Mitglieder (2. Ebene) und den von diesen neu geworbenen Mitgliedern (3.Ebene)…….

……Nach der dritten Ebene ziehen die AGB und ZAGB eine künstliche Barriere und versuchen auf diese Weise die dem Geschäftsmodell inhärente Pyramidenstruktur zu verschleiern bzw. zu verkürzen. So steht in den AGB geschrieben, dass für andere indirekt angeworbene Mitglieder kein Freundschaftsbonus anfällt. Mit den „anderen indirekt angeworbenen Mitglieder sind die von den indirekt angeworbenen Mitgliedern akquirierten Mitglieder, den von diesen geworbenen Mitglieder und so weiter gemeint. Mit anderen Worten erhält das Mitglied keine Vergütung für Beiträge der Mitglieder ab der theoretisch 4. Ebene seiner Lifeline………

……..Die von den Mitgliedern erwirtschafteten erweiterten Mitgliedvorteile werden von der Beklagten (Lyoness) nicht an die Mitglieder ausbezahlt, sondern können nur innerhalb des Systems der Beklagten (Lyoness) verwendet werden, indem diese zu sog. Einheiten umgewandelt und danach in Form von Gutscheinen zu Einkäufen bei Parterunternehmen benutzt werden können. Werden die Gutscheine zu Einkäufen bei Partnerunternehmen benutzt, bewirkt dies wiederrum die Vergütung der oberen Ebenen des die Einkäufe tätigenden Mitglieds. Die Systemgebundenheit der Leistungen der Beklagten (Lyoness) bewirkt die Auflösung der künstlichen Barriere zwischen der dritten und der vierten Ebene und ermöglicht den Geldfluss der Basis an die Spitze.

……..Lediglich der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass alle neu geworbenen Mitglieder mit der Beklagten (Lyoness) bzw. dem Initiator des Systems kontrahieren, was das System der Beklagten (Lyoness) zu einem Schneeballsystem i.e.S. macht. Zusammengefasst läßt sich somit festhalten, dass die erste Tatbestandvoraussetzung von Art. 3 Abs. 1 lit r UWG erfüllt ist………

………Die Intransparenz des Geschäftsmodells oder dessen Vergütungsstruktur ist ein weiterer Hinweis für das Vorliegen eines unlauteren Schneeballsystem i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. R. UWG. Sowohl das Geschäftsmodell der Beklagten (Lyoness) als auch dessen Vergütungsstruktur sind intransparent. Die Intransparenz betrifft dabei nicht nur einzelne Komponenten, sondern vielmehr auch deren Gesamtstruktur bzw. wirtschaftlichen Zusammenspiel………

…….Zusammengefasst handelt es sich beim Geschäftsmodell der Beklagten (Lyoness) um eine unlauteres Schneeball-, Lawinen- oder Pyramidensystem i.S.v. Art. 3 Abs. 1 lit. R UWG…….

………Auf der Grundlage eines unlauteren Schneeballsystems geschlossene Verträge sind sittenwidrig……..

………Unlauter ist das Geschäftsmodell als Ganzes…….

Anmerkung: Vergleicht man all die vorangegangen Urteile ist festzustellen, dass die Urteile immer konkreter und die angeblichen verbesserten bzw. angepassten AGB und ZAGB, mit denen Lyoness versucht dem entgegenzuwirken lediglich Zeit verschaffen. Es besteht die Möglichkeit der Beschwerde.

New Swiss judgement of 4 June 2019! Legal disaster for Lyoness! 

To begin with, here is the best phrase from the current Swiss judgement (Country Court of Werdenberg-Sarganserland, reference number: VV.2018.82-WS1ZE-HWI). The judgement shall be enforceable.

“The lack of transparency of the defendant’s (Lyoness) business model does not mean that its unfairness is not detectable. In this sense, the unfair snowball system is transparent.” Or in short: “The only thing that is transparent concerning Lyoness is the snowball system!”

The currently legally binding judgement (reference number VV.2018.82-WS1ZE-HWI) of 4 June 2019 of the Swiss court notes:

Already the minutes of hearings recorded the statement of the Swiss Lyoness lawyer Adrian Bieri: “Furthermore, the […] plaintiff’s allegation, that Lyoness was operating a snowball system, will have devastating consequences for the reputation of Lyoness, in case of an approval of this legal action.”

With the judgement of 4 June 2019, the court did approve the action and did not let itself be blinded by the lawyer’s weepy objection. In this case again, the court decided in favour of the plaintiff and imposed a five-figure amount of CHF. Furthermore, it was clarified once more that Lyoness is a snowball system.

The worldwide reputation of Lyoness already is, to put it in the words of the Lyoness lawyer, so “devastating” that this judgement may hardly carry any weight. The deception of the bought sports sponsorship anyway only works for people who think that power simply comes from the socket.

The plaintiff had registered himself as a private person and his company with Lyconet and had agreed to the new Terms and Conditions and the Lyconet Agreement including the Compensation Plan. The grandiosely announced participation in a worldwide dealer network once more turned out to be pure “Lyoness propaganda”.

This also shows the increasing dissatisfaction and disappointment of the SMEs. As soon as the forecast sales are not emerging and questions are being asked, the global company Lyoness quickly becomes silent towards its members. But as soon as a new idea for filling up the coffers is concocted by Lyoness’ creativity department, Lyconet marketers will pounce on the SMEs using the tried and tested wording “…now everything is going through the roof”, “whoever is not taking part right now, is going to miss a lifetime opportunity” and so on. By the continual renewing and advancing the Terms and Conditions and the implementation of further Additional Agreements, SMS are more and more getting enmeshed in an opaque network of contracts. Apart from numerous Austrian courts, Norwegian and Italian authorities, once more that is also the view of the Swiss courts.

With the judgement of 4 June 2019, the court states:

(Notice: Within the excerpts from the 26-page judgement text, we will add the company’s name “Lyoness” to the word “defendant”, so that even the self-proclaimed “Lyconet Chief Manager” Ede Buser will understand it! It will be rather interesting, how he is going to interpret this judgement towards his followers via his fake website www.basel-lyconet.ch.)

……According to Article 2 UWG, every business practice, that is deceptive or violates the good faith principle and affects the relationship between competitors or between providers and customers, is unfair and unlawful. According to Art. 3 (1) lit. r. UWG, a person is in particular acting unfair, if he/she offers the supply of goods, the payment of premiums or other services on terms that mainly imply a benefit obtained by the recruitment of further people and to a lesser extent by the sale or consumption of goods or services (snowball scheme or pyramid scheme)…..

Starting with page 15 (and others), the court further notes:

…..Despite the theoretical bisection and the mostly confusing information in the Terms and Conditions and the Additional Terms and Conditions, the economically relevant payment depends on the payments of new members of the defendant’s system (Lyoness)…..

…..Thus, there is a redistribution from the pyramid’s base up to its top. This is demonstrated by the remuneration structure of the business model which almost exclusively comes from a member’s Lifeline. The Lifeline of a member consists of the new members he/she recruited (2nd level) and the members recruited by them (3rd level)…..

….. After the 3rd level, the Terms and Conditions and the Additional Terms and Conditions draw an artificial barrier and try to disguise or shorten the pyramid structure inherent to the business model. And so is written in the Terms and Conditions, that no friendship bonus can be obtained for other indirectly recruited members. “Other indirectly recruited members” are the members acquired by indirectly recruited members and so on. In other words, the member will not obtain remunerations for payments made by members lower than the 4th level of his/her Lifeline…..

