Lyconet: Mein Insta-Profil, meine Yacht, meine Schulden! (english version herinafter)

Bei der „WirtschaftsWoche“ handelt es sich wohl um eine der traditionsreichsten Ökonomie-Zeitschriften im deutschsprachigen Raum und zeichnet sich durch eine sehr hohe Fachkompetenz und großen Einfluss auf die Meinungsbildung aus. Am 14.06.2019 wurde folgender Artikel veröffentlicht:

Mein Insta-Profil, meine Yacht, meine Schulden! Ausgerechnet in sozialen Netzwerken funktioniert die älteste Masche der Welt besonders gut: das Schneeballsystem. Wie Kriminelle die digitalen Biotope der Eitelkeit und Selbstinszenierung ausnutzen.

Den Mann, der mir das Geschäft meines Lebens verspricht, treffe ich bei Instagram. Mitte 30 ist er, trägt Unterlippenbärtchen und leichtes Doppelkinn. Mit seiner Hilfe könne ich reich werden, ohne zu arbeiten. Sagt er. 30 000 im Monat seien locker drin.

Er selbst werde in vier Jahren, wenn er 40 ist, so vermögend sein, dass er sich zur Ruhe setzen kann. Bislang arbeitet der Mann, der hier Hannes Krause heißen soll, noch als Lkw-Fahrer. Alles begann mit einem Kommentar von Krause unter einem meiner Fotos auf Instagram: „Hey, cooles Bild. Lass uns mal connecten!“ Über einen Link in seiner Instagram-Bio kann ich einen WhatsApp-Chat mit Krause beginnen. Meine Nachricht hat er schon vorformuliert. Ich muss sie nur noch absenden.

Am nächsten Morgen meldet sich Krause: „Hey, wir bieten ein Stammkundenbindungsprogramm an und verdienen beim täglichen Einkauf weltweit mit.“ Große Unternehmen seien dabei: Walmart, Red Bull, der Fußballclub AS Roma, die Motorrad-Weltmeisterschaft MotoGP. Und viele, viele mehr.

Dies ist die Geschichte einer groß angelegten Abzocke. Das Geschäft, das Krause mir vorschlägt, als ich gerade gelangweilt durch meinen Instagram-Feed scrolle und auf den Zug warte, ist ein Deal, der nur wenigen Geld bringt. Erst einmal geht es darum, Geld zu bezahlen – und weitere Leute anzuwerben, die weiteres Geld bezahlen. Wer in der Hierarchie unten steht, zahlt ein. Wer oben steht, kassiert.

Die Firma, für die Krause arbeitet, hat das uralte Schneeballsystem für Instagram neu aufgelegt. Das jüngste und hippste aller sozialen Netzwerke. Mit 15 Millionen Mitgliedern allein in Deutschland. Die meisten von ihnen: Jugendliche.

Zielgruppe: jung und naiv

Krause und seine Kollegen wenden sich gezielt an unerfahrene und leichtgläubig wirkende Menschen. Sie versprechen ihnen ein Geschäft, durch das sie schnell reich werden und all ihre Wünsche erfüllen könnten. Sie bedienen Sehnsüchte, die durch all die blinkenden Fotos in sozialen Netzwerken erst genährt werden. In Wahrheit geht es darum, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Scheingeschäft für die Instagram-Scheinwelt.

Auch ich passe perfekt ins Beuteschema: Auf Instagram gebe ich mich erfolgreich. Meine Markenzeichen: weißes Hemd, Rolex und Gelfrisur. Ich beschließe, Krauses Angebot anzunehmen. Wir verabreden uns für ein Telefonat. „Hallo? Hallo? Warte kurz …“ Krause sitzt im Lkw und hat Probleme mit der Freisprechanlage. Sobald die Verbindung steht, kommt er schnell zur Sache: Das „Super-Geschäft“ sei sein Nebenjob. Krause ist selbstständiger Vertriebspartner von Lyconet. Die Firma, die unter diversen Namen in Erscheinung tritt, habe die größte Einkaufsgemeinschaft der Welt aufgebaut, will Krause mir weismachen. Mit elf Millionen registrierten Kunden, 130 000 Partnerunternehmen, in 47 Ländern.

Für Lyconet vertreibt Krause Bonuskarten, mit denen man beim Einkaufen Geld sparen soll. Sogenannte Cashback-Karten. Der Unterschied zur in Deutschland bekannten Payback-Karte, die man bei jeder großen Handelskette vorzeigen kann: Man bekomme beim Einkaufen sofort sein Geld zurück. Ein bis zwei Prozent des Betrags, so erzählt es Krause.

Nur vom Sparen wird doch über Nacht niemand reich, sage ich. Da legt Krause seinen Köder: Ich soll sein neuer Kollege werden. Selbstständiger Vertriebspartner des Unternehmens Lyconet, so wie er. Oder „Marketer“, wie es intern heiße. Nur die Marketer seien die, die richtig Geld machen.

Ich würde an Leuten mitverdienen, denen ich eine Karte gebe und die damit einkaufen gehen. An neuen Unternehmen, die ich anwerbe. Und an neuen Vertriebspartnern, die ich mit ins Boot hole. Wie viel ich verdiene, wird in „Shopping Points“ gemessen, die immer dann entstehen, wenn jemand die Karte im Laden vorzeigt. Wie bei einem Videospiel: Je mehr Punkte ich sammle, desto schneller erreiche ich ein neues Karrierelevel. Hannes erzählt mir, dass er selbst auf Level 3 sei. Verdienst: 200 Euro im Monat. In Level 8 komme man auf bis zu 150 000 Euro im Monat. Nur dadurch, dass andere Leute einkaufen gehen.

Der Haken: Um Geld zu verdienen, muss ich erst mal Geld reinstecken. 299 Euro für die Software, mit der ich Kunden, Unternehmen und neue Marketer registrieren kann. Und 2000 Euro für das Starter-Paket. An einem Stichtag bekomme man das Geld zurück und zusätzlich eine monatliche Umsatzbeteiligung.

Krause gibt sich viel Mühe, meine Bedenken zu zerstreuen. Man müsse die Startgebühr in Relation setzen: Als Marketer bei Lyconet sei man ja quasi ein Franchise-Nehmer. „Ein Franchise kostet normalerweise eine Million Euro. Die Lizenz von McDonald’s zum Beispiel.“ Tatsächlich liegen die Kosten bei 844 000 Euro. Wenn mir das Punkte-Sammeln zu lange dauere, sagt Krause, könne ich auch einfach für je 1000 Euro Anteile an einem Konto kaufen, auf dem alle Einnahmen von allen Cashback-Partnershops gesammelt werden. Obi, Douglas, MediaMarkt, Fressnapf, McDonald’s, sogar der Formel 1. So verdiene ich monatlich bis zu 2500 Euro. Sagt Krause. Nach dem Telefonat schickt er mir einen persönlichen Registrierungslink, damit das System weiß, dass er mich angeworben hat. Und er sendet mir noch ein Video. Das soll ich in meinem Freundeskreis rumschicken.

Geblendet von schicken Klamotten. Im Video wird die Rabattkarte als bahnbrechende Idee angepriesen: Deren Erfinder, Hubert Freidl, sei klüger als Mark Zuckerberg. Der Gründer von Facebook vernetze nur Menschen miteinander. Freidl aber habe erkannt: Nicht alle Menschen wollen kommunizieren, aber alle müssen konsumieren. „Wenn du zwei Wochen nichts isst und nichts trinkst“, heißt es im Video, „dann hast du ein Problem. Dann bist du nämlich tot.“ Deshalb sei Freidls Einnahmequelle quasi unerschöpflich.

Die Realität sieht anders aus: In Deutschland machen kaum Händler mit. Schon gar keine großen Ketten. Sondern: Friseurläden, Nagelstudios, Wirtshäuser. „Alle, die wirtschaftlich schlecht dastehen und die Möglichkeit, mit der Rabattkarte neue Kunden zu gewinnen, als letzte Rettung ansehen“, erläutert ein Aussteiger aus der Lyconet-Chefetage, der anonym bleiben möchte.

Die Cashback-Karte wiederum diene Lyconet nur als Tarnung, sagt er, wie das Geschäft mit Olivenöl dem Mafia-Clan Corleone im Gangsterfilm „Der Pate“. Geld mache die Firma, indem die selbstständigen Verkäufer hohe Startgebühren zahlen – oder viel in vermeintliche Investitionsmöglichkeiten stecken.

So wie Anna, die ihren echten Namen nicht nennen will. Auch sie wurde auf Instagram angeworben. Die 24-Jährige hat im Internet nach einer Bank gesucht, die ihr einen Kredit über 11 000 Euro gibt und sich davon Anteile gekauft. Nach Lyconet hatte sie zuvor nicht einmal gegoogelt. Sie macht bei der Bundeswehr eine Ausbildung.

