Antrag auf Aufschub des Verbotes in Norwegen abgelehnt! myWorld/Lyconet ignoriert Verbot!

Wie bekannt ist, wurde Lyoness/Lyconet mit Beschluss der norwegischen Lotterie- und Wettbewerbsbehörde vom 30.05.2018 in Norwegen verboten.

Am 13.06.2018 reichte myWorld/Lyconet einen Antrag auf Aufschiebung des Verbotes im Land ein, der mit Verfügung (liegt vor) vom 19.06.2018 abgelehnt wurde. myWorld/Lyconet darf auch weiterhin keine neuen Produkte verkaufen, bewerben oder Kooperationen abschließen. myWorld/ Lyconet hatte in dem Antrag auf Aufschiebung u. a. angeboten, dass Geschäftsmodell zu ändern und technisch entsprechend anzupassen. Hierbei sollte der Anteil von Verkäufen der von Lyconet angebotenen Produkte, nicht mehr als 50 % des Gesamtumsatzes betragen.

Bekannt ist auch, dass sich bisher myWorld/Lyoness/Lyconet nicht sonderlich um Verbote oder Einschränkungen geschert hat. Daher ist es wenig überraschend, dass die Leader der norwegischen Vertriebsschiene ihre Teams angewiesen haben – bis auf weiteres – „im kleinen Rahmen“ und „unter dem Radar“ weiter zu agieren.

Neu angeworbenen „Sponsoren“ wurde von Marketern erzählt, dass es sich bei dem Verbot in Norwegen um eine Falschmeldung handle. Als diese selbst recherchierten und feststellten, dass dieses Verbot tatsächlich existiert und rechtskräftig ist, habe man sich an die Behörden gewandt.

Lyoness/Lyconet und die geplante Kryptowährung „eCredits“!

In Norwegen wurden vor kurzem die Investitions-Produkte von Lyoness (Lyconet) verboten.

Es gibt das Gerücht, dass Lyoness nun eine Umwandlung von Investments in eine neue firmeneigene Kryptowährung namens „eCredits“ plant. Ein Video aus Lettland hat diese „eCredits“ beworben. Das Video wurde aber am 29.05.2018 von YouTube genommen.

Dem Video zur Kryptowährung zufolge soll ein „eCredit“ für € 1,- erhältlich sein, also im Verhältnis 1:1. Als Beispiel wird ein Investment von € 2.000,- mittels „Rabattgutscheinen“ in 2.000,- eCredits angeführt. Innerhalb von 4 Jahren sollen diese eCredits ein ROI von 10.000% (Verhundertfachung) ergeben.

All dies klingt sehr vertraut! Lyoness (Lyconet) hatte in der Vergangenheit bereits Versuche gestartet, das Pyramidenspiel-Image loszuwerden, indem es die Investitionen und die Marke selbst umbenannt hatte:

Im Jahr 2010 hießen die Investitionen noch „Gutschein-Anzahlungen“. Für diese bekam man eine „Einheit“ oder „Position“ pro € 50,-. Weiters gab es die Möglichkeit in „Länder- oder Kontinental-Pakete“ zu investieren.

Im Jahr 2014 wurden dann die Bezeichnungen geändert und das Investitionsgeschäft auf die neue Marke „Lyconet“ ausgelagert. Investitionen wurden nun mittels „Rabattgutscheinen“ getätigt. Für diese bekommt man einen „Shopping Point“ pro € 1,-. Investitionen in andere Länder heißen jetzt „Costumer-Clouds“.

Anfang 2018 folgte die Umbenennung der Lyoness-Einkaufsgemeinschaft auf „Cashback World“. Das Kundenbindungsprogramm wird nun eigens als „Cashback Solutions“ und bei Vereinen als „White Label Solutions“ bezeichnet. Die entsprechenden Konzerngesellschaften wurden in „mWA myWorld Austria GmbH“ und in „mWS myWorld Solutions AG“ umbenannt.