….. The generated advanced member bonuses are not paid out by the defendant (Lyoness) but can only be used within the System of the defendant (Lyoness) by converting them to so-called units that can be used for purchases at partner companies in the form of vouchers. The use of the vouchers for purchases at partner companies effects the remuneration of the upper levels of the member who purchases. The system ligation of the defendant’s services (Lyoness) effects the dissolution of the artificial barrier between the 3rd and the 4th level and allows the money flow from the base to the top. …..

…..Only for the sake of completeness, it should be mentioned, that all new recruited members are contracting with the defendant (Lyoness) respectively the initiator of the system, which makes the system of the defendant (Lyoness) a snowball system in the proper meaning of the word. As a summary, it can be stated, that the first offence prerequisite of Art. 3 (1) lit. r. UWG is fulfilled……

…..The lack of transparency of the business model or its remuneration structure is a further indication of the existence of an unfair snowball system according to Art. 3 (1) lit. R.UWG. Both the business model of the defendant (Lyoness) and its remuneration structure are opaque. The opacity touches not only individual components, but rather also their overall structure respectively their economical interaction.…..

…..In summary, the business model of the defendant (Lyoness) is an unfair snowball system, pyramid scheme or Ponzi scheme according to Art. 3 (1) lit. R. UWG…..

….. Contracts closed on the basis of an unfair snowball system are ethically unacceptable…..

…..The business model as a whole is unfair…..

Note: If one compares all previous judgements, it has to be stated that judgments are becoming more concrete and that the so-called improved or adjusted Terms and Conditions and Additional Terms and Conditions, Lyoness uses to eliminate the problem, are only giving them a little more time. An appeal may be lodged against this judgment.

Es geht vor Gericht! Schweizer myWorld/Lyconet-Marketer und Website-Betreiber Ede Buser und seine hilflosen Maßnahmen!

Der Schweizer Lyconet-Marketer Ede Buser, auch bekannt als großer Kritiker der BE Konfliktmanagement und Ben Ecker, ließ auf seiner Website ( https://lyconet-basel.ch/infos/tatsachen/ ) keine Gelegenheit aus, die Arbeit der BE Konfliktmanagement oder meine Person zu verunglimpfen, der Verbreitung von Fake-News zu bezichtigen und veröffentlichte hierzu eine ganze Reihe von falschen Behauptungen.

Mit typischer myWorld/Lyoness/Lyconet-Arroganz ist Ede Buser dem Urteil nicht nachgekommen und versucht nun mit hilflosen Maßnahmen sich etwas Zeit zu verschaffen, indem unsinnige und wüsste Gegenbehauptungen aufgestellt werden. Hierzu ist nun am 14.09.2019 eine Verhandlung am HG Wien angesetzt, worauf wir uns sehr freuen.  

Wie Jef Rowlison und Chris Thomson hat auch Ede Buser Seminare abgehalten und seine Lyconet-Anhänger mit falschen Behauptungen über meine Person oder die BE Konfliktmanagement in Investitionslaune gehalten. Die rechtskräftigen Verurteilungen als Schneeballsystem in Österreich und der Schweiz, sowie das Verbot in Norwegen wurden bei Nachfragen als „erledigt erklärt“, „unwichtig“ oder als „bezahlte falsche Behauptungen der Konkurrenz“ dargestellt.

Obwohl Herr Buser von uns aufgefordert wurde, seine falschen Behauptungen von seiner Website zu entfernen bzw. Sachverhalte korrekt wiederzugeben, kam er dieser Aufforderung nicht nach, worauf die BECM Inc. Klage auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung des Widerrufs, Schadenersatz sowie auf Entschädigung nach dem Mediengesetz eingereicht hatte.

In diesen Klagepunkten wurde er nun vollumfänglich vom Gericht schuldig gesprochen und zu einer Wiedergutmachung verurteilt.

Mit Urteil vom 13. Juli 2019 beim Handelsgericht Wien unter Az. 11 Cg 36/19k wurde er schuldig erkannt und verurteilt: (Auszug aus dem Urteil)

„Der Beklagte (Herr Ede Buser)

  1. ist bei sonstiger Exekution schuldig, die Behauptung, der Kläger handle zu seinen Gunsten aus handfesten wirtschaftlichen Hintergründen, schicke anonyme Post an Lyoness Partnerunternehmen bzw. Lyoness Händler und rufe diese illegalerweise an, versende an jedes neue Partnerunternehmen Unwahrheiten und verschleiere bewusst und gezielt Tatsachen, und verbreite Fake News und versuche so die Händler zu verunsichern, als unwahr zu widerrufen und diesen Widerruf auf seiner Website unter der Adresse https://lyconet-basel.ch/infos/tatsachen/ zu veröffentlichen.
  2. Der Beklagte ist bei sonstiger Exekution gegenüber der klagenden Partei schuldig, die Behauptung und/oder Verbreitung der Äußerungen, der Kläger handle zu seinen Gunsten aus handfesten wirtschaftlichen Hintergründen, schicke anonyme Post an Lyoness Partnerunternehmen bzw. Lyoness Händler und rufe diese illegalerweise an, versende an jedes neue Partnerunternehmen Unwahrheiten und verschleiere bewusst und gezielt Tatsachen, und verbreite Fake News und versuche so die Händler zu verunsichern und/oder damit sinngleiche Äußerungen zu unterlassen.
  3. Die beklagte Partei ist verpflichtet, binnen 2 Wochen den stattgebenden Teil des Urteilsspruches (ohne den Kostenzuspruch) auf eigene Kosten auf der Startseite der Website www.lyconet-basel.ch oder einer allfälligen Nachfolge-Internetadresse für die Dauer von 30 Tagen zu veröffentlichen, und zwar mit Fettdruckumrandung mit den Worten „Im Namen der Republik“ in fett geschriebener und zwischen 20 und 24 Punkt großer Überschrift unter Nennung des Aktenzeichens und des Entscheidungsdatums mit mindestens 16 Punkt großer Schrift, sowie die Namen der Prozessparteien sowie deren Vertreter fett und gesperrt, in Schriftgröße Punkt 12 in der Mindestgröße einer 2/3 Bildschirmseite.
  4. Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei binnen 14 Tagen EUR 3.000 samt 4 % Zinsen ab 03.05.2019 zu zahlen.
  5. Es wird zwischen der klagenden Partei und der beklagten Partei festgestellt, dass die beklagte Partei der klagenden Partei für sämtliche zukünftige Schäden, die sich aus der Behauptung und/oder Verbreitung der Äußerungen laut Punkt 1. des Klagebegehrens ergeben, haftet.
  6. Die beklagte Partei ist weiters schuldig, binnen 14 Tagen bei sonstiger Exekution der klagenden Partei die Verfahrenskosten von € 3.822,62 gemäß § 19a RAO zu Handen des Klagevertreters zu ersetzen.“

Der Realitätsverweigerer Ede Buser hat beratungsresistent gegen das Versäumungsurteil Widerspruch erhoben und nun geht es erneut vor Gericht!

Oberster Gerichtshof verurteilt die „Firmen-Scheinkonstruktionen“ von myWorld/Lyoness/Lyconet!

Seit jeher betreibt Lyoness/Lyconet/myWorld eine Art „Hütchenspiel“ mit seinen nationalen und internationalen Firmierungen bei Gerichten und seinen Geschädigten. Der Wiener Rechtsanwalt Dr. Josef Fromhold hat trotz massiver Widerstände ein OGH-Urteil realisieren können, dass dem Firmen-Versteckspiel ein Ende bereitet hat.  OGH Beschluss Zuständigkeit

Der oberste Gerichtshof in Wien hat mit Beschluss (4 Ob 69/19d) vom 28.05.2019 ein entscheidendes Urteil bestätigt und den eingereichten Rekurs von Lyoness zurückgewiesen. Die seit Jahren von Lyoness genutzten Firmen-Scheinkonstruktionen sind nun als solche erstmals rechtlich gewürdigt worden.