Anfang Februar hat sie ihren Marketer zum ersten Mal getroffen, in einem Café in ihrer Heimatstadt Bayreuth. Er war erst 19. Aber in seinen schicken Klamotten habe er auf sie den Eindruck gemacht, als habe er schon wirklich was erreicht im Leben. Anna ist sofort eingestiegen. Dass mit dem Geschäft etwas nicht stimmte, ahnte sie erst, als ein Aussteiger sie warnte.

Sie stellte ihren Anwerber zur Rede. Seine Antwort: Nur Mitarbeiter, die 100 Prozent hinter ihrer Arbeit stehen, würden es in dem Job zu etwas bringen. „Dabei bin ich jedes Wochenende 400 Kilometer mit dem Auto von Hannover nach Bayreuth gefahren, nur um an den Businessschulungen unserer Gruppe teilzunehmen“, erzählt sie. „Durch die Seminare und die Videos dazu fühle ich mich innerlich gestärkt, bis heute.“ Trotz der vielen Schulden.

Anna suchte Hilfe beim Wiener Rechtsanwalt Josef Fromhold. Für mehr als 1000 Geschädigte hat er Geld zurückgefordert. Vor allem Jugendliche unter 25 Jahren waren dabei. Manche hätten bis zu 25 000 Euro investiert. „Ich hatte schon Mandanten, die ihre Eltern beklaut haben. Nur um in das System Lyconet einzahlen zu können“, erzählt der Anwalt.

Fast alle steigen bei Lyconet ein, ohne die Geschäftsbedingungen zu lesen. Ein fataler Fehler. Denn dort steht, dass alles, was in Nebenabreden versprochen wird, ungültig ist. Also auch die verheißungsvollen Versprechen in den Chats mit den Marketern. „Wenn die Firma selbst an jemanden herantritt, dann ist das unzulässige Werbung. Aber wenn eine Privatperson etwas empfiehlt, dann ist das nicht verboten“, sagt Fromhold. Die sozialen Netzwerke machen für Lyconet vieles leichter. „Früher haben die Versammlungen in Seminarräumen von Hotels abgehalten“, erinnert sich der Anwalt, „und den Leuten gesagt, sie sollen noch ein paar Freunde mitbringen.“

Wie viele Leute in Deutschland auf Lyconet hereingefallen sind, lässt sich nur schätzen. Etwa anhand der Anfragen, die der Blogger Ben Ecker bisher bekommen hat: 4000 sind es, seit er seine Webseite für Lyconet-Betrogene vor vier Jahren gestartet hat. Für viele Opfer ist er die erste Anlaufstelle.

Krause ruft mich zurück. Er will wissen, ob ich an Bord bin. Ich zögere. Er versucht, Vertrauen aufzubauen: Er erzählt, dass er verheiratet sei und zwei junge Töchter habe. Er war unzufrieden. Wollte sein altes Leben hinter sich lassen. Reich werden. „Ich habe mein Auto verkauft“, erzählt er. Das Geld habe er sofort in noch mehr Anteile von Lyconet gesteckt. Für 12 000 Euro. Krause kündigte seinen Job als Leiter eines Fuhrparks. Voller Fokus auf Lyconet. Jetzt ist er Lkw-Fahrer. Ein Job, der ihn über die Runden bringen soll, solange er noch nicht reich ist.

Undurchsichtiges Firmengeflecht. Wie viel Geld er mit Lyconet schon verdient? „Na ja, noch nicht viel.“ Krause hat einen Vertrag unterschrieben, in dem steht, dass man erst vier Jahre nach Vertragsunterzeichnung Geld sieht. Und er sei ja erst vor 20 Monaten eingestiegen.

2003 wurde die Firma als Lyoness International AG mit Sitz im österreichischen Graz gegründet. Nach den ersten Klagen hat INNOVATION sie 2014 die Vertriebsschiene ausgelagert – und Lyconet getauft. Im vergangenen Jahr hat sich das Mutterunternehmen in myWorld umbenannt. Die Firmenzentrale zog nach London um. Das Geschäftsmodell aber blieb. Mittlerweile ist die Firma zu einem undurchsichtigen Geflecht aus Tochterfirmen und Landesgesellschaften gewachsen. Alle Lyconet-Marketer aus EU-Ländern schließen ihren Vertrag nicht etwa mit der Wiener Lyconet International AG ab, sondern mit der Lyoness Europe AG, die in der Schweiz sitzt. In den AGBs heißt es dazu, die Schweizer Lyoness Europe AG betreibe unter dem Begriff „Lyconet“ lediglich ein Marketingprogramm. Das macht es für europäische Gerichte schwer, gegen Lyconet vorzugehen.

Immerhin, in Österreich urteilte der Oberste Gerichtshof im Mai 2017, dass die AGBs intransparent und bewusst irreführend sind. Lyconet wurde als illegales Schneeballsystem eingestuft. Ebenso wie in Norwegen und in der Schweiz. Und in Italien hat die Wettbewerbs- und Marktaufsichtbehörde das Unternehmen zu einer Strafe von 3,2 Millionen Euro verurteilt.

Lyconet weist auf Anfrage jegliche unlautere Absicht von sich: Die Marketer, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme, seien „selbstständige Unternehmer“, denen es frei stehe, „über welche Kanäle sie den Aufbau ihres Netzwerks vorantreiben möchten“. Ein „von Lyconet erstellter Code of Ethics“ verpflichte sie dazu, keine unrealistischen Gewinnprophezeiungen zu machen. Davon, dass Marketer in sozialen Netzwerken falsche Gewinnversprechungen machen, habe Lyconet „keinerlei Kenntnis“.

Auch den Vorwurf, mit falschen Partnershops zu werben, weist das Unternehmen zurück. Trotzdem wird auf der Webseite etwa mit dem Logo der Fast-Food-Kette McDonald’s geworben. Eine Sprecherin des FastFood-Konzern teilt dazu mit: „McDonald’s Deutschland ist kein Kooperationspartner von Lyconet.“ Ähnlich äußern sich die Parfümeriekette Douglas oder die Tiernahrungskette Fressnapf, mit deren Firmenlogo Lyconet in der Vergangenheit ebenfalls warb.

Ein Privatjet als Belohnung

Ein Samstag, Anfang Mai, in Bambergs Brose Arena. Dort, wo normalerweise das Basketball-Team Körbe wirft, findet an diesem Nachmittag ein Event von Lyconet statt. Auch Gründer Hubert Freidl soll kommen. Das will ich mir nicht entgehen lassen. Ein Ticket kostet 70 Euro.

2000 junge Menschen drängen in die Arena. Von der Decke hängen Monitore, auf denen schließlich das Gesicht von Freidl in Großaufnahme erscheint, während er durch die Zuschauerreihen schreitet. Als er im dunklen Anzug auf der Bühne steht, spiegeln seine Glatze und die spitzen Lackschuhe das Scheinwerferlicht. Freidl spart nicht an Superlativen: Lyconet werde das neue Amazon. Er brüllt in die Menge: „Vorbei die Zeiten, in denen der Umsatz für unsere Einkäufe in die USA oder nach China wanderte!“ Schon bald werde es einen gemeinsamen Onlineshop für alle Lyconet-Partnerunternehmen geben. „Und dann machen die Marketer das Geld!“

Die Menschen neben mir hält es nicht mehr auf den Sitzen. Sie jubeln. Rechts von mir: Hannes Krause. Er raunt mir zu: In ganz Europa werden schon riesengroße Lagerhallen gebaut für den neuen Onlineshop.

Doch Freidl hat noch mehr mitgebracht: Er kündigt einen „Elite-Club“ an – als Belohnung für die Marketer. Ab sofort werde es „in jeder großen Stadt“ Privatclubs geben. Dort stünden dann Luxuswagen zur Verfügung. Außerdem dürften die Marketer firmeneigene Helikopter, Privatjets und Yachten benutzen. Krause jubelt. Am Anfang dachte ich, dass sich Krause kalkuliert seine Opfer sucht. Doch er ist selbst ein Opfer. Zurück aus Bamberg, beschließe ich, ihm die Wahrheit zu sagen. Er war schneller: Leute wie mich, so hat er mir via Facebook geschrieben, könne er in seinem Team nicht gebrauchen. Ich sei kein Macher. „Du hast es noch nicht einmal geschafft, dich kostenlos als Kunde für die Cashback-Karte zu registrieren.“ Es ist seine letzte Botschaft.