Mathematisch scheint das System im Hintergrund dasselbe geblieben zu sein: Die „Shopping Points“ werden gemäß „Lyconet Compensation Plan“ in „Einheiten“ pro € 50,- umgerechnet, wo wir wieder beim alten System vom Jahr 2010 wären. (siehe Lyoness strukturiert wieder um )

Im Ergebnis kann bezweifelt werden, dass die Kryptowährung „eCredit“ unabhängig vom bisherigen schneeballähnlichen System von Lyoness (Lyconet) sein wird.

Mittlerweile dürfte „eCredits“ offiziell gestartet sein. Hubert Freidl persönlich hat diese am 25.05.18 in Prag angekündigt als „the next huge big thing“. Wie genau eCredits mit dem System von Lyoness (Lyconet) in Verbindung stehen wurde am Seminar für die Lyconet-Elite nicht offenbart. Jedoch sollen alle „benefits from all of that” erhalten.

Quellen: Dr. Wolfgang Schöberl/Clemens Douda LL.M. (WU)

https://lottstift.no/en/om-oss/aktuelt/lyoness-must-stop-illegal-pyramid-activtiy-in-norway/ , 9.06.18

http://behindmlm.com/companies/lyoness/lyoness-to-launch-ecredits-cryptocurrency/ , 19.06.18,

http://behindmlm.com/companies/lyoness/lyoness-to-launch-ecredits-cryptocurrency/ , 19.06.18

https://diepresse.com/home/wirtschaft/verbraucher/5404000/Lyoness-strukturiert-wieder-um-Neuer-Name-Cashback-World  , 19.06.2018

https://www.youtube.com/watch?v=JU16UdN5ZLo , 20.06.18

 

Lyoness / norwegische Behörden legen nach! Abzocke an der Spitze der Pyramide. Polizei ermittelt.

In der norwegischen Zeitung „Bergensavisen“ (Norwegen Artikel 16.06.2018 ) ist am Wochenende ein ergänzender und interessanter Artikel erschienen, der sich u.a. den Einkünften der an der Spitze der norwegischen „Lyoness-Pyramide“ stehenden Personen widmet.

So sind in den letzten zwei Jahren – gemäß den eigenen Zahlen, die Lyoness gegenüber der norwegischen Lotteriebehörde offengelegt hat – mehr als 30 Millionen Kronen (das sind rund 3,3 Millionen Euro) an die Herren, die an der Spitze der Pyramide stehen, ausbezahlt worden. Wir erinnern uns, über die Cashback World wurden jährlich lediglich knapp 19 Millionen Kronen (knapp 2 Millionen Euro) umgesetzt.

Im Artikel ist aber auch zu lesen, dass mittlerweile die norwegische Finanzpolizei aktiv ist, weil der Verdacht besteht, dass diese Einkünfte nicht versteuert worden sind. Ebenso wurden Ermittlungen der norwegischen Kriminalpolizei aufgenommen.

 

Die typischen Lyoness-Angebereien der „dortigen Abkassierer“ werden ebenso angeprangert, da diese Kosten der arglosen Einzahler ins System mitträgt. Ebenso wird u. a. Terje Deusund scharf verurteilt, er habe nach dem ersten Verboten im Januar 2018 die Weisung an sein Team erteilt, dass Verbot zu ignorieren und einfach weiter die Cloud zu verkaufen. Um ihn herum sei es seit Januar 2018 recht still geworden, zwar habe er noch am alljährlichen Präsidenten-Treffen in Österreich teilgenommen, Europa dann aber in Richtung USA verlassen.  

 

 

Lyoness in Norwegen verboten! Die „Verwunderung“ darüber verwundert!

Untenstehend einige Links zu dem Beschluss der norwegischen Behörde vom 31.05.2018 sowie diverse Medienartikel. Die Einlassung von myWorld/Lyoness/Lyconet, man sei über das Verbot „sehr verwundert“, verwundert wiederum alle anderen.