Die Lyoness Europe AG mit formellen Sitz in der Schweiz bediente sich einer ausgeklügelten Firmenkonstruktion, um die Durchsetzung der Rechte der geschädigten Mitglieder zu sabotieren. Mit einem „Hin und Her“ von internationalen und nationalen Unzuständigkeiten jonglierte das Schneeballsystem Lyoness bisher recht geschickt, nämlich:

Alle Mitglieder in Europa hatten die Lyoness Europe AG zum Vertragspartner. Nur ausgerechnet die Schweizer Mitglieder haben nicht – wie eigentlich naheliegend – die Lyoness Europe AG mit Sitz in der Schweiz als Vertragspartner, sondern deren Tochtergesellschaft Lyoness Management GmbH mit Sitz in Österreich.

Paradoxer Weise betrieb somit die internationale Einkaufsgemeinschaft für alle Mitglieder Europas die Lyoness Europe AG in der Schweiz und ein anderes Mal – aber nur für die Schweizer – die Lyoness Management GmbH in Österreich. Somit hatte kein Mitglied einen Vertragspartner im eigenen Land. Eine sachliche Rechtfertigung hierfür besteht nicht. Die Lyoness Europe AG ist nur vorgeschoben, denn sie entfaltet keine Geschäftstätigkeit in der Schweiz und verfügt dort nur über eine Briefkastenadresse. Die Geschäfte werden alle von Österreich aus abgewickelt. Sämtliche für die organisatorischen Belange zuständigen Gesellschaften im Lyoness Konzern haben ihren Sitz in Österreich. Das operative Geschäft wird in Graz betrieben, wo auch die Rechtsabteilung des Konzerns untergebracht ist. Die Entwicklungs-, Verbreitungs- und Förderungshandlungen werden von Österreich aus gesteuert, wie bereits von der WKStA im Strafverfahren gegen die Lyoness Europe AG festgestellt wurde.

Das Mitglied hatte zwar als Registrierungs- und Kontaktstelle eine gleichlautende Gesellschaft im Heimatland (Lyoness Austria GmbH, Lyoness Deutschland GmbH etc.), kontrahierte aber unbewusst mit einer Firma im Ausland. Die Lyoness Europe AG erweckte somit den unrichtigen Anschein eines inländischen Vertragspartners.

Bis vor kurzem waren diese Landesgesellschaften noch Tochtergesellschaften der Lyoness Europe AG. Als aber die ersten Klagen in Österreich eingebracht wurden und die Kläger die Zuständigkeit der Klage in Österreich gegen die Firma in der Schweiz damit begründeten, dass die österreichische Landesgesellschaft als Tochergesellschaft ja für die Lyoness Europe AG auftritt, wurde die Lyoness Austria GmbH in mWA myWorld Austria GmbH umgetauft.

Weiters wurden die Anteile an der Lyoness Austria GmbH an eine kurz zuvor gegründete myWorld International Limited mit Sitz in London übertragen. Das Stammkapital der Limited beträgt lächerliche 100 Pfund und erzielt diese Gesellschaft gar keine Einnahmen.

Lyoness behauptete nun, dass die Lyoness Austria GmbH mit ihr mehr nichts zu tun habe.

Diese Behauptung ist aber eindeutig widerlegt: Als „person with significant control“ (mindestens 75% der Anteile, mindestens 75% der Stimmrechte und das Recht, die Mehrheit der Organe zu ernennen und abzuberufen) der Limited war Hubert Freidl ausgewiesen.

Als auch dies durchschaubar war, wurde am 21.01.2018 statt Hubert Freidl die myWorld Holdings Limited als „person with significant control“ eingetragen.

Doch auch die myWorld Holdings Limited mit derselben Anschrift 3rd Floor 40 Bank Street London E14 5NR und einem Stammkapital von nur 100 Pfund ist im Eigentum von Freidl: Gesellschafter sind Hubert Freidl mit 90% und Marko Sedovnik mit 10%. Als „person with significant control“ ist wiederum Hubert Freidl ausgewiesen.

Jedenfalls haben auch die Gerichte dieses Versteckspiel durchschaut und hat das LG Graz am 21.08.2018 AZ 257 C 841/17y entschieden, dass die Lyoness Austria GmbH untypischerweise nicht (nur) für sich selbst, sondern hauptsächlich für die Muttergesellschaft Lyoness Europe AG gehandelt und in ihren Geschäften unter Aufsicht und Leitung der Muttergesellschaft gestanden hat. Die Lyoness Europe AG hat sich in ihren geschäftlichen Beziehungen zu den Mitgliedern so dargestellt, dass ihre Tochter ihrer vollen Kontrolle unterliegt und dass sie sich über ihre Tochter – die von ihr beauftragte Servicegesellschaft, die auch in den AGB der Beklagten genannt wird – am inländischen Rechtsverkehr beteiligt.

Die Verträge und Bestellungen inländischer Mitglieder sind über die Tochtergesellschaft abgewickelt worden. Die Lyoness Europe AG hat gegenüber der Klägerin und Dritten zumindest den Rechtsschein erweckt, dass die Tochtergesellschaft in ihrem Namen verhandeln und Geschäfte abschließen darf. Der Klägerin kommt das Recht zu, rechtsgeschäftlichen Verkehr mit der Lyoness Europe AG ausschließlich über ihre Tochter als zuständige Landesgesellschaft zu führen, die auch eine inländische Bankverbindung hat und diese in Geschäftspapieren anführt. Die konkrete Rechtskonstruktion und das Verhältnis zwischen der Lyoness Europe AG und ihrer Tochter waren für die Klägerin nicht gänzlich durchschaubar, sodass die Kenntnis vom Umstand, dass die Lyoness Europe AG ihren Sitz in der Schweiz hat, nicht schadet.

Die Lyoness Europe AG hat dagegen einen Revisionsrekurs an den OGH eingebracht und ist abgeblitzt.

Der OGH 28.05.2019 4 Ob 69/19d demaskierte die Scheinkonstruktion und führte im Wesentlichen aus, dass die Namensänderung der Lyoness Austria GmbH sowie der Verkauf der Firmenanteile irrelevant sind. Die Lyoness Austria GmbH ist eine Niederlassung der Lyoness Europe AG und ist somit für Klagen gegen die Lyoness Europe AG auch der Ort der Niederlassung zuständig.

Die im Verfahren hervorgekommenen Umstände sind Indizien für die dauerhafte Etablierung der österreichischen Tochtergesellschaft als Mittelpunkt geschäftlicher Tätigkeit der Lyoness Europe AG in Österreich.

Die Konsequenz ist nun, dass die europäischen Geschädigten nicht mehr in der Schweiz klagen müssen, sondern im Heimatland entweder an ihrem Wohnsitz oder am Sitz der Landesgesellschaft ihr Geld einklagen können.

Es besteht aber auch die Möglichkeit die Lyoness Europe AG in Österreich zu klagen, wo diese ja ihren tatsächlichen Sitz hat, die formelle Anschrift in Buchs in der Schweiz ist nur ein Scheinsitz. In Österreich ist der Pfad der Klagen gegen Lyoness schon ausgetreten, es gibt Hunderte Urteile, die Lyoness zur Rückzahlung verpflichten, und zwar aus mehreren Gründen, vor allem wegen Betreibung eines unzulässigen Schneeballsystems.

REWE & PENNY dementieren ein Partnerschaft/Kooperation mit myWorld/Lyoness/Lyconet!