Anmerkung zum Artikel: Fakt ist, Lyoness ist in Norwegen verboten, in Österreich und der Schweiz rechtskräftig als Schneeballsystem verurteilt. Die Geldstrafe in Höhe von 3,2 Mio. der italienischen Behörden sind als Warnschuss zu verstehen, dass Verfahren selbst ist noch nicht beendet. Unabhängig von der Geldstrafe hat Lyoness diverse Auflagen erhalten, die das Unternehmen kaum erfüllen kann ohne dabei die Haupteinnahmequelle, nämlich das Werben von neuen Mitgliedern aufzugeben.

 

Lyconet! My Insta profile, my yacht, my debts!

The “WirtschaftsWoche” from Germany is probably one of the most traditional economics journals far and wide. It is characterized by a very high professional competence and great influence on the formation of opinion. The following article was published on June 14, 2019:

My Insta profile, my yacht, my debts! Ironically in social networks the oldest trick works especially well: the “snowball system”. How criminals are abusing digital biotopes of vanity and self-staging.

I am meeting the man who promises the deal of my life to me on Instagram. He is in his mid-thirties, has got a little chin beard and a slight double chin. With his help I could become rich without working. That’s what he says. 30,000 per month can easily be made.

In four years, at the age of forty, he would be wealthy enough to retire. For now, the man, who shall be called Hannes Krause here, is working as a truck driver. It all started with a comment below one of my pictures on Instagram: “Hey, nice picture. Let’s connect!” Via a link in his Instagram bio I can start a chat on WhatsApp with Krause. He has already prepared my message. All I have to do is to send it. The next morning, Krause sends a message: “Hey, we are offering a program for customer loyalty and are making money with daily worldwide purchases.” Large enterprises were taking part: Walmart, Red Bull, the soccer club AS Roma, the Moto GP motorcycle Championship. And many, many more.

This is the story of a large-scale rip-off. The deal, Krause proposes to me while I am scrolling through my Instagram feed quite bored waiting for the train, is a deal that only brings money to a few. First, it is about paying money – and about recruiting further people who pay further money. Whoever is at the foot of the hierarchy is paying in. Whoever is at the top, collects the money. The company Kraus is working for has reloaded the very old snowball system for Instagram. The youngest and hippest of all social networks. With 15 million members only in Germany. The most of them: young people.

Target group: young and naïve

Krause and his colleagues are currently addressing unexperienced and gullible seeming people. The promise a deal to them through which they could quickly become rich and could be able to fulfil all their wishes. They are referring to desires that have been nourished by all the shiny pictures in social networks. In truth, this is about taking money out of their pockets. An illusory business for the illusory wold of Instagram.

I, too, am fitting perfectly into their scheme: On Instagram I am acting successful. My trademarks: white shirt, Rolex and gluey hair. I decide to accept Krause’s offer. We arrange a phone conversation. “Hello? Hello? Wait a second…” Krause is sitting in his truck and has problems with the hands-free kit. As soon as the connection is established he comes to the point quickly: The “super business” is his side job. Krause is an independent distributor of Lyconet. The company, that is present with various names, had built the biggest purchasing community in the world, Krause wants to make me believe. With eleven million registered customers, 130,000 partner companies in 47 countries.

For Lyconet, Krause distributes bonus cards through which one shall save money on purchases. So-called Cashback cards. The difference to the payback card known in Germany which one can use at every large chain: You get your money back, immediately when purchasing. One to two percent of the sum, Krause tells me. Only by saving, nobody becomes rich overnight, I say. This is, when Krause places his lure: I should become his new colleague. An independent distributor of the company Lyconet, just like him. Or “marketer”, as they call it internally. Only marketers are the ones who are making some real profit.

I would make money with passing my card on to other people who are using it for their purchases. With recruiting new companies. And with new distribution partners that I am recruiting. How much money I am making is measured in “Shopping Points” that are emerging every time somebody uses my card at a shop. Just like playing a video game: The more points I collect, the faster I will reach a new level of career.

Hannes tells me that he would be on level 3. Earnings: 200 EUR per month. At level 8, one would earn up to 150,000 EUR per month. Simply by other people that go shopping.

The snag: To make money, I first have to invest money. 299 EUR for the software with which I can register customers, companies and new marketers. And 2000 EUR for the Starter Package. On a reference day, I will get the money back and will additionally get a monthly participation in sales.

Krause takes great care to dispel my concerns. One had to put the start fee in a context: As a marketer of Lyconet, one is more or less a franchisee. “Normally, a franchise costs one million Euro. The license of McDonald’s for instance.” Actually, the costs are at 844,000 Euro. If collecting points may take too long for me, I could also buy shares in an account recording all revenues from all cashback partner shops for 1,000 EUR each. Obi, Douglas, MediaMarkt, Fressnapf, McDonald’s, even Formula 1. In this way, I will earn up to 2,500 EUR per month. Krause says. After the phone call, he sends me a personal link for the registration so that the system knows that he was the one who recruited me. And he further sends me a video. I should send it to my friends.

Blinded by stylish clothes. In the video, the discount card is advertised as a groundbreaking idea: Its inventors, Hubert Freidl, is said to be smarter than Mark Zuckerberg. The founder of Facebook is only networking people. But Freidl had concluded: Not all people want to communicate, but all of them have to consume. “If you don’t eat and drink for two weeks”, the video says, “you are in trouble. Because you are dead.” That’s why Freidl’s source of revenue is quasi inexhaustible.

The reality looks somewhat different: In Germany, hardly any retailers are taking part. Certainly, no large chains. But: barbershops, nail spas, pubs. “Everyone who is in a bad economical position and considers the possibility for acquiring new customers via the discount card the last chance”, says a person who opted out of the Lyconet management and wants to remain anonymous.

The Cashback card on the other hand, was only a camouflage, he says, just like the mafia clan Corleone’s trade of olive oil in the gangster movie “The Godfather”. The company was making money with high starting fees, the independent distributors are paying – or are rather putting into an alleged investment opportunity.

Just like Anna, who does not want to give her real name. She too, was recruited on Instagram. The 24-year-old looked online for a bank that would give her a credit of 11,000 EUR and bought shares with this money. Before this, she had not even searched for Lyconet on Google. Currently she is going through an education with the German army.

In the beginning of February, she met her marketer for the first time, in a café in her hometown Bayreuth. He was only 19. But with his stylish clothes, she got the impression that he already had achieved a lot in his life. Anna joined immediately. That something was wrong, she suspected only after a dropout had warned her.

She confronted her recruiter. His answer: Only members, who are one hundred percent behind their work were to get anywhere. “Every weekend, I drove 400 kilometres from Hannover to Bayreuth, just to attending the business trainings of our groups”, she says. “The seminars and videos have been making me feel inwardly strengthened to this day.” Despite the high debts.

Anna asked the Viennese lawyer Josef Fromhold for help. For more than 1000 injured parties, he had claimed back money. Most of them were young people under 25. Some of them had invested up to 25,000 EUR.

“I even had clients who had stolen from their parents. Just for being able to pay into the system of Lyconet,” the lawyer says.

Almost everyone joins Lyconet without reading the terms and conditions. A fatal mistake. Because there, they say, that everything that was promised in collateral agreements, is invalid. So as well the promises in chats with marketers. “If the company itself contacted people, it would be inadmissible advertising. But a private person who recommends something is not forbidden”, Fromhold says. Social networks are making things a lot easier. “Back in the days, they held gatherings in conference rooms of hotels”, the lawyer recalls, “and people were told to bring their friends.”

The number of people who fell for Lyconet in Germany can only be estimated. For example, by considering the number of requests Ben Ecker has received so far: 4,000 since he started his website for Lyconet victims four years ago. For many of them, he is the first point of contact.

Krause calls me back. He wants to know whether I am in. I am hesitating. He tries to build trust: He tells me, that is married and has two young daughters. He was unhappy. Wanted to leave his old life behind. Become rich. “I sold my car”, he tells me. He had spent the money for further shares in Lyconet immediately. Worth 12,000 EUR. Krause quit his job as head of a vehicle fleet. Complete focus on Lyconet. Now he is a truck driver. A Job, that should help him make ends meet until he has not become rich.

Obscure network of companies

How much money did he already make with Lyconet? “Well, not that much.” Krause has signed a contract that says he will only see any money after 4 years after signing the contract. And he had only joined 20 months ago.

In 2003, the company was founded as Lyoness International AG with its headquarters in Graz, Austria. After the first lawsuits, it outsourced its distribution channel in 2014 – and called it Lyconet. Last year, the parent company renamed itself to my-World. The headquarters moved to London. But the business model remained. Meanwhile, the company has grown to an obscure network of subsidiary companies. All Lyconet marketers from EU countries are not concluding their contract with the Viennese Lyconet International AG, but with Lyoness Europe AG located in Switzerland. The terms and conditions state that the swiss Lyoness Europe AG is only operating a marketing program under the name “Lyconet”. This makes it harder for European courts to take actions against Lyconet.