Es ist mit diversen Sitzungsprotokollen zu den verschiedenen Sitzungen zwischen Lyoness/Lyconet und der Lotterie- und Wettbewerbsbehörde dokumentiert, dass die norwegische Behörde mehrmals angekündigt hatte, dass, wenn myWorld/Lyoness die Zahlen nicht dokumentiert darlegen kann, von einem Verbot auszugehen ist. UND JETZT IST MAN ÜBER DIE ENTSCHEIDUNG VERWUNDERT?!

Auch wird nun versucht es so darzustellen, als handle es sich in Norwegen um einen Alleingang der dortigen Behörde.

Was wirklich jeder verstehen muss ist, dass das Geschäftsmodell in JEDEM Land gleich ist. Und ausnahmslos ALLE Produkte zu diesem Geschäftsmodell werden in Graz entwickelt bzw. auf den Weg gebracht. Keine Niederlassung in den jeweiligen Ländern hat die Kompetenz oder Infrastruktur, um diese Dinge zu entwickeln. Jedes Cloud-Produkt wird einzig in Graz entwickelt, vorbereitet und ausgeführt.

Großzügig nach oben angepasste und gefakte Nutzerzahlen bzw. Händlerzahlen bilden die Grundlage für diese angeblichen Umsätze (um es legal aussehen zu lassen, werden die Sportkooperationen und Karten gelauncht). Nur so können die Investitionen der Mitglieder in die Cloud (die echten illegalen Umsätze) zunächst als angebliche legale Shoppingumsätze dargestellt werden.

Genau dieser Umstand ist ein Copy-Paste-Modell in jedem Land und Norwegen hat diesen Zusammenhang erkannt und Lyoness damit konfrontiert. Lyoness konnte das Gegenteil in dem vierjährigen Verfahren, insbesondere in den letzten fünf Monaten nicht beweisen. 

Insofern ist es eine komplette Frechheit von myWorld/Lyoness, den Beschluss aus Norwegen auf das Land beschränken zu wollen. Es gibt dort juristisch die gleichen Voraussetzungen für ein betrügerisches Pyramiden- und Schneeballsystem wie anderswo.

Ohne das Cashback Programm gibt es keine virtuelle Einkaufsgemeinschaft und auch keine Handelspartner – somit auch keine Umsätze für die Cloud (entsprechend der Argumentation von Lyoness selbst)

Im Verfahren am Handelsgericht Wien (Az. 11 Cg 75/16s–23) schafft es myWorld/Lyoness seit zwei Jahren ebenfalls nicht, die tatsächlichen Händlerzahlen glaubhaft zu dokumentieren und die rechtskräftigen Verurteilungen als Schneeballsystem zu widerlegen. Die Einlassung in Schriftsätzen und Gerichtsprotokollen von myWorld hingegen, niemand müsse bei myWorld/Lyconet andere für das System gewinnen/anwerben um „erfolgreich“ zu sein, konnte innerhalb kürzester Zeit mit schriftlichen Aussagen und aussagefähiger Mailkorrespondenz, widerlegt werden.

Link zur norwegischen Behörde (englisch)

Artikel norwegische Zeitung Bergenavisen

Norwegen verbietet Lyoness im Land „Die Presse“ v. 12. Juni 2018

Norwegen verbietet Grazer „Pyramidenspiel“ Lyoness

Norwegen verbietet Lyones im Land „Wiener Zeitung“ v. 12. Juni 2018

Norway reaffirms Lyoness illegal pyramid scheme decision 05. Juni 2018

 

 

my World/Lyconet! Von „Länderpaketen“ über „Costumer Cloud“ zur „Enterprise Cloud“.

Mit Lyconet hat die Klägerin 2014 die sog. Customer Clouds ins Leben gerufen. Vertragspartner ist nach wie vor die Lyoness Europe AG. Die von Lyoness angebotenen Customer Clouds funktionieren auf die gleiche Art wie die Rabattgutscheine, mit dem Unterschied, dass die Rückzahlung auf dem Umsatz von Mitgliedern außerhalb des Netzwerkes des Mitgliedes beruht.