Die REWE Group ist eine international tätige Unternehmensgruppe mit Sitz in Köln. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1927 zurück. Zu den Vertriebslinien gehören beispielsweise BILLA, PENNY, REWE und TOOM sowie DER Touristik Deutschland und ITS Reisen. Der Umsatz der gesamten Rewe Group belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 54,14 Milliarden Euro

Derart prestigeträchtige und renommierte Unternehmen als sogenannte Geschäfts- oder Kooperationspartner bei Lyoness (Cashback World) gelistet zu sehen, lassen Zweifel an einer tatsächlichen geschäftlichen Partnerschaft aufkommen.

Man denke nur an die „Mastercard-Täuschung“ die im Juli 2016 aufgeflogen ist, wo ein ominöser Kreditkartenanbieter von MASTERCARD abgemahnt wurde und Lyoness sich als unwissendes Opfer darstellte. Tatsächlich aber hat Lyoness über ehemalige Mitarbeiter zuvor in Gibraltar eben diesen Kreditkartenanbieter selbst gründete.

Es gibt sicherlich Klein- und Kleinstunternehmen die tatsächlich in einer direkten hoffnungs- und erwartungsvollen Partnerschaft mit Lyoness stehen. Die „REWE Group“ jedoch hat und wünscht nicht mit Lyoness/Cashback World in Verbindung gebracht zu werden, geschweige denn auf deren Website gelistet zu sein.

Dennoch wurde REWE Anfang Juni 2019 beim Elite-Seminar in der Veltins-Arena/Gelsenkirchen als NEUER eVoucher Partner vollmundig angekündigt und auf Facebook wurden Lobeshymnen hierzu angestimmt. Alles Unsinn!!!

Auf Anfrage bei der REWE Group-Zentrale in Köln, teilten die Kommunikations- und Presseabteilungen sowohl von REWE und PENNY schriftlich (Mail liegt vor) mit:

Sehr geehrter Herr Ecker,

besten Dank für Ihre Anfrage, auf die wir gerne wie folgt Stellung nehmen:

REWE unterhält zu den von Ihnen genannten Unternehmen weder eine geschäftliche Beziehung noch Kooperation geschweige denn eine Partnerschaft. Insofern behalten wir uns ausdrücklich weitere Schritte gegen die in Rede stehenden Unternehmen vor.

Mit freundlichen Grüßen

REWE Markt GmbH, Verwaltung National
Leiter Unternehmenskommunikation

Ein PENNY-Pressesprecher fasste sich kurz und knapp:

„Sehr geehrter Herr Ecker,

kurz und knapp: PENNY hat das Vertriebspartner-basierte Geschäftsmodell mit Lyoness beendet.

Mit freundlichen Grüßen
PENNY-Pressesprecher“

PENNY wurde bereits von der Cashback-World-Site genommen, wie lange REWE noch dort zu finden sein wird bleibt abzuwarten.

Es darf durchaus darüber gemutmaßt werden, wie verschiedene Affiliate-Partner bei der Lyoness-Geschäftsführung in „Lohn und Brot“ stehen. Auch verdeutlichen diese fortlaufenden Dementis von namhaften Unternehmen sehr deutlich, wie unbedeutend und gering die Shoppingumsätze bei Lyoness (Cashback World) sein müssen. Existierten diese enormen Shoppingumsätze bei Cashback World tatsächlich, wie behauptet, wären große und umsatzstarke Unternehmen/Konzerne sicher auch bereit, sich bei Lyoness (Cashback World) listen zu lassen.

Lyconet: Mein Insta-Profil, meine Yacht, meine Schulden! (english version herinafter)

Bei der „WirtschaftsWoche“ handelt es sich wohl um eine der traditionsreichsten Ökonomie-Zeitschriften im deutschsprachigen Raum und zeichnet sich durch eine sehr hohe Fachkompetenz und großen Einfluss auf die Meinungsbildung aus. Am 14.06.2019 wurde folgender Artikel veröffentlicht:

Mein Insta-Profil, meine Yacht, meine Schulden! Ausgerechnet in sozialen Netzwerken funktioniert die älteste Masche der Welt besonders gut: das Schneeballsystem. Wie Kriminelle die digitalen Biotope der Eitelkeit und Selbstinszenierung ausnutzen.

Den Mann, der mir das Geschäft meines Lebens verspricht, treffe ich bei Instagram. Mitte 30 ist er, trägt Unterlippenbärtchen und leichtes Doppelkinn. Mit seiner Hilfe könne ich reich werden, ohne zu arbeiten. Sagt er. 30 000 im Monat seien locker drin.

Er selbst werde in vier Jahren, wenn er 40 ist, so vermögend sein, dass er sich zur Ruhe setzen kann. Bislang arbeitet der Mann, der hier Hannes Krause heißen soll, noch als Lkw-Fahrer. Alles begann mit einem Kommentar von Krause unter einem meiner Fotos auf Instagram: „Hey, cooles Bild. Lass uns mal connecten!“ Über einen Link in seiner Instagram-Bio kann ich einen WhatsApp-Chat mit Krause beginnen. Meine Nachricht hat er schon vorformuliert. Ich muss sie nur noch absenden.

Am nächsten Morgen meldet sich Krause: „Hey, wir bieten ein Stammkundenbindungsprogramm an und verdienen beim täglichen Einkauf weltweit mit.“ Große Unternehmen seien dabei: Walmart, Red Bull, der Fußballclub AS Roma, die Motorrad-Weltmeisterschaft MotoGP. Und viele, viele mehr.

Dies ist die Geschichte einer groß angelegten Abzocke. Das Geschäft, das Krause mir vorschlägt, als ich gerade gelangweilt durch meinen Instagram-Feed scrolle und auf den Zug warte, ist ein Deal, der nur wenigen Geld bringt. Erst einmal geht es darum, Geld zu bezahlen – und weitere Leute anzuwerben, die weiteres Geld bezahlen. Wer in der Hierarchie unten steht, zahlt ein. Wer oben steht, kassiert.

Die Firma, für die Krause arbeitet, hat das uralte Schneeballsystem für Instagram neu aufgelegt. Das jüngste und hippste aller sozialen Netzwerke. Mit 15 Millionen Mitgliedern allein in Deutschland. Die meisten von ihnen: Jugendliche.

Zielgruppe: jung und naiv

Krause und seine Kollegen wenden sich gezielt an unerfahrene und leichtgläubig wirkende Menschen. Sie versprechen ihnen ein Geschäft, durch das sie schnell reich werden und all ihre Wünsche erfüllen könnten. Sie bedienen Sehnsüchte, die durch all die blinkenden Fotos in sozialen Netzwerken erst genährt werden. In Wahrheit geht es darum, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Scheingeschäft für die Instagram-Scheinwelt.

Auch ich passe perfekt ins Beuteschema: Auf Instagram gebe ich mich erfolgreich. Meine Markenzeichen: weißes Hemd, Rolex und Gelfrisur. Ich beschließe, Krauses Angebot anzunehmen. Wir verabreden uns für ein Telefonat. „Hallo? Hallo? Warte kurz …“ Krause sitzt im Lkw und hat Probleme mit der Freisprechanlage. Sobald die Verbindung steht, kommt er schnell zur Sache: Das „Super-Geschäft“ sei sein Nebenjob. Krause ist selbstständiger Vertriebspartner von Lyconet. Die Firma, die unter diversen Namen in Erscheinung tritt, habe die größte Einkaufsgemeinschaft der Welt aufgebaut, will Krause mir weismachen. Mit elf Millionen registrierten Kunden, 130 000 Partnerunternehmen, in 47 Ländern.

Für Lyconet vertreibt Krause Bonuskarten, mit denen man beim Einkaufen Geld sparen soll. Sogenannte Cashback-Karten. Der Unterschied zur in Deutschland bekannten Payback-Karte, die man bei jeder großen Handelskette vorzeigen kann: Man bekomme beim Einkaufen sofort sein Geld zurück. Ein bis zwei Prozent des Betrags, so erzählt es Krause.