Nevertheless, in May 2017 the Austrian High Court judged, that the terms and conditions are obscure and deliberately misleading. Lyconet was classified as an illegal snowball system. This also happened in Norway and Switzerland. And in Italy, the competition authority gave the company a sentence of 3.2 million euros.

Upon request, Lyconet rejects any dishonest intent: The marketers, a written comment says, are “self-employed entrepreneurs” who are free to choose “the channels for bringing forward the development of their network.” A “Code of Ethics, set up by Lyconet” obligated them to not make unrealistic profit predictions. Lyconet did not have “any knowledge” about marketers making false promises in social networks.

The company also rejects the accusation of advertising with fake partners. Nevertheless, they are advertising with the McDonald’s logo on their website. A speaker of the fast food chain comments: “McDonald’s Germany is not a cooperation partner of Lyconet.” Similar comments are made by the perfumery chain Douglas or the pet food chain Fressnapf, with whose logos also had advertised in the past.

A private jet in reward

A Saturday, beginning of May in Brose Arena, Bamberg. Where normally the basketball team sinks baskets, this afternoon, an event of Lyconet is going to take place. Also founder Hubert Freidl is said to be there. I don’t want to miss this opportunity. A ticket costs 70 EUR.

2000 young people are streaming into the arena. Monitors are hanging from the ceiling and finally Freidl’s face appears in close-up while he strides through the audience rows. As he stands on the stage in his dark suit, his bald head and the pointed patent-leather shoes are reflecting the spotlights. Freidl is not sparing on superlatives: Lyconet would become the new Amazon. He roars into the crowd: “Over are the times in which the revenue for our purchases went to the USA or to China!” Soon there would be a common online shop for all Lyconet partner companies.

“And then the marketers are making the money!”

People next to me can’t stay on their seats anymore. They are cheering. To my right: Hannes Krause. He murmurs to me: All over Europe, huge warehouses are already being built for the new online shop.

But Freidl has brought even more with him: He announces an “Elite-Club” – as a reward for the marketers. From now on there would be private clubs “in every big town”. Luxury cars would be available there. Also, the marketer would be able to use the company’s helicopters, private jets and yachts. Krause is cheering.

Initially, I thought that Krause selects his victims specifically. But he is a victim himself. Back from Bamberg, I decide to tell him the truth. He was faster: There is no use for people like me in his team, he writes me via Facebook. I would not be a doer. “You did not even manage to get registered for the free Cashback card.” It is his last message.

„Lyconet wie eine Sekte“. Betroffen klagt über Lyconet-Erlebnis! (english version herinafter)

Die Zeitung WAZ hat am 18.06.2019 nochmals zu der dubiosen Lyconet-Veranstaltung in der Veltins-Arena mit einem dritten Artikel nachgelegt.

Über 40.000 Personen waren beim Lyconet-Seminar in der Veltins-Arena. Eine Frau spricht über die Erfahrungen, die sie mit der Firma gemacht hat.

Das dubiose „Elite-Seminar“ der Firma Lyconet, das am Pfingstwochenende über 40.000 Menschen aus ganz Europa in die Veltins-Arena lockte, hat für eine Menge Wirbel gesorgt. Denn das Unternehmen, eng verbandelt mit der 2003 gegründeten österreichischen „Lyoness International AG“ mit Sitz in der Schweiz, ist höchst umstritten. Maike Wiemann* hat mit Lyconet äußerst schlechte Erfahrungen gemacht. Sie war Ende 2016 bei einem Einführungsseminar in einer bayerischen Kleinstadt zu Gast.

Lyconet wirkte auf sie wie eine Sekte

„Ich dachte, ich wäre bei einer Sekte gelandet“, schildert die 24-Jährige ihre Eindrücke. Sie sei einer Freundin zuliebe mitgekommen, die ihr von dem System Lyconet vorgeschwärmt hatte. Rund 50 Interessierte seien zu Gast gewesen, die Veranstaltung leitete Andreas Matuska. In den sozialen Netzwerken stellt sich Matuska als äußerst erfolgreicher „Entrepreneur“ – also Unternehmer – dar, lädt regelmäßig Bilder von teuren Autos und coolen Uhren hoch. Matuska sprach vor zwei Wochen auch bei der Veranstaltung in der Veltins-Arena zum Publikum.

Gezielt werden junge Leute angeworben

„Sie werben gezielt junge Leute auf einer total freundschaftlichen Basis an und versprechen ihnen viel Geld zu verdienen, ohne wirklich arbeiten zu müssen“, sagt Maike Wiemann. Die Interessenten sollen so genannte „Marketers“ werden, selbstständige Vertriebspartner von Lyconet. Als „Marketer“ solle man sich dann ein Netzwerk aufbauen und neue Interessenten akquirieren – die dann schließlich eine Provision für den „Marketer“ abwerfen.

„Um daran mitzuverdienen, müssen aber erst Aktienpakete gekauft werden. Die kosten rund 2400 Euro“, sagt Wiemann. Sie habe Leute kennengelernt, die gleich mehrere Pakete gekauft und Kredite in Höhe von 10.000 Euro aufgenommen haben.

Verboten in Norwegen

In Norwegen ist das schwer nachvollziehbare Firmenkonstrukt um Lyconet und Co. bereits verboten, da es ein „illegales Pyramidenspiel“ sei, in Italien wurde deshalb eine Strafe in Höhe von 3,2 Millionen Euro gegen das Unternehmen verhängt. In der Schweiz und Österreich haben mehrere Gerichte das Firmengeflecht als Schneeballsystem klassifiziert. Kritische Nachfragen seien auf dem Einführungsseminar aber einfach abgewunken worden. „Sie wurden ins Lächerliche gezogen und als Fake News dargestellt“, so Wiemann.

Für die Studentin war schnell klar, dass es sich bei Lyconet um ein „abgekartetes Spiel“ handele. Die Firma habe auf dem Seminar unter anderem damit geworben, dass der FC Bayern München zu ihren Partnern gehöre. „Als ich dort angerufen habe, wusste da niemand etwas von“, fährt Wiemann fort.

Kein Kontakt mehr zu ihrer Freundin

Viele andere junge Menschen würden auf das System aber hereinfallen. So wie Wiemanns Freundin. „Sie war weiter Feuer und Flamme und hat mir immer wieder Einladungen zu Veranstaltungen geschickt. Ich habe häufig mit ihr darüber diskutiert, doch sie wollte nichts davon wissen.“ Der Kontakt sei inzwischen komplett eingebrochen. „Ich musste einfach irgendwann einen Cut machen.“

*der Name wurde von der Redaktion geändert 0,i.ad

„Lyconet a sect“. Affected woman complains about Lyconet experience!

On June, 18, the newspaper “WAZ” has relased a third article concerning the dubious Lyconet event at Veltins Arena.

Gelsenkirchen, Germany. More than 40,000 people joined the Lyconet seminar at Veltins Arena. A Woman speaks about her experiences with the company.

The dubious “elite seminar” of Lyconet which had lured over 40,000 people from all over Europe into Veltins Arena, caused a lot of fuss.

The company closely linked to “Lyoness International AG”, which was founded in 2003 with its headquarters in Switzerland, is highly controversial. Maike Wiemann* has had very bad experiences with Lyconet. At the end of 2016, she attended an introductory seminar in a small Bavarian town.

Lyconet appeared like a cult to her

“I thought I had gotten into a cult”, the 24-year-old describes her impressions. She had gone there for the sake of a friend who had been enthusing over the system of Lyconet. About 50 interested people had joined the event directed by Andreas Matuska. In social networks, Matuska presents himself as a very successful entrepreneur and uploads pictures of expensive cars and stylish watches on a regular base. Two weeks ago, Matuska also spoke to the audience of the event at Veltins Arena.

Young people are recruited intentionally

“On a friendly basis they recruit young people quite intentionally and promise them that they will make a lot of money without really working for it”, Maike Wiemann says. Interested people should become so called “marketers”, independent distribution partners of Lyconet. As “marketers”, they should build up a network and recruit new prospective members – who will then yield commissions for the “marketer”.

“In order to earn money by it, you first have to buy share packages. They cost around EUR 2,400”, Wiemann says. She had met people who had raised a credit of EUR 10,000 in order to buy a number of packages.

Prohibited in Norway

In Norway, the elusive company construct of Lyconet and Co. has already been prohibited due to being an “illegal Ponzi scheme”, in Italy, a fine of 3.2 million Euro was imposed to the company for the same reason. In Switzerland and Austria, several courts have classified the company construct as a snowball system. Critical questions were simply declined at the introductory seminar. “They made a joke out of them or depicted them as fake news.”, Wiemann says.