Es gibt mittlerweile folgende Clouds: Austrian Customer Cloud, South East 1 Customer Cloud, South East 2 Customer Cloud, Italian Customer Cloud, Polish Customer Cloud, Nordic Customer Cloud, Slovakian & Czech Customer Cloud, Spanish and Portuguese Customer Cloud, German Customer Cloud.

Die Clouds entsprechen den früheren Länderpaketen, nur das Wording hat sich geändert.

Bei den Länderpaketen gab die Klägerin vor, auch in anderen Ländern eine Einkaufsgemeinschaft aufzuziehen. Durch das Investment sollten den Kapitalgebern automatisch die in den betreffenden Ländern (bzw. Kontinenten) gewonnenen neuen Lyoness-Kunden zugeteilt werden und die Investoren sollten an den Einkäufen der internationalen Kunden mitverdienen. Dazu müsse man nur ein Businesspaket erwerben und könne dann in diese „Boom-Märkte“ investieren. In periodischen Abständen wurde ein Länderpaket nach dem anderen angeboten, wie beispielsweise Amerika (I und II), Middle East & Africa, Asien, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika usw. usf. Es gab Buchungszeiträume und um möglichst vorne dabei zu sein, sollte man die Länderpakete auch entsprechend früh zeichnen. Im Gegensatz zum Businesspaket sei die Anwerbung von Mitgliedern nicht erforderlich, das könne man im Ausland ja auch gar nicht.

Die Realität sah aber anders aus: Bei allen Investments mussten auch weitere Kapitalgeber angeworben werden, um einen Gewinnanspruch zu haben, wodurch das Schneeballsystem perfekt ist.

Detto bei den Customer Clouds:

Der Investor der Customer Cloud heißt nunmehr “Sponsor”. Der Ausdruck Sponsor ist in diesem Zusammenhang sogar richtig, weil die Zahler nicht rückzahlbare Zahlungen an Lyoness leisten   und somit Lyoness sponsern. In dieser Cloud sollen sich Lyoness-Mitglieder befinden, welche Einkäufe (worunter vor allem auch Zahlungen an Lyoness fallen) tätigen und von diesen Einkaufsumsätzen soll der Sponsor eine prozentuelle Vergütung erhalten. Die Cloud, also die Summe ausgewählter Lyoness-Mitglieder, soll sich aus Kunden der Lyoness Website und Kunden diverser Kooperationen zusammensetzen. Doch welche Kunden zu einer Kooperation zählen, ist unbestimmt und nicht objektivierbar. Was Kunden der Lyoness Website sein sollen, ist völlig unklar. Die Cloud ist somit jedenfalls – wohl bewusst – eine unbestimmte Größe, da nicht einmal konkret definiert ist, welche und wie viele Mitglieder sich in ihr befinden sollen.

Die Clouds sind somit mit den bisherigen Länderbeteiligungen völlig ident, denn da wie dort soll der Einzahler (Investor, Sponsor) durch Leistung eines Kapitaleinsatzes an den Einkaufsumsätzen der Lyoness-Mitglieder in bestimmten Ländern bzw. einem bestimmten Pool mitverdienen.

Die Kunden der Clouds sollen durch ihre Einkäufe Shopping Points (SP) produzieren und das daraus resultierende SP-Volumen wird anteilig auf alle Sponsoren (teilnehmende Marketer) verteilt.

Der springende Punkt an diesem DKT-Spiel ist, dass die Sponsoren über Anzahl der Kunden und auch Händler (sog. Partnerunternehmen) getäuscht werden. Die Sponsoren leisten Zahlungen an Lyoness, da ihnen vermittelt wird, dass eine enorme Zahl von Kunden bereitsteht, welche bei einer ebenso großen Zahl an Lyoness-Vertragshändlern einkaufen werden.