Nur vom Sparen wird doch über Nacht niemand reich, sage ich. Da legt Krause seinen Köder: Ich soll sein neuer Kollege werden. Selbstständiger Vertriebspartner des Unternehmens Lyconet, so wie er. Oder „Marketer“, wie es intern heiße. Nur die Marketer seien die, die richtig Geld machen.

Ich würde an Leuten mitverdienen, denen ich eine Karte gebe und die damit einkaufen gehen. An neuen Unternehmen, die ich anwerbe. Und an neuen Vertriebspartnern, die ich mit ins Boot hole. Wie viel ich verdiene, wird in „Shopping Points“ gemessen, die immer dann entstehen, wenn jemand die Karte im Laden vorzeigt. Wie bei einem Videospiel: Je mehr Punkte ich sammle, desto schneller erreiche ich ein neues Karrierelevel. Hannes erzählt mir, dass er selbst auf Level 3 sei. Verdienst: 200 Euro im Monat. In Level 8 komme man auf bis zu 150 000 Euro im Monat. Nur dadurch, dass andere Leute einkaufen gehen.

Der Haken: Um Geld zu verdienen, muss ich erst mal Geld reinstecken. 299 Euro für die Software, mit der ich Kunden, Unternehmen und neue Marketer registrieren kann. Und 2000 Euro für das Starter-Paket. An einem Stichtag bekomme man das Geld zurück und zusätzlich eine monatliche Umsatzbeteiligung.

Krause gibt sich viel Mühe, meine Bedenken zu zerstreuen. Man müsse die Startgebühr in Relation setzen: Als Marketer bei Lyconet sei man ja quasi ein Franchise-Nehmer. „Ein Franchise kostet normalerweise eine Million Euro. Die Lizenz von McDonald’s zum Beispiel.“ Tatsächlich liegen die Kosten bei 844 000 Euro. Wenn mir das Punkte-Sammeln zu lange dauere, sagt Krause, könne ich auch einfach für je 1000 Euro Anteile an einem Konto kaufen, auf dem alle Einnahmen von allen Cashback-Partnershops gesammelt werden. Obi, Douglas, MediaMarkt, Fressnapf, McDonald’s, sogar der Formel 1. So verdiene ich monatlich bis zu 2500 Euro. Sagt Krause. Nach dem Telefonat schickt er mir einen persönlichen Registrierungslink, damit das System weiß, dass er mich angeworben hat. Und er sendet mir noch ein Video. Das soll ich in meinem Freundeskreis rumschicken.

Geblendet von schicken Klamotten. Im Video wird die Rabattkarte als bahnbrechende Idee angepriesen: Deren Erfinder, Hubert Freidl, sei klüger als Mark Zuckerberg. Der Gründer von Facebook vernetze nur Menschen miteinander. Freidl aber habe erkannt: Nicht alle Menschen wollen kommunizieren, aber alle müssen konsumieren. „Wenn du zwei Wochen nichts isst und nichts trinkst“, heißt es im Video, „dann hast du ein Problem. Dann bist du nämlich tot.“ Deshalb sei Freidls Einnahmequelle quasi unerschöpflich.

Die Realität sieht anders aus: In Deutschland machen kaum Händler mit. Schon gar keine großen Ketten. Sondern: Friseurläden, Nagelstudios, Wirtshäuser. „Alle, die wirtschaftlich schlecht dastehen und die Möglichkeit, mit der Rabattkarte neue Kunden zu gewinnen, als letzte Rettung ansehen“, erläutert ein Aussteiger aus der Lyconet-Chefetage, der anonym bleiben möchte.

Die Cashback-Karte wiederum diene Lyconet nur als Tarnung, sagt er, wie das Geschäft mit Olivenöl dem Mafia-Clan Corleone im Gangsterfilm „Der Pate“. Geld mache die Firma, indem die selbstständigen Verkäufer hohe Startgebühren zahlen – oder viel in vermeintliche Investitionsmöglichkeiten stecken.

So wie Anna, die ihren echten Namen nicht nennen will. Auch sie wurde auf Instagram angeworben. Die 24-Jährige hat im Internet nach einer Bank gesucht, die ihr einen Kredit über 11 000 Euro gibt und sich davon Anteile gekauft. Nach Lyconet hatte sie zuvor nicht einmal gegoogelt. Sie macht bei der Bundeswehr eine Ausbildung.

Anfang Februar hat sie ihren Marketer zum ersten Mal getroffen, in einem Café in ihrer Heimatstadt Bayreuth. Er war erst 19. Aber in seinen schicken Klamotten habe er auf sie den Eindruck gemacht, als habe er schon wirklich was erreicht im Leben. Anna ist sofort eingestiegen. Dass mit dem Geschäft etwas nicht stimmte, ahnte sie erst, als ein Aussteiger sie warnte.

Sie stellte ihren Anwerber zur Rede. Seine Antwort: Nur Mitarbeiter, die 100 Prozent hinter ihrer Arbeit stehen, würden es in dem Job zu etwas bringen. „Dabei bin ich jedes Wochenende 400 Kilometer mit dem Auto von Hannover nach Bayreuth gefahren, nur um an den Businessschulungen unserer Gruppe teilzunehmen“, erzählt sie. „Durch die Seminare und die Videos dazu fühle ich mich innerlich gestärkt, bis heute.“ Trotz der vielen Schulden.

Anna suchte Hilfe beim Wiener Rechtsanwalt Josef Fromhold. Für mehr als 1000 Geschädigte hat er Geld zurückgefordert. Vor allem Jugendliche unter 25 Jahren waren dabei. Manche hätten bis zu 25 000 Euro investiert. „Ich hatte schon Mandanten, die ihre Eltern beklaut haben. Nur um in das System Lyconet einzahlen zu können“, erzählt der Anwalt.

Fast alle steigen bei Lyconet ein, ohne die Geschäftsbedingungen zu lesen. Ein fataler Fehler. Denn dort steht, dass alles, was in Nebenabreden versprochen wird, ungültig ist. Also auch die verheißungsvollen Versprechen in den Chats mit den Marketern. „Wenn die Firma selbst an jemanden herantritt, dann ist das unzulässige Werbung. Aber wenn eine Privatperson etwas empfiehlt, dann ist das nicht verboten“, sagt Fromhold. Die sozialen Netzwerke machen für Lyconet vieles leichter. „Früher haben die Versammlungen in Seminarräumen von Hotels abgehalten“, erinnert sich der Anwalt, „und den Leuten gesagt, sie sollen noch ein paar Freunde mitbringen.“

Wie viele Leute in Deutschland auf Lyconet hereingefallen sind, lässt sich nur schätzen. Etwa anhand der Anfragen, die der Blogger Ben Ecker bisher bekommen hat: 4000 sind es, seit er seine Webseite für Lyconet-Betrogene vor vier Jahren gestartet hat. Für viele Opfer ist er die erste Anlaufstelle.

Krause ruft mich zurück. Er will wissen, ob ich an Bord bin. Ich zögere. Er versucht, Vertrauen aufzubauen: Er erzählt, dass er verheiratet sei und zwei junge Töchter habe. Er war unzufrieden. Wollte sein altes Leben hinter sich lassen. Reich werden. „Ich habe mein Auto verkauft“, erzählt er. Das Geld habe er sofort in noch mehr Anteile von Lyconet gesteckt. Für 12 000 Euro. Krause kündigte seinen Job als Leiter eines Fuhrparks. Voller Fokus auf Lyconet. Jetzt ist er Lkw-Fahrer. Ein Job, der ihn über die Runden bringen soll, solange er noch nicht reich ist.