The student soon had realised that Lyconet was a “put-up job”. At the seminar, the company had advertised that FC Bayern Munich was one of their partners. “When I called them, nobody knew anything about that”, Wiemann continues.

No longer contact with her friend

Many other young people were falling for the system. Just like Wiemann’s friend. “She was hooked and sent me invitations to events over and over again. I often discussed about it, but she didn’t want to hear anything.” Meanwhile, the contact to her friend has stopped completely. “Someday, I simply had to make a cut.”

*the name was changed by the editors

Cashback wäre so einfach! JÖ-Club in Österreich machte es vor. (english version herinafter)

Und sie können es doch! Hatte man bisher den Eindruck, in Österreich gäbe es nur Lyoness/Lyconet mit seinem als Einkaufsgemeinschaft getarnten Schneeballsystem, macht der JÖ-Club vor, wie es hätte laufen können.

Mit BILLA, PENNY, MERKUR, BIPA, OMV, BAWAG etc. wird flächendeckend das angeboten, was Lyoness nie erreicht hat, nämlich eine alltagstaugliche Einkaufskarte.

Möge ein Lyonese doch den Nutzen seiner CASHBACK Card im Alltagstest demonstrieren und in der Kölner oder Wiener Innenstadt einkaufen gehen. Nach 15 Jahren sollte diese Lyoness/myWorld-Cashback Card doch inzwischen weltweit verbreitet und zum Alltag eines jeden Konsumenten gehören. Nichts von all den schönen Prognosen gegenüber den Investoren/Sponsoren/Mitgliedern  im typischen Lyoness-Wording, „alles geht durch die Decke“, „unfassbare und sensationelle Entwicklung“, „Lyoness – eine Erfolgsgeschichte“ hat sich bewahrheitet. Im Gegenteil. Auch das Blendwerk mit dem Sponsoring von namhaften Fußball-Clubs oder im Rennsport wird sich erledigen, denn wo liegt der Nutzen für den Cashback-Karteninhaber? Die Bekanntheit von Lyoness/Lyconet/myWorld resultiert eher aus laufender negativer Berichterstattung und Verbotsverfahren in verschiedenen Ländern.

Mit fast körperverletzender Arroganz lässt sich Schneeballsystemgründer Hubert Freidl als heilsbringender Visionär auf Events anpreisen und entsprechend huldigen.

Es verwundert einen immer wieder, dass überhaupt noch jemand auf dieses vielfach als Schneeballsystem entblößte Unternehmen hereinfällt. Im Gegenteil! Selbst rechtskräftige Urteile, die im Original vorgelegt werden, werden von Lyonesen als Fälschungen und als Justizirrtum abgetan.

Der JÖ-Club zeigt, wie es auch gehen würde und verdeutlicht sogar noch, wie armselig die Cashback World-Card ist.

Cashback could be so easy! The Austrian JÖ-Club leads the way.

So, they can do it! While until now it seemed that in Austria there is only Lyoness/Lyconet with its snowball system camouflaged as a purchasing group, JÖ-Club now shows how it could have been.

With companies like BILLA, PENNY, MERKUR, BIPA, OMV, BAWAG etc. an extensive range of possibilities is offered. JÖ-Club offers, what Lyoness never has never reached: a shopping card suitable for everyday life.

I would like a lyonesian to demonstrate the use of his/her CASHBACK Card in practise by shopping in the Cologne or Vienna city centre. After 15 years, this Lyoness/myWorld Cashback Card should already be spread worldwide and be a part of every customers daily life. None of the nice forecasts, phrased in the typical Lyoness wording: “goes through the roof”, “incredible and sensational development”, “Lyoness – a story of success”, investors/sponsors/members were told, have become reality. Also, the deception of the sponsoring of well-known soccer clubs or in motorsports will be without avail, because where is the use for Cashback Card owners? The prominence of Lyoness/Lyconet/myWold mostly results from regular negative reporting and trials on banning in different countries.

With an arrogance that is almost bodily harming, snowball system founder Hubert Freidl lets himself be glorified and praised as messianic visionary on several events.

It is always amazing that anyone at all is still falling for this company that has been exposed as snowball system multiple times. On the contrary: Even final sentences, presented in the original, are being dismissed by lionesians as fake or miscarriage of justice.

The JÖ-Club shows how it would work and even makes it clear how poor the Cashback World Card is.

Lyconet-Marketer Ede Buser und seine veröffentlichten falschen Behauptungen!

Der Schweizer Lyconet-Marketer Ede Buser veröffentlicht auf seiner Website https://lyconet-basel.ch/infos/tatsachen/ gravierende Unwahrheiten.

Wir sind zwischenzeitliche Beleidigungen, Beschimpfungen und Drohungen von Lyonesen gewohnt, aber die meisten Inhalte auf der Website von Ede Buser sind an Unsinn und glatten Lügen kaum zu überbieten.

Auch der Lyoness-Anwalt Herr Mag. Zotter wird nicht müde, für seine werte Mandantschaft in Bezug auf unsere Veröffentlichungen eine Klage nach der anderen einzureichen. Wer unsere Website verfolgt, weiß, ohne Erfolg. Im Gegenteil!

Mit Teilurteil des HG Wien Az. 11 Cg 75/16s-39 vom 21. März 2019 wurde unter Punkt 2. geurteilt: „Das weitere Klagebegehren, der Beklagte (B. Ecker, damit es auch Herr Ede Buser versteht) sei gegenüber der Klägerin (Lyoness Europe AG) schuldig, ab sofort die Behauptung und/oder Verbreitung der Äußerung – Lyoness lügt – und/oder sinngleiche Äußerungen zu unterlassen, wird abgewiesen.

Es ging in diesem Fall um eine angebliche Bankkooperation mit der BAWAG P.S.K Cashback-Card (http://www.bekm.eu/deja-vu-angebliche-bawag-p-s-k-cashback-card-wieder-eine-luege/), mit der geworben wurde.

Schon mit einer Lyoness-Mastercard bewarb man schonungslos eine Kooperation, die jedoch nicht bestand, was MASTERCARD schriftlich bestätigte. Der abgemahnte sogenannte Drittanbieter (die Presse berichtete), von dem Lyoness nichts gewusst haben will, war in Wahrheit ein in Gibraltar ansässiges Unternehmen, das zuvor von einem Lyonesen für diesen speziellen Fall zum Zweck der Täuschung gegründet worden war.

Kurz um: wenn Lyoness lügt, dann darf es auch veröffentlicht werden!

Als charakterliche Bankrotterklärung von Ede Buser ist seine Aussage über Herrn Fritz Bähler zu werten, einem 87-jährigen pensionierten Schweizer Bankdirektor.

Er schreibt (Rechtschreibung von Ede Buser übernommen): „Sein Freund Fritz Bähler unterstützt ihn Tatkräftig bei dessen Machenschaften. Der 87-jährige Fritz Bähler schreibt täglich im K-Tipp sine Lügengeschichten. Das er schon länger in seiner Nachbarschaft unbeliebt ist und auch in der Familie der Segen schief hängt ist Ihm egal. Leute, welche Ihn kennen, schütteln nur ratlos den Kopf und bedauern den Rentner.“

Wie tief muss man sinken und seinen Anstand im Umgang mit anderen Menschen vergessen, über einen anderen Menschen solch abwertende Zeilen zu veröffentlichen? Für diese öffentliche Diffamierung sollte sich Herr Buser bei Herrn Bähler entschuldigen und Abbitte leisten.

Herr Buser behauptet auf seiner Website weiter, wir würden anonym Lyoness-Partner kontaktieren und mit Lügen verunsichern.

Richtig ist, wir kontaktieren große sogenannte Lyoness-Partnerunternehmen aber niemals anonym. Der Erfolg gibt uns außerdem Recht, oftmals wissen diese Unternehmen nichts von einer Partnerschaft und sind lediglich über Affiliate-Verträge als Partnerunternehmen bei Cashback World gelistet.

Herr Buser behauptet weiter unter der ÜberschriftEbenfalls wurde die Klage in Österreich zurückgewiesen, dass klar und unmissverständlich klargestellt wurde, dass es sich bei Lyoness nicht um ein Schneeballsystem handle.“ Das ist falsch!

Dass Lyoness ein Schneeballsystem betreibt, wurde nicht nur in hunderten Zivilurteilen festgestellt, sondern sogar vom OGH bestätigt. Er verwechselt – mehr bewusst als unbewusst – offenkundig die Begriffe Schneeballsystem und unzulässiges Pyramidenspiel nach § 168a StGB.