In diesem Pool sind dann etwa

  • Mitglieder des Cashback World Programms
  • Kunden aus White Label-Kooperationen
  • Kunden der Key-Account-Kooperationen
  • Kunden aus weiteren Kooperationen

Also mit einem Wort ein unbestimmter und unbestimmbarer Kundenkreis, an deren Einkäufen der Sponsor der Customer Cloud mitverdienen soll.

Jedenfalls kosten diese Clouds natürlich Geld, wobei völlig unbestimmt ist, welche Gegenleistung man erwarten darf.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Cloud ist der Erwerb eines sog. Limited Edition Discount Vouchers. Der Preis pro Limited Edition Discount Voucher beträgt € 1.500,00 pro Stück. Es gibt eine limitierte Auflage sowie Zeichnungsfristen. War bei den Länderpaketen das Businesspaket Voraussetzung, muss man nun den „Limited Edition Discount Voucher“ (Rabattgutschein) vorab kaufen, um teilnehmen zu können. Der Erwerb des Limited Edition Discount Vouchers berechtigt zur befristeten Teilnahme an der Customer Cloud.

Lyoness übernimmt keinerlei Gewähr über Umfang und Ausmaß barer und unbarer Vorteile, die durch die Teilnahme an der Customer Cloud entstehen können.

Zusammenfassend muss daher festgehalten werden, die Vouchers für die Customers Clouds sind nichts anderes als die Fortsetzung der Anzahlungen in Länderbeteiligungen. Die Einzahler werden über Anzahl der Kunden und Händler und über die Gewinnchancen getäuscht, damit sie einen Kapitaleinsatz leisten.

Bereits bei den Länderpaketen wurde passives Einkommen versprochen, wie sich allerdings herausstellte, mussten allerdings weitere Mitglieder vom Kapitalgeber oder dessen Lifeline angeworben werden, damit eine Gewinnberechtigung bestand.

Auch bei den Customer Clouds im System Lyconet verhält es sich nicht anders. Die Sponsoren müssen selbst weitere Sponsoren anwerben, damit sie Vorteile aus dem System erhalten.

(Quelle: RA Dr. Fromhold)

Enterprise Cloud 1 (EC1)

Im typischen Lyconet-Wording wird alles als noch großartiger und als noch nie dagewesen dargestellt. Diese modifizierte „Super-Cloud“ übernimmt jetzt die bestehenden Cloud’s mit einer Laufzeit von 8 Jahren, der Cloud-Inhaber hat kaum eine Chance dem zu entkommen und auch hier wird suggeriert, dass es quasi keine Verluste geben kann.

Bei der neuen EC1 wird zunächst 48 Monate angespart, dann weitere 48 Monate im System belassen und schon hat man eine Menge an Geld verdient. Nach diesen 8 Jahren wird dann weiterhin monatlich ausbezahlt, unter der Bedingung, dass man mindestens 50 SPs monatlich an Einkäufen schafft oder ESP aktiv hält!

Ab Juni werden alle bisherigen LEDVs nicht mehr angeboten und die wenigen noch verfügbaren LEDV fließen in eine noch großartigere Global Enterprise Cloud! Hierzu zu einem späteren Zeitpunkt mehr!

Natürlich werde ich hier wieder sehr viel Kritik und Beschimpfungen von „Lyconet-Jüngern“ erhalten, aber vielleicht schafft es ja einer der Kritiker einmal, mit nachvollziehbaren belegten Zahlen, die nicht von myWorld/Lyconet selbst verfasst wurden, gegenteiliges zu belegen.  

 

Lyconet – Gespräch mit „Premium-Marketer“ in der Hotellobby!

 

Auf Facebook werben „junge Wilde“ wie Fabian Lehner und Andreas Matuska für ein revolutionäres Geschäftsmodell und posieren in Luxus-Urlaubsdomizilen, mit schicken Autos und gehobenen Lifestyle.