Undurchsichtiges Firmengeflecht. Wie viel Geld er mit Lyconet schon verdient? „Na ja, noch nicht viel.“ Krause hat einen Vertrag unterschrieben, in dem steht, dass man erst vier Jahre nach Vertragsunterzeichnung Geld sieht. Und er sei ja erst vor 20 Monaten eingestiegen.

2003 wurde die Firma als Lyoness International AG mit Sitz im österreichischen Graz gegründet. Nach den ersten Klagen hat INNOVATION sie 2014 die Vertriebsschiene ausgelagert – und Lyconet getauft. Im vergangenen Jahr hat sich das Mutterunternehmen in myWorld umbenannt. Die Firmenzentrale zog nach London um. Das Geschäftsmodell aber blieb. Mittlerweile ist die Firma zu einem undurchsichtigen Geflecht aus Tochterfirmen und Landesgesellschaften gewachsen. Alle Lyconet-Marketer aus EU-Ländern schließen ihren Vertrag nicht etwa mit der Wiener Lyconet International AG ab, sondern mit der Lyoness Europe AG, die in der Schweiz sitzt. In den AGBs heißt es dazu, die Schweizer Lyoness Europe AG betreibe unter dem Begriff „Lyconet“ lediglich ein Marketingprogramm. Das macht es für europäische Gerichte schwer, gegen Lyconet vorzugehen.

Immerhin, in Österreich urteilte der Oberste Gerichtshof im Mai 2017, dass die AGBs intransparent und bewusst irreführend sind. Lyconet wurde als illegales Schneeballsystem eingestuft. Ebenso wie in Norwegen und in der Schweiz. Und in Italien hat die Wettbewerbs- und Marktaufsichtbehörde das Unternehmen zu einer Strafe von 3,2 Millionen Euro verurteilt.

Lyconet weist auf Anfrage jegliche unlautere Absicht von sich: Die Marketer, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme, seien „selbstständige Unternehmer“, denen es frei stehe, „über welche Kanäle sie den Aufbau ihres Netzwerks vorantreiben möchten“. Ein „von Lyconet erstellter Code of Ethics“ verpflichte sie dazu, keine unrealistischen Gewinnprophezeiungen zu machen. Davon, dass Marketer in sozialen Netzwerken falsche Gewinnversprechungen machen, habe Lyconet „keinerlei Kenntnis“.

Auch den Vorwurf, mit falschen Partnershops zu werben, weist das Unternehmen zurück. Trotzdem wird auf der Webseite etwa mit dem Logo der Fast-Food-Kette McDonald’s geworben. Eine Sprecherin des FastFood-Konzern teilt dazu mit: „McDonald’s Deutschland ist kein Kooperationspartner von Lyconet.“ Ähnlich äußern sich die Parfümeriekette Douglas oder die Tiernahrungskette Fressnapf, mit deren Firmenlogo Lyconet in der Vergangenheit ebenfalls warb.

Ein Privatjet als Belohnung

Ein Samstag, Anfang Mai, in Bambergs Brose Arena. Dort, wo normalerweise das Basketball-Team Körbe wirft, findet an diesem Nachmittag ein Event von Lyconet statt. Auch Gründer Hubert Freidl soll kommen. Das will ich mir nicht entgehen lassen. Ein Ticket kostet 70 Euro.

2000 junge Menschen drängen in die Arena. Von der Decke hängen Monitore, auf denen schließlich das Gesicht von Freidl in Großaufnahme erscheint, während er durch die Zuschauerreihen schreitet. Als er im dunklen Anzug auf der Bühne steht, spiegeln seine Glatze und die spitzen Lackschuhe das Scheinwerferlicht. Freidl spart nicht an Superlativen: Lyconet werde das neue Amazon. Er brüllt in die Menge: „Vorbei die Zeiten, in denen der Umsatz für unsere Einkäufe in die USA oder nach China wanderte!“ Schon bald werde es einen gemeinsamen Onlineshop für alle Lyconet-Partnerunternehmen geben. „Und dann machen die Marketer das Geld!“

Die Menschen neben mir hält es nicht mehr auf den Sitzen. Sie jubeln. Rechts von mir: Hannes Krause. Er raunt mir zu: In ganz Europa werden schon riesengroße Lagerhallen gebaut für den neuen Onlineshop.

Doch Freidl hat noch mehr mitgebracht: Er kündigt einen „Elite-Club“ an – als Belohnung für die Marketer. Ab sofort werde es „in jeder großen Stadt“ Privatclubs geben. Dort stünden dann Luxuswagen zur Verfügung. Außerdem dürften die Marketer firmeneigene Helikopter, Privatjets und Yachten benutzen. Krause jubelt. Am Anfang dachte ich, dass sich Krause kalkuliert seine Opfer sucht. Doch er ist selbst ein Opfer. Zurück aus Bamberg, beschließe ich, ihm die Wahrheit zu sagen. Er war schneller: Leute wie mich, so hat er mir via Facebook geschrieben, könne er in seinem Team nicht gebrauchen. Ich sei kein Macher. „Du hast es noch nicht einmal geschafft, dich kostenlos als Kunde für die Cashback-Karte zu registrieren.“ Es ist seine letzte Botschaft.

Anmerkung zum Artikel: Fakt ist, Lyoness ist in Norwegen verboten, in Österreich und der Schweiz rechtskräftig als Schneeballsystem verurteilt. Die Geldstrafe in Höhe von 3,2 Mio. der italienischen Behörden sind als Warnschuss zu verstehen, dass Verfahren selbst ist noch nicht beendet. Unabhängig von der Geldstrafe hat Lyoness diverse Auflagen erhalten, die das Unternehmen kaum erfüllen kann ohne dabei die Haupteinnahmequelle, nämlich das Werben von neuen Mitgliedern aufzugeben.

 

Lyconet! My Insta profile, my yacht, my debts!

The “WirtschaftsWoche” from Germany is probably one of the most traditional economics journals far and wide. It is characterized by a very high professional competence and great influence on the formation of opinion. The following article was published on June 14, 2019:

My Insta profile, my yacht, my debts! Ironically in social networks the oldest trick works especially well: the “snowball system”. How criminals are abusing digital biotopes of vanity and self-staging.

I am meeting the man who promises the deal of my life to me on Instagram. He is in his mid-thirties, has got a little chin beard and a slight double chin. With his help I could become rich without working. That’s what he says. 30,000 per month can easily be made.

In four years, at the age of forty, he would be wealthy enough to retire. For now, the man, who shall be called Hannes Krause here, is working as a truck driver. It all started with a comment below one of my pictures on Instagram: “Hey, nice picture. Let’s connect!” Via a link in his Instagram bio I can start a chat on WhatsApp with Krause. He has already prepared my message. All I have to do is to send it. The next morning, Krause sends a message: “Hey, we are offering a program for customer loyalty and are making money with daily worldwide purchases.” Large enterprises were taking part: Walmart, Red Bull, the soccer club AS Roma, the Moto GP motorcycle Championship. And many, many more.

This is the story of a large-scale rip-off. The deal, Krause proposes to me while I am scrolling through my Instagram feed quite bored waiting for the train, is a deal that only brings money to a few. First, it is about paying money – and about recruiting further people who pay further money. Whoever is at the foot of the hierarchy is paying in. Whoever is at the top, collects the money. The company Kraus is working for has reloaded the very old snowball system for Instagram. The youngest and hippest of all social networks. With 15 million members only in Germany. The most of them: young people.

Target group: young and naïve

Krause and his colleagues are currently addressing unexperienced and gullible seeming people. The promise a deal to them through which they could quickly become rich and could be able to fulfil all their wishes. They are referring to desires that have been nourished by all the shiny pictures in social networks. In truth, this is about taking money out of their pockets. An illusory business for the illusory wold of Instagram.