Weiters behauptet er (Rechtschreibung von Ede Buser übernommen): „Es wird immer von einem Gerichtsurteil gesprochen welches Lyoness als Schneeballsystem deklarieren würde. Liesst man dieses Urteil, steht auf der letzten Seite Urteilsspruch: Die Beschwerde wird abgewiesen….

Zum Beweis veröffentlicht er dazu ein Foto der letzten Seite einer Entscheidung des Obergerichts des Kantons Zug und erweckt so den falschen Eindruck, dass die Beschwerde eines Lyoness-Geschädigten abgewiesen wurde. In Wahrheit hat das Obergericht des Kantons Zug am 23.02.2017 zu BZ 2016 78 die Beschwerde der Lyoness Suisse GmbH gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 20.09.2016 EV 2016 42 abgewiesen und somit dessen Entscheidung, dass es sich um ein Schneeballsystem handelt, sogar bestätigt. Hier ist das 22-seitige Schweizer Urteil, das Herr Ede Buser fälschlich als Beweis anführt. Vergleichen Sie selbst die letzte Seite mit seiner Veröffentlichung: Urteil Schweiz v. 28. Feb. 2017

Auch wird mit einer kruden Erklärung behauptet: „Einstellung des Ermittlungsverfahrens Az. 115 Js 916/16: Verbotenes Schneeballsystem“

Nach eingehender Überprüfung des Sachverhalts wurde das Ermittlungsverfahren nun auch in Deutschland seitens der Staatsanwaltschaft Köln mit dem Schreiben vom 18.12.2018 eingestellt und damit bestätigt, dass Lyoness / MyWorld in Deutschland kein Schneeballsystem ist und auch zu keinem Zeitpunkt war.

Herr Buser kennt offensichtlich das Schreiben der Staatsanwaltschaft Köln vom 30.04.2019 nicht. Darin heißt es u. a.: „Die unmittelbare Verknüpfung von Warenbezug und Vorteilsgewährung für die Werbung Dritter deutet demnach durchaus auf einen (strafbaren) progressiven Charakter des Lyoness-Systems hin“. Wir werden schon bald hierzu einige tatsächliche Fakten veröffentlichen.

Einer schriftlichen Aufforderung zur Richtigstellung und zum Entfernen der Unwahrheiten ist Herr Buser nicht nachgekommen. Wir werden sowohl zivil- als auch strafgerichtlich gegen Herrn Buser vorgehen und insbesondere Ansprüche auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung des Widerrufs, Schadenersatz sowie auf Entschädigung nach dem Mediengesetz geltend machen.

Lyconet International AG nun im Alleinbesitz des Chefsyndikus Rechtsanwalt Dr. Hubert Reif! (english version herinafter)

Wie aus dem Firmenbuchauszug (FBA Lyoness ) hervorgeht, ist Rechtsanwalt Dr. Reif der Kanzlei Reif & Partner mit Hauptversammlungsbeschluss vom 04.02.2019 Alleingesellschafter der Lyconet International AG mit Sitz in Wien. Die üblichen Verdächtigen, wie Mario Kapun, Marko Sedovnik, Herbert Paierl etc. tummeln sich schon seit Jahren in den verschiedenen Ländergesellschaften, in regelmäßigen Abständen wird das „Personalkarussell“ angeworfen und die Positionen werden durchgewechselt.

Neu ist der allmächtige Chefsyndikus Dr. Reif, der nun als Alleingesellschafter der Lyconet International AG auftritt, was wohl mit den bestehenden Verträgen des Unternehmens zu tun haben dürfte und/oder Teil des Wandlungsprozesses von Lyoness/Lyconet zu mWS zu tun hat. Ungewöhnlich auch dies, da von den Lyoness-Anwälten seit jeher das ausschließliche Mandatsverhältnis zwischen Lyoness und der Kanzlei Reif betont und eine weitergehende Verflechtung vehement verneint wurde.

Was immer schon vermutet wurde, scheint sich zu bestätigen: Dr. Reif mischt schon lange bei Lyoness mit. Die Verflechtungen seiner Firmen nebst jener seiner Gattin reichen mutmaßlich über die Skandale in Zusammenhang mit der Grazer Baumafia bis zu Verbindungen in ein weitaus aussagekräftigeres Milieu.

Wir werden sehen, was Dr. Reif mit der Lyconet International AG so alles bewegt.

 

Lyconet International AG now wholly-owned by General Counsel attorney Dr. Hubert Reif!

As an extract from the companies’ register shows that, by resolution of the annual general meeting on 4 April 2019, attorney Dr. Reif from the law firm Reif & Partner is the sole shareholder of Lyconet International AG based in Vienna. The usual suspects like Mario Kapun, Marko Sedovnik, Herbert Paierl etc. have been romping about in the different national companies for years. Periodically, the ‘personnel merry-go-round’ is set into action and positions are switched among each other.

What is new, is the all-powerful General Counsel Dr. Reif who appears now as the sole shareholder of Lyconet International AG. This might have to do with existing contracts and/or be part of the transformation process of Lyoness into MWS. This issue is very unusual since Lyoness’ lawyers always have insisted that there is only a client-lawyer relationship between Lyoness/Lyconet and the law firm of Dr. Reif and further interconnections where denied vehemently.

What has always been suspected now seems to be confirmed: Dr. Reif has been involved in Lyoness/Lyconet for a long while. The interconnections of his firms as well as his wife’s firms range from the scandals in conjunction with the Graz ‘construction mafia’ to connections to a much more indicative milieu.

We will see what Dr. Reif is going to achieve with Lyconet International AG.

Sportfachhandel INTERSPORT untersagt Cashback-World länderübergreifend die Logo-Nutzung!

INTERSPORT ist die größte mittelständische Versandhausgruppe im weltweiten Sportfachhandel. Unter dem Dach der IIC-Intersport International Corporation GmbH, der Einkaufs- und Management-Gesellschaft der Intersport-Gruppe, sind 5800 Standorte in 65 Ländern zusammengeschlossen. Diese erwirtschafteten 2014 einen Umsatz von 10,5 Mrd. Euro. Das weltweit führende Unternehmen ist mit einem Marktanteil von rund 36 % in Deutschland und über 20 % in Europa auf Platz 1 im Sportfachhandel positioniert.

Am 01. Oktober 2018 wurde bereits berichtet, dass INTERSPORT Deutschland die Nutzung des INTERSPORT Unternehmens-Logos untersagt hat. ( Beitrag vom 01.10.2018 )

Bekennende Lyonesen hatten mich daraufhin der Lüge bezichtigt und übersandten mir als Beweis die INTERSPORT-Logos aus verschiedenen Ländern auf den Cashback World-Seiten als angeblichen Beweis, worauf ich die INTERSPORT-Zentrale erneut befragte.

Die INTERSPORT-Firmenzentrale teilte am 25.03.2019 auf meine Anfrage hierzu schriftlich mit:

„Sehr geehrter Herr Ecker,

vielen Dank für Ihre Nachricht, bitte entschuldigen Sie meine späte Antwort. Wie wir Ihnen bereits Ende vergangenen Jahres geschrieben haben, haben wir von Seiten INTERSPORT Deutschlands die Lyoness Europe AG aufgefordert, mit sofortiger Wirkung unser Logo von ihrer Seite zu nehmen. Dies ist nach unserem Kenntnisstand auch passiert. Inzwischen ist dies auch für die weiteren Ländergesellschaften innerhalb unseres Verbundes vollzogen.

Wir möchten deshalb noch einmal betonen, dass wir in keiner Weise in Kooperation mit Lyoness stehen und es auch keinerlei Vertragsbeziehung mit der Lyoness Europe AG gibt.

Freundliche Grüße

INTERSPORT eG
Unternehmenskommunikation
Wannenäckerstraße 50
74078 Heilbronn            “

Es zeigt sich immer wieder, dass verschiedene Affiliate-Partner offensichtlich bei der myWorld-Geschäftsführung in „Lohn und Brot“ stehen. Auch zeigen die fortlaufenden Dementis von namhaften Unternehmen sehr deutlich, wie unbedeutend und gering die Shoppingumsätze bei Lyoness (Cashback World) sein müssen. Existierten diese enormen Shoppingumsätze bei Cashback World tatsächlich, wie behauptet, wären große und umsatzstarke Unternehmen/Konzerne sicher auch bereit, sich bei myWorld/Lyoness (Cashback World) listen zu lassen.

Lyconet und das Problem mit der Altersverifizierung seiner Marketer! (english version herinafter)

Umsatz schreiben um jeden Preis ist die Formel zum Reichtum, mit den Angaben der Marketer nimmt man es bei Lyconet aber wohl nicht so genau. Dabei sind die gesetzlichen Bestimmungen im Grunde eindeutig.