Sie werben in ihrer Altersgruppe und kantigen Weisheitssprüchen mit „Lyoness/Lyconet“ als wäre „das Rad neu erfunden“. Viele zeigen Interesse und sehen ihre Chance auf ein perfektes Leben endlich gefunden zu haben. In Gedanken sehen sie sich bereits in ihrer Luxuskarosse durch Monaco cruisen, auf der Suche nach einem standesgemäßen Domizil.

Hier geht es zum Zeitungsartikel: Artikel Schaffhauser AZ

Ein Schweizer Redakteur des „Schaffhauser Wochenblatt“ hat auf die Präsentation eines „Premium-Marketer“ bei Facebook reagiert und gab vor mitmachen zu wollen. Er traf sich mit dem „Marketer“ in einer Hotellobby um Einblicke in dass «big business» zu erhalten.

Hier sein Bericht:

Markus ist der Kumpeltyp. «Ich schreibe lieber nicht zu viel, sondern rede persönlich mit den Leuten, verstehst du?» Markus duzt ungefragt. So hat man es ihm wohl beigebracht an der Schulung, dort, wo man ihm auch eingetrichtert hat, dass er bald ein reicher Mann sein werde, wenn er nur genug weitere «Premium Marketer» anwerben würde, die bei diesem «visionären Projekt» mitmachen. Einer davon soll ich sein.

Markus wohnt in Flurlingen und heisst in Wirklichkeit anders. Ich wurde über Facebook auf ihn aufmerksam. Ein äus­serst attraktives Geschäft offeriert er hier, ein Einkommen ohne Obergrenze. Wer mitmacht, könne arbeiten, wo er wolle, mit wem er wolle, so viel er wolle. Und das Geld sprudle. Ich schreibe Markus eine Nachricht, wie auch zwei Dutzend andere Facebook-User aus der Region.

Er möchte wissen, was ich beruflich mache (Student), und erklärt dann kurz und euphorisch, worum es geht. Ein Auszug: «Wenn es nun die Möglichkeit gäbe, von all diesen Umsätzen [des weltweiten Konsumgeschäfts] zu profitieren und damit Geld zu verdienen am gesamten Einkauf, dann sollte man diese Chance nutzen. Genau das habe ich getan und jetzt zeige ich anderen Menschen diese Möglichkeit und helfe ihnen das umzusetzen.»

8 Millionen Mitglieder
Ich bin interessiert und treffe Markus einige Tage später in der Lobby eines chicen Hotels. Ein begeisterter, dauergrinsender Mann mittleren Alters, der zu glauben scheint, was er mir in den 45 Minuten erzählt.

Das System, das er umreisst, ist schwer durchschaubar. Laut Wikipedia handelt es sich um eine «länder- und branchenübergreifende Einkaufsgemeinschaft». Dahinter steckt die Firma Lyoness mit Sitz in Buchs, St. Gallen. Das operative Geschäft spielt sich in Österreich ab, tätig ist Lyoness in 47 Ländern. Rund 8 Millionen Mitglieder sind über den ganzen Erdball verstreut. Das System ist etabliert. Gegründet wurde es 2003.

Im Kern funktioniert es folgendermas­sen: Mitglieder erhalten eine personalisierte Karte. Wenn sie damit in einem von zehntausenden Partnershops einkaufen, bekommen sie einen einstelligen Prozentsatz des Kaufpreises rückerstattet. Markus gibt mir eine Karte, die ich noch registrieren muss. Wenn ich nun damit einkaufe, bekomme nicht nur ich selbst Geld rückerstattet, auch Markus bekommt auf meinen Einkauf einen winzigen Prozentsatz gutgeschrieben, da er mich angeworben hat. Er ist «Premium Marketer».

So weit, so gut. Doch das allein sei eigentlich nicht der Rede wert. Es gebe auch die Möglichkeit, «big business» zu machen – als «Premium Marketer».