I, too, am fitting perfectly into their scheme: On Instagram I am acting successful. My trademarks: white shirt, Rolex and gluey hair. I decide to accept Krause’s offer. We arrange a phone conversation. “Hello? Hello? Wait a second…” Krause is sitting in his truck and has problems with the hands-free kit. As soon as the connection is established he comes to the point quickly: The “super business” is his side job. Krause is an independent distributor of Lyconet. The company, that is present with various names, had built the biggest purchasing community in the world, Krause wants to make me believe. With eleven million registered customers, 130,000 partner companies in 47 countries.

For Lyconet, Krause distributes bonus cards through which one shall save money on purchases. So-called Cashback cards. The difference to the payback card known in Germany which one can use at every large chain: You get your money back, immediately when purchasing. One to two percent of the sum, Krause tells me. Only by saving, nobody becomes rich overnight, I say. This is, when Krause places his lure: I should become his new colleague. An independent distributor of the company Lyconet, just like him. Or “marketer”, as they call it internally. Only marketers are the ones who are making some real profit.

I would make money with passing my card on to other people who are using it for their purchases. With recruiting new companies. And with new distribution partners that I am recruiting. How much money I am making is measured in “Shopping Points” that are emerging every time somebody uses my card at a shop. Just like playing a video game: The more points I collect, the faster I will reach a new level of career.

Hannes tells me that he would be on level 3. Earnings: 200 EUR per month. At level 8, one would earn up to 150,000 EUR per month. Simply by other people that go shopping.

The snag: To make money, I first have to invest money. 299 EUR for the software with which I can register customers, companies and new marketers. And 2000 EUR for the Starter Package. On a reference day, I will get the money back and will additionally get a monthly participation in sales.

Krause takes great care to dispel my concerns. One had to put the start fee in a context: As a marketer of Lyconet, one is more or less a franchisee. “Normally, a franchise costs one million Euro. The license of McDonald’s for instance.” Actually, the costs are at 844,000 Euro. If collecting points may take too long for me, I could also buy shares in an account recording all revenues from all cashback partner shops for 1,000 EUR each. Obi, Douglas, MediaMarkt, Fressnapf, McDonald’s, even Formula 1. In this way, I will earn up to 2,500 EUR per month. Krause says. After the phone call, he sends me a personal link for the registration so that the system knows that he was the one who recruited me. And he further sends me a video. I should send it to my friends.

Blinded by stylish clothes. In the video, the discount card is advertised as a groundbreaking idea: Its inventors, Hubert Freidl, is said to be smarter than Mark Zuckerberg. The founder of Facebook is only networking people. But Freidl had concluded: Not all people want to communicate, but all of them have to consume. “If you don’t eat and drink for two weeks”, the video says, “you are in trouble. Because you are dead.” That’s why Freidl’s source of revenue is quasi inexhaustible.

The reality looks somewhat different: In Germany, hardly any retailers are taking part. Certainly, no large chains. But: barbershops, nail spas, pubs. “Everyone who is in a bad economical position and considers the possibility for acquiring new customers via the discount card the last chance”, says a person who opted out of the Lyconet management and wants to remain anonymous.

The Cashback card on the other hand, was only a camouflage, he says, just like the mafia clan Corleone’s trade of olive oil in the gangster movie “The Godfather”. The company was making money with high starting fees, the independent distributors are paying – or are rather putting into an alleged investment opportunity.

Just like Anna, who does not want to give her real name. She too, was recruited on Instagram. The 24-year-old looked online for a bank that would give her a credit of 11,000 EUR and bought shares with this money. Before this, she had not even searched for Lyconet on Google. Currently she is going through an education with the German army.

In the beginning of February, she met her marketer for the first time, in a café in her hometown Bayreuth. He was only 19. But with his stylish clothes, she got the impression that he already had achieved a lot in his life. Anna joined immediately. That something was wrong, she suspected only after a dropout had warned her.

She confronted her recruiter. His answer: Only members, who are one hundred percent behind their work were to get anywhere. “Every weekend, I drove 400 kilometres from Hannover to Bayreuth, just to attending the business trainings of our groups”, she says. “The seminars and videos have been making me feel inwardly strengthened to this day.” Despite the high debts.

Anna asked the Viennese lawyer Josef Fromhold for help. For more than 1000 injured parties, he had claimed back money. Most of them were young people under 25. Some of them had invested up to 25,000 EUR.

“I even had clients who had stolen from their parents. Just for being able to pay into the system of Lyconet,” the lawyer says.

Almost everyone joins Lyconet without reading the terms and conditions. A fatal mistake. Because there, they say, that everything that was promised in collateral agreements, is invalid. So as well the promises in chats with marketers. “If the company itself contacted people, it would be inadmissible advertising. But a private person who recommends something is not forbidden”, Fromhold says. Social networks are making things a lot easier. “Back in the days, they held gatherings in conference rooms of hotels”, the lawyer recalls, “and people were told to bring their friends.”

The number of people who fell for Lyconet in Germany can only be estimated. For example, by considering the number of requests Ben Ecker has received so far: 4,000 since he started his website for Lyconet victims four years ago. For many of them, he is the first point of contact.

Krause calls me back. He wants to know whether I am in. I am hesitating. He tries to build trust: He tells me, that is married and has two young daughters. He was unhappy. Wanted to leave his old life behind. Become rich. “I sold my car”, he tells me. He had spent the money for further shares in Lyconet immediately. Worth 12,000 EUR. Krause quit his job as head of a vehicle fleet. Complete focus on Lyconet. Now he is a truck driver. A Job, that should help him make ends meet until he has not become rich.

Obscure network of companies

How much money did he already make with Lyconet? “Well, not that much.” Krause has signed a contract that says he will only see any money after 4 years after signing the contract. And he had only joined 20 months ago.

In 2003, the company was founded as Lyoness International AG with its headquarters in Graz, Austria. After the first lawsuits, it outsourced its distribution channel in 2014 – and called it Lyconet. Last year, the parent company renamed itself to my-World. The headquarters moved to London. But the business model remained. Meanwhile, the company has grown to an obscure network of subsidiary companies. All Lyconet marketers from EU countries are not concluding their contract with the Viennese Lyconet International AG, but with Lyoness Europe AG located in Switzerland. The terms and conditions state that the swiss Lyoness Europe AG is only operating a marketing program under the name “Lyconet”. This makes it harder for European courts to take actions against Lyconet.

Nevertheless, in May 2017 the Austrian High Court judged, that the terms and conditions are obscure and deliberately misleading. Lyconet was classified as an illegal snowball system. This also happened in Norway and Switzerland. And in Italy, the competition authority gave the company a sentence of 3.2 million euros.

Upon request, Lyconet rejects any dishonest intent: The marketers, a written comment says, are “self-employed entrepreneurs” who are free to choose “the channels for bringing forward the development of their network.” A “Code of Ethics, set up by Lyconet” obligated them to not make unrealistic profit predictions. Lyconet did not have “any knowledge” about marketers making false promises in social networks.

The company also rejects the accusation of advertising with fake partners. Nevertheless, they are advertising with the McDonald’s logo on their website. A speaker of the fast food chain comments: “McDonald’s Germany is not a cooperation partner of Lyconet.” Similar comments are made by the perfumery chain Douglas or the pet food chain Fressnapf, with whose logos also had advertised in the past.

A private jet in reward

A Saturday, beginning of May in Brose Arena, Bamberg. Where normally the basketball team sinks baskets, this afternoon, an event of Lyconet is going to take place. Also founder Hubert Freidl is said to be there. I don’t want to miss this opportunity. A ticket costs 70 EUR.