Seit meinem Artikel vom 19. März 2019 (siehe auch Artikel) melden sich vermehrt Minderjährige bei mir, die von anderen Lyconet-Marketern angehalten wurden, sich mit veränderten Altersangaben bei Lyconet zu registrieren, was mutmaßlich in Absprache mit Lyconet-Verantwortlichen erfolgte.

Obwohl Lyconet verpflichtet ist das Alter seiner Kunden zu verifizieren, z. B. mit einer Ausweiskopie, Post-Ident., Q-Bit Identitätcheck etc., wird der „schwarze Peter“ dem jeweiligen Marketer zugeschoben und Minderjährigen bzw. deren Eltern unverhohlen mit rechtlichen Schritten gedroht.  

siehe z. B. ein Schreiben der Rechtsabteilung von Lyconet:

Rechtsabteilung wegen Minderjähriger 2

Die jeweiligen Empfehlungsgeber berufen sich auf „Rücksprachen mit deren Upline.“ Hierzu liegen mehrere Sprachnachrichten von Lyconet-Marketern vor, die dies belegen.

Nachfolgend die Abschrift von Sprachmitteilungen in einem Fall (liegt im Original vor):

Bevor der Minderjährige unterschrieb und seine Bedenken bezüglich seines Alters äußerte, teilte sein Empfehlungsgeber mit:

„Ich hab das jetzt schon mal abgeklärt mit meiner Upline. Ich sag dir dann Bescheid, wie das ganze möglich gemacht werden kann. Wir kriegen das auf alle Fälle hin, es gibt Möglichkeiten, genug Möglichkeiten, dies zu starten obwohl Du erst 17 Jahre bist. Ich sage dir dann Bescheid…hau rein!”

Nachdem der Empfehlungsgeber von Lyconet zu einer Stellungnahme (siehe auch Mitteilung an Empfehlungsgeber ) aufgefordert wurde, kontaktierte dieser seinen minderjährigen Marketer:

„Jo, die Frage ist jetzt was soll ich da machen? Soll ich da reinschreiben, dass ich es nicht wusste, wenn das ok ist oder wie willst du das stattdessen handhaben, ich frag jetzt mal so…Grüße

Ob myWorld/Lyconet die Anmeldung von Minderjährigen billigend in Kauf nimmt? Ob Marketer, wenn überhaupt, hierzu belehrt und aufgeklärt werden und welche Konsequenzen es in Einzelfällen nach sich ziehen kann?

Lyconet and its problem with age verification of its marketers!

Making profits at all costs is the key factor for wealth, therefore information about marketers might not be checked very carefully. The legal provisions are basically clear though.

Since my article of 19 March 2019 i have been contacted by various minors who have been encouraged by other Lyconet marketers to sign up at Lyconet with false information about their age. This is suspected to have happened in agreement with Lyconet officials.

Although, Lyconet is obligated to verify the age of their customers, for example by copies of identification documents, the Post-Ident process, Q-Bit etc., the respective marketer is blamed and minor respectively their parents are threatened with legal measures.

Eg. see a letter from Lyconet: Rechtsabteilung wegen Minderjähriger 2

The respective recommendation givers refer to “consultations with their upline”. There are multiple voice mails from Lyconet marketers as a proof.

Here the transcription of voice mails in one case (the original version is in my possession):

Before the minor had signed and expressed his concerns, his recommendation giver told him:

“I already clarified that with my upline, I’ll tell you how the whole thing can be made possible. We are definitely going to handle that. There are possibilities, enough possibilities to start it though you are only 17 years old. I’ll tell you then… Rock on!”

Lyconet writes to the referrerMinderjährige Empfehlungsgeber 2

translation: „Yo, the question is, what should I do now? Should I write that I didn’t know it, if that’s ok, or how do                             you want to handle it instead? Just asking… Greetings”

If myWorld/Lyconet approvingly accepts the registration of minors? If marketers, if they are at all, are being instructed on this and on the consequences that might follow?

Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS und die letzte Runde in Norwegen! (english version herinafter)

Lyoness/Lyconet etc. versteht es allgemein gut negative Beschlüsse von Behörden so lange wie möglich hinauszuzögern, prinzipiell zu verneinen, zu leugnen oder zu beschönigen.

Der Veröffentlichung der norwegischen Behörde vom 13.03.2019 zum Beschluss vom 27.01.2019 ist jedoch nichts hinzuzufügen. Auch in dieser Instanz ist die Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS gescheitert.

Wie die Lyoness Europe AG & und Lyoness Norway AS als ziviler Delinquent, die Missstände zeitnah transparent und für die Behörden nachvollziehbar beheben will, darf mit Spannung erwartet werden.

Die Veröffentlichung der Behörde vom 13.03.2019 ( Norwegische Behörde 13.03.2019 ) in seiner Übersetzung:

Lyoness – Anforderung einer schriftlichen Bestätigung, dass der Verstoß gegen die Pyramidensystembestimmung im Lotteriegesetz behoben wurde, vgl. § 16 Abs. 4 des Lotteriegesetzes

Die Lotterieaufsicht verweist auf den Beschluss des Ausschusses vom 27. Januar 2019, in dem der Klage von Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS hinsichtlich des Beschlusses der Aufsicht vom 31. Mai 2018 nicht stattgegeben wurde. Des Weiteren verweisen wir auf die Entscheidung des Amtes vom 28. Februar 2019, den Beschluss nicht auszusetzen.

Der Prüfungsausschuss hat schlussgefolgert, dass Lyoness ein Umsatzsystem ist, welches laut § 16 Abs. 2 ein Pyramidensystem ist, und hat dem Beschluss der Lotterieaufsicht stattgegeben. Der Ausschuss hat keinen Grund dafür gefunden, Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS die Möglichkeit einzuräumen, ungesetzliche Umstände zu beheben. Der Beschluss hat zur Folge, dass die Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS den gesamten Betrieb, die Teilnahme und die Verbreitung der Produkte des Unternehmens in Norwegen einzustellen hat.

Aus dem Beschluss der Aufsicht vom 31. Mai 2018 geht hervor, dass der Beschluss zur Einstellung des Betriebs von Lyoness beinhaltet, dass sämtliche Käufe und Einzahlungen norwegischer Teilnehmer und Cashback-Betriebe von Lyoness, Lyconet und Cashback World einzustellen sind. Des Weiteren sind die Vermarktung des Unternehmens, der Einsatz von Bonuskarten und der Verkauf von Rabattcoupons, Anteilen an Customer Clouds, Geschenkkarten, Marketingmaterialien, Seminaren und Ähnlichem einzustellen. Ebenfalls ist Lyoness dazu angehalten, sämtliche Auszahlungen von Rabatten, Boni und Provisionen an die norwegischen Teilnehmer einzustellen.

Die Aufsicht fordert eine zeitnahe schriftliche Bestätigung von Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS dafür an, dass der Verstoß gegen § 16 des Lotteriegesetzes behoben wurde, vgl. Lotteriegesetz § 16 Abs. 4.

Wir verweisen auf den Beschluss der Aufsicht vom 31. Mai 2018 und möchten darauf aufmerksam machen, dass der Beschluss zur Stilllegung des Betriebs von Lyoness in Norwegen Lyoness Europe AG und Lyoness Norway AS nicht daran hindert, den Teilnehmern die Beträge zurückzuzahlen, die sie bis zur Beschlussnahme für den Kauf von Rabattcoupons und Anteilen an Customer Clouds gezahlt haben und die nicht in Form eingelöster Rabattcoupons zurückgezahlt wurden. Ebenso wenig ist Lyoness durch den Beschluss daran gehindert, die Beträge zurückzuzahlen, die die Teilnehmer bis zur Beschlussnahme für den Kauf von Marketingmaterial und Seminaren gezahlt haben. Lyoness ist ebenfalls dazu berechtigt, die Beträge auszuzahlen, die sich die Teilnehmer in Form von Rabatten durch den eigenen Einkauf bei den Cashback-Betrieben bis hin zur Beschlussnahme erarbeitet haben.

Die Aufsicht betont, dass wir die Angelegenheit präzise auswerten werden. Ein Verstoß gegen § 16 ist als grober Verstoß gegen das Lotteriegesetz zu werten und kann mit Bußgeldern oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden, vgl. § 17 Abs. 2 des Lotteriegesetzes. Eine solche Strafe kann Unternehmen und Personen auferlegt werden, die vorsätzlich oder fahrlässig ein Pyramidensystem gründen, betreiben, an diesem teilnehmen oder dieses verbreiten, vgl. § 17 u. § 16.

Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS and the last round in Norway!