Was es damit auf sich hat, wird detailliert in einem Film gezeigt, den mir Markus im Anschluss an unser Gespräch zuschickt. Eine halbe Stunde lang erklärt ein adretter, junger Herr, warum Lyoness «Weltgeschichte schreiben» wird. «Premium Marketer» verteilen Karten und bekommen einen winzigen Prozentsatz der getätigten Einkäufe ihres Netzwerks gutgeschrieben. Wenn sie nun aber nicht nur Kunden gewinnen, sondern weitere «Premium Marketer» akquirieren, profitieren sie auch von deren Netzwerk. Irgendwann, so das Versprechen, wird das System zum Selbstläufer. Ohne jegliches Zutun fliesst Geld auf das Konto derer, die ein grosses Netzwerk haben. Eine Grafik (siehe Seite 4) besagt, dass ich damit bis zu 150’000 Euro verdienen kann – monatlich. Quintessenz: «Werde so schnell es geht Premium Marketer!»

Ein Schneeballsystem
Als ich Markus frage, was es ihm nütze, wenn er mich anwerbe, sagt er nach einigem Zögern: «Ich kann ja nicht die ganze Region selbst abgrasen, ich brauche Hilfe.» Ob er an mir verdiene? «Ach, ja, ich glaube ein bisschen, aber keine Ahnung wie viel, vielleicht zweihundert Franken.» Darum gehe es mit Bestimmtheit nicht, und die Vorteile lägen ja sowieso klar auf meiner Seite: «Wenn du von Lyoness weisst und nicht einsteigst, ist es, wie wenn du jeden Tag Geld aus dem Fenster wirfst.»

Doch wie werde ich «Premium Marketer»? Ich kaufe mich ganz einfach ein. Um «big business» zu machen, muss ich 3’600 Franken bezahlen, dann bin ich, wie Markus, mein eigener Chef und bau mein Netzwerk auf. Auf dem Handy zeigt er mir, wie jeweils am Dienstag das Geld reinkommt. SMS bestätigen den Eingang von ein- und zweistelligen Geldbeträgen.

Sucht man im Internet nach Lyoness, stösst man auf weniger Euphorie. Bereits 2013 recherchierte der «Beobachter», dass 99,7 Prozent der ausbezahlten Gelder nicht wie versprochen von den Partnerfirmen stammen, sondern von Einzahlungen von «Premium Marketern». Das System speist sich selbst. Die Neuen bezahlen die Alten. Der «Beobachter» schreibt, dass einige der Leute an der Spitze von Lyoness in der Schweiz einst einen illegalen Schenkkreis betrieben hatten. Die Erfinder hatten abkassiert, irgendwann sei der Kreis kollabiert und die kleinen Leute hätten ihr Geld verloren.

Lyoness selbst wurde von mehreren Dutzend Gerichten in mehreren Ländern rechtskräftig als «unlauteres Schneeballsystem» qualifiziert. In einem wegweisenden Urteil sagte das Obergericht Zug im Februar 2017, ein Schneeballsystem liege vor, sobald in Aussicht gestellt werde, dass die Anwerbung von weiteren Mitgliedern Vorteile bringen könne. Die Verträge, die Lyoness mit ihren Mitgliedern abgeschlossen hätten, so das Gericht, seien nichtig, da sie gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstossen würden. Erst vor wenigen Monaten wurde die Geschäftstätigkeit in Norwegen von der staatlichen Lotteriebehörde verboten. In diversen Berichten liest man im Internet von einst glühenden Verfechtern des Systems, die ihnen versprochenen Beträge hätten sie nie auch nur ansatzweise erhalten.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco sagt auf Anfrage der «az» vorsichtig, es rate «auf Grund der Intransparenz des Systems von Lyoness zur Vorsicht».

Kein Geld für ein Mineralwasser

Markus kommt in der Hotellobby von selbst auf das Thema Schneeballsystem zu sprechen: «Weisst du, was ein Schneeballsystem ist?» Und dann: «Wir sind keines.» Er erzählt von einem Strafrechtsprofessor, der das belegt habe. Was er nicht sagt: Besagtes Gutachten vom September 2013 wurde von Lyoness selbst in Auftrag gegeben. Lyoness hat jegliche Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Heute heisst Lyoness offiziell anders. Die rechtlichen Probleme hatten eine Reihe von Namensänderungen zur Folge. 2014 wurde aus Lyoness Lyconet. Vor wenigen Wochen wurde auch die Lyoness Group AG aus dem Firmenregister gestrichen. Neu heisst die Firma «mWS myWorld Solutions AG». Das System tritt auch unter dem Namen Cashback auf.