2000 young people are streaming into the arena. Monitors are hanging from the ceiling and finally Freidl’s face appears in close-up while he strides through the audience rows. As he stands on the stage in his dark suit, his bald head and the pointed patent-leather shoes are reflecting the spotlights. Freidl is not sparing on superlatives: Lyconet would become the new Amazon. He roars into the crowd: “Over are the times in which the revenue for our purchases went to the USA or to China!” Soon there would be a common online shop for all Lyconet partner companies.

“And then the marketers are making the money!”

People next to me can’t stay on their seats anymore. They are cheering. To my right: Hannes Krause. He murmurs to me: All over Europe, huge warehouses are already being built for the new online shop.

But Freidl has brought even more with him: He announces an “Elite-Club” – as a reward for the marketers. From now on there would be private clubs “in every big town”. Luxury cars would be available there. Also, the marketer would be able to use the company’s helicopters, private jets and yachts. Krause is cheering.

Initially, I thought that Krause selects his victims specifically. But he is a victim himself. Back from Bamberg, I decide to tell him the truth. He was faster: There is no use for people like me in his team, he writes me via Facebook. I would not be a doer. “You did not even manage to get registered for the free Cashback card.” It is his last message.

„Lyconet wie eine Sekte“. Betroffen klagt über Lyconet-Erlebnis! (english version herinafter)

Die Zeitung WAZ hat am 18.06.2019 nochmals zu der dubiosen Lyconet-Veranstaltung in der Veltins-Arena mit einem dritten Artikel nachgelegt.

Über 40.000 Personen waren beim Lyconet-Seminar in der Veltins-Arena. Eine Frau spricht über die Erfahrungen, die sie mit der Firma gemacht hat.

Das dubiose „Elite-Seminar“ der Firma Lyconet, das am Pfingstwochenende über 40.000 Menschen aus ganz Europa in die Veltins-Arena lockte, hat für eine Menge Wirbel gesorgt. Denn das Unternehmen, eng verbandelt mit der 2003 gegründeten österreichischen „Lyoness International AG“ mit Sitz in der Schweiz, ist höchst umstritten. Maike Wiemann* hat mit Lyconet äußerst schlechte Erfahrungen gemacht. Sie war Ende 2016 bei einem Einführungsseminar in einer bayerischen Kleinstadt zu Gast.

Lyconet wirkte auf sie wie eine Sekte

„Ich dachte, ich wäre bei einer Sekte gelandet“, schildert die 24-Jährige ihre Eindrücke. Sie sei einer Freundin zuliebe mitgekommen, die ihr von dem System Lyconet vorgeschwärmt hatte. Rund 50 Interessierte seien zu Gast gewesen, die Veranstaltung leitete Andreas Matuska. In den sozialen Netzwerken stellt sich Matuska als äußerst erfolgreicher „Entrepreneur“ – also Unternehmer – dar, lädt regelmäßig Bilder von teuren Autos und coolen Uhren hoch. Matuska sprach vor zwei Wochen auch bei der Veranstaltung in der Veltins-Arena zum Publikum.

Gezielt werden junge Leute angeworben

„Sie werben gezielt junge Leute auf einer total freundschaftlichen Basis an und versprechen ihnen viel Geld zu verdienen, ohne wirklich arbeiten zu müssen“, sagt Maike Wiemann. Die Interessenten sollen so genannte „Marketers“ werden, selbstständige Vertriebspartner von Lyconet. Als „Marketer“ solle man sich dann ein Netzwerk aufbauen und neue Interessenten akquirieren – die dann schließlich eine Provision für den „Marketer“ abwerfen.

„Um daran mitzuverdienen, müssen aber erst Aktienpakete gekauft werden. Die kosten rund 2400 Euro“, sagt Wiemann. Sie habe Leute kennengelernt, die gleich mehrere Pakete gekauft und Kredite in Höhe von 10.000 Euro aufgenommen haben.

Verboten in Norwegen

In Norwegen ist das schwer nachvollziehbare Firmenkonstrukt um Lyconet und Co. bereits verboten, da es ein „illegales Pyramidenspiel“ sei, in Italien wurde deshalb eine Strafe in Höhe von 3,2 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt. In der Schweiz und Österreich haben mehrere Gerichte das Firmengeflecht als Schneeballsystem klassifiziert. Kritische Nachfragen seien auf dem Einführungsseminar aber einfach abgewunken worden. „Sie wurden ins Lächerliche gezogen und als Fake News dargestellt“, so Wiemann.

Für die Studentin war schnell klar, dass es sich bei Lyconet um ein „abgekartetes Spiel“ handele. Die Firma habe auf dem Seminar unter anderem damit geworben, dass der FC Bayern München zu ihren Partnern gehöre. „Als ich dort angerufen habe, wusste da niemand etwas von“, fährt Wiemann fort.

Kein Kontakt mehr zu ihrer Freundin

Viele andere junge Menschen würden auf das System aber hereinfallen. So wie Wiemanns Freundin. „Sie war weiter Feuer und Flamme und hat mir immer wieder Einladungen zu Veranstaltungen geschickt. Ich habe häufig mit ihr darüber diskutiert, doch sie wollte nichts davon wissen.“ Der Kontakt sei inzwischen komplett eingebrochen. „Ich musste einfach irgendwann einen Cut machen.“

*der Name wurde von der Redaktion geändert 0,i.ad

„Lyconet a sect“. Affected woman complains about Lyconet experience!

On June, 18, the newspaper “WAZ” has relased a third article concerning the dubious Lyconet event at Veltins Arena.

Gelsenkirchen, Germany. More than 40,000 people joined the Lyconet seminar at Veltins Arena. A Woman speaks about her experiences with the company.

The dubious “elite seminar” of Lyconet which had lured over 40,000 people from all over Europe into Veltins Arena, caused a lot of fuss.

The company closely linked to “Lyoness International AG”, which was founded in 2003 with its headquarters in Switzerland, is highly controversial. Maike Wiemann* has had very bad experiences with Lyconet. At the end of 2016, she attended an introductory seminar in a small Bavarian town.

Lyconet appeared like a cult to her

“I thought I had gotten into a cult”, the 24-year-old describes her impressions. She had gone there for the sake of a friend who had been enthusing over the system of Lyconet. About 50 interested people had joined the event directed by Andreas Matuska. In social networks, Matuska presents himself as a very successful entrepreneur and uploads pictures of expensive cars and stylish watches on a regular base. Two weeks ago, Matuska also spoke to the audience of the event at Veltins Arena.

Young people are recruited intentionally

“On a friendly basis they recruit young people quite intentionally and promise them that they will make a lot of money without really working for it”, Maike Wiemann says. Interested people should become so called “marketers”, independent distribution partners of Lyconet. As “marketers”, they should build up a network and recruit new prospective members – who will then yield commissions for the “marketer”.

“In order to earn money by it, you first have to buy share packages. They cost around EUR 2,400”, Wiemann says. She had met people who had raised a credit of EUR 10,000 in order to buy a number of packages.

Prohibited in Norway

In Norway, the elusive company construct of Lyconet and Co. has already been prohibited due to being an “illegal Ponzi scheme”, in Italy, a fine of 3.2 million Euro was imposed to the company for the same reason. In Switzerland and Austria, several courts have classified the company construct as a snowball system. Critical questions were simply declined at the introductory seminar. “They made a joke out of them or depicted them as fake news.”, Wiemann says.

The student soon had realised that Lyconet was a “put-up job”. At the seminar, the company had advertised that FC Bayern Munich was one of their partners. “When I called them, nobody knew anything about that”, Wiemann continues.

No longer contact with her friend

Many other young people were falling for the system. Just like Wiemann’s friend. “She was hooked and sent me invitations to events over and over again. I often discussed about it, but she didn’t want to hear anything.” Meanwhile, the contact to her friend has stopped completely. “Someday, I simply had to make a cut.”

*the name was changed by the editors