Publication of the Authority dated 13.03.2019 (Norwegische Behörde 13.03.2019) in translation:

Lyoness – Request for a written confirmation that the infringement against the Ponzi scheme regulations of the lottery law has been remedied, cf. § 16 (4) of the lottery law

The supervisory authority for lotteries refers to the lottery committee’s resolution of 27 January 2019 in which the claim of Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS regarding the lottery committee’s resolution of 31 May 2018 was rejected. Further we are referring to the lottery office’s decision of 28 February 2019 not to suspend the resolution.

The lottery committee concluded that Lyoness is a trading system which is a Ponzi scheme according to § 16 (2) and has sustained the lottery supervisory authority’s resolution. The lottery committee has found no reason for giving Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS the possibility to remedy unlawful circumstances. The resolution has the consequence that Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS must stop the complete business, the participation and distribution of products of the company in Norway.

The supervisory authority for lotteries’ resolution of 31 May 2018 shows that the resolution for a suspend of Lyoness’ operations includes that all purchases and payments of Norwegian participants and Cashback-companies of Lyoness, Lyconet and Cashback World must be stopped. Further, the marketing of the enterprise, the use of bonus cards and the sale of discount vouchers, shares in customer clouds, gift cards, marketing material, seminars and the like must be stopped. Also, Lyoness is encouraged to stop any payment of discounts, bonuses and provisions to the Norwegian participants.

The supervisory authority for lotteries demands a prompt written confirmation from Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS for the remedy of the infringement of § 16 of the lottery law, cf. lottery law § 16 (4).

We refer to the resolution of 31 May 2018 and want to point out that the resolution of the stop of Lyoness’ business in Norway does not keep Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS from paying back the amounts, participants paid for the purchase of discount vouchers and shares in customer clouds before the day of the resolution and that were not paid back in the form of redeemed discount vouchers. Furthermore, Lyoness is not prevented from paying back the amounts participants have paid for marketing material and seminars before the day of the resolution. Also, Lyoness is entitled to pay out the amounts participants have compiled by purchasing from Cashback companies until the day of the resolution.

The lottery supervisory authority points out, that we are going to evaluate this issue precisely. An infringement of § 16 is to be seen as a gross infringement of the lottery law and can be avenged with penalties or prison sentences of up to three years, cf. § 17 (2) of the lottery law. Such a punishment can be inflicted on companies and persons that are founding, operating, participating or distributing a Ponzi scheme, cf. § 17 and § 16.

 

According to the resolution of 27 January 2019

Section  1 of the lottery law. Illegal Ponzi schemes are exposing consumers to a financial risk and further detrimental effects that have to be prevented, cf. preparatory work for Ponzi scheme regulations in the lottery law Ot.prp. Nr. 97 (2004-2005) Section 1.

The supervisory authority for lotteries urges Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS to in form marketing managers and Cashback companies quickest possible about the resolution and the consequences they will have to face if the business, the participation and the distribution of the illegal Ponzi scheme will not be stopped immediately.

If the supervisory authority should become aware that the company is violating the resolution we will consider a sanction of Lyoness Europe AG and Lyoness Norway AS according to § 14 c of the lottery law. The supervisory authority for lotteries will also consider filing a complaint against Lyoness Europe AG, Lyoness Norway AS, the marketing managers and other business partners of Lyoness that continue the unlawful operations.

In case of a possible trial the supervisory authority for lotteries will bring in further information and evidence concerning the case.

Best regards

Minderjährige bei Lyconet als Marketer registriert?!

In der letzten Zeit melden sich vermehrt Minderjährige, die von anderen Lyconet-Marketern angehalten wurden, sich mit falschen Altersangaben bei Lyconet zu registrieren. Wie aus dem nachfolgenden Mail hervorgeht, mutmaßlich mit der Unterstützung der jeweiligen Upline.

So erreichte uns u. a. folgende Mail:

„Hallo, ich bin 17 Jahre alt und hab mich von einem Lyconet-Marketer vor ungefähr einem Monat zum Einstieg bewegen lassen. Da ich wirklich ein erfolgsorientierter Mensch bin hatte er mit mir ein leichtes Spiel und dementsprechend startete ich auch auf sein teilweise drängen das das die beste Möglichkeit sei erstmal für 50€. Doch damit sollte es nicht getan sein denn er sagte immer wieder ich solle doch sogenannte Unit‘s buchen oder Doch den Premium-Marketer. Ich sagte, ich habe aber nur 400 Euro auf dem Konto und er meinte daraufhin ich solle alles in die Units stecken bzw. so viel wie möglich. Da ich der Person zu der Zeit vertraute und ich so manipuliert wurde, sah ich gar nicht wie ich einen riesen Fehler beging und überwies alles. Nach einem Monat wo ich so gut wie mein ganzes Umfeld mit Clouds vollgelabbert hatte ohne Ergebnis, fragte ich mich folgendes, was wenn Clouds nicht funktionieren, dann bist du ja letztendlich selbst schuld…. dazu kamen noch widersprüchliche Angelegenheiten und eine unsympathische Upline. Da brach alles in mir zusammen und ich wollte da raus und ich wollte nichts mehr mit so einer Network Marketing Company wie dieser zu tun haben, da das Produkt einfach nur ….. ist Ich hatte „meinem Marketer“ gesagt ich sei erst 17 und wie das dann ist, ob das ein Problem darstellt. Dieser meinte er frage bei seiner Upline nach und leitete mich weiter: “Ich könnte mich ja ganz ausversehen vertippen und dass das Alter grundsätzlich kein Problem darstelle, so die Rückmeldung. Daraufhin meldete ich mich gemeinsam mit ihm an und ,,vertippte“ mich wie davor von ihm gesagt. – Eine Erlaubnis von meinen Eltern hatte ich nicht, die hatten es mir sogar verboten. Gibt es da irgendeine Chance das Geld wiederzubekommen, ich habe für die 400€ hart gearbeitet, im McDonalds 40 Stunden an den Wochenenden neben dem Abi.“

Ich habe diese Vorgänge an MyWorld/Lyconet mit den entsprechenden Nachweisen weitergeleitet und angefragt, welche Kontrollmechanismen für solche Anmeldungen vorgesehen sind? Ob myWorld/Lyconet die Anmeldung von Minderjährigen billigt oder fördert? Ob Marketer, wenn überhaupt, hierzu belehrt und aufgeklärt werden und welche Konsequenzen es in Einzelfällen nach sich ziehen kann. Eine Rückantwort steht aus.

Lyoness auf der Suche nach unverbrannter Erde. (english version hereinafter)

Nach den Verboten in Norwegen und Italien  sowie den rechtskräftigen Verurteilungen als Schneeballsystem in Österreich und der Schweiz plant Lyoness in weiteren Ländern den Einstieg. Darunter sind u.a. Malaysia, Taiwan, Singapore, Japan, Argentinien, Kolumbien, Ägypten und selbst afrikanische Länder.

Vorstellung im Januar 2019 bei einer Veranstaltung

Von einem ausführlichen „Legalcheck“ in den einzelnen Ländern darf wohl eher nicht ausgegangen werden, denn schon zu Zeiten der Länderpakete fiel der Vertrieb in „Blitzkrieg-Manier“ in die Länder ein, wie z.B. Brasilien, Indien, USA etc.. Wie wurde damals Indien angepriesen, es wäre ein „Milliardenmarkt“, „alles gehe durch die Decke“ und „ein limitiertes Volumen sei nur für kurze Zeit verfügbar und man müsse sofort zugreifen“. Nach sieben Jahren ist in Indien das Händlernetz immer noch lächerlich dünn, auf die prognostizierte Entwicklung angesprochen, schweigt die Lyoness-Presseabteilung.

Japan ist für seine strenge rechtliche Auslegung in Wettbewerbsfragen bekannt und wird sicher viel Freude mit Lyoness/Lyconet, myWorld etc. dort haben. Die Antwort auf meine Anfrage bei der Japan Fair Trade Commission steht noch aus.


Lyoness and its new countries! [etc.]

 

After its prohibition in Norway and Italy as well as the final convictions as a snowball system (Ponzi scheme) in Austria and Switzerland, Lyoness is planning its entry into other countries. Amongst them are Malaysia, Taiwan, Singapore, Japan, Argentina, Columbia, Egypt and even African countries..

It may not be assumed that there will be an extensive legal check in the several countries, thus already in the times of country packages Lyoness invaded countries like Brazil, India or the USA in a “blitzkrieg manner”. Oh, how did they praise India for being a “billion-dollar market”. They said things like “business will go up through the roof” and “there is only a limited volume available and people have to seize the opportunity”. After seven years, Lyoness’s trading net is still ridiculously thin and its press department remains silent when being asked about their forecast back then.

Japan is known for its strict legal interpretation concerning competition questions and will surely have a lot of fun with Lyoness/Lyconet, myWorld etc. The answer to my request to the Japan Fair Trade Commission is still pending.