Markus jongliert mit allen vier Namen. Er warnt mich davor, mich selbstständig zu informieren. Das System sei so kompliziert, da sei es einfacher, es werde einem persönlich erklärt. So könne man nachfragen. Der nächste Schritt wäre, dass ich mit ihm zusammen zu einer Präsentation nach Volketswil fahren würde. Die finde zweimal wöchentlich statt und dort treffe ich auch auf weitere Interessierte.
Solche Gespräche, wie er sie gerade mit mir geführt hat, habe er in den vergangenen Monaten mit etwa zehn Menschen aus dem Raum Schaffhausen geführt, sagt Markus. Ich solle mir jetzt Zeit nehmen, aber nicht zu viel, und mich dann wieder bei ihm melden. Nochmals mit Nachdruck: «Das System kann nicht stoppen, es kann nicht verrecken!»

«Leider» hat Markus gerade nur Euro dabei und gibt mir zu verstehen, dass es nach diesem wegweisenden Gespräch angezeigt wäre, dass ich sein Mineralwasser übernehme. Nachdem ich bezahlt habe, fragt er mich unverblümt nach der Rechnung: «Für die Steuern.»

Nach dem Treffen oute ich mich als Journalist und stelle Markus schriftlich einige Fragen. Er antwortet nicht.“

Vielen Dank an das „Schaffhauser Wochenblatt“ für die Recherchen!

Lyoness Norway AS mit aktuellem Beschluss vom 31.05.2018 endgültig in Norwegen verboten! (english version hereinafter!)

Lyoness hat unverzüglich alle Geschäfte, Beteiligungen und Verbreitungsaktivitäten in Norwegen einzustellen, da es gegen § 16 Absatz 2 des Lotteriegesetzes verstößt!

Die Entscheidung vom 31.05.2018 richtet sich an die myWorld Norway AS (ehemals Lyoness Norway AS) und Lyoness Europe AG, es betrifft aber auch etwa 152.000 norwegische Mitglieder und 1.000 norwegische Händler, die Lyoness im Einnahmesystem angegeben hat.

Der Beschluss kommt zu dem sehr deutlichen Ergebnis, dass es sich bei der gesamten Tätigkeit von Lyoness um ein unzulässiges Pyramidenspiel handelt, also auch, was „bloß“ die Cashback-Karten betrifft. Die Behörde hat anhand der von Lyoness vorgelegten Zahlen herausgearbeitet, dass auch das „neue“ Lyconet-System darauf basiert, dass unklare Zahlungen für „Customer Clouds“ und „Rabattpunkte“ getätigt werden, und ob man etwas ausbezahlt erhält, davon abhängt, wie viele Teilnehmer man selbst wirbt.

Das Verbot von Lyoness in Norwegen gilt ab sofort; lediglich im Zusammenhang mit den „Cashback-Cards“ hat die Entscheidung aufschiebende Wirkung bis zum Ergebnis einer eventuellen Berufung. Hinsichtlich des „Lyconet-Teils“ der Entscheidung könnte Lyoness aber die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung beantragen, falls Berufung erhoben wird.

Sehr bezeichnend ist auch, wie die Lotteriebehörde weiter ausführt, dass von den Gesamt-Einnahmen von Lyoness in Norwegen im Jahr 2016 in Höhe von NOK 225,900.000 (ca. 23.800.000 €) nur NOK 19,400.000 (2.000.000 €) aus Kommissionszahlungen von Loyalitätsbetrieben u.ä. resultieren und der Rest aus den Zahlungen der Teilnehmer für Anteile an „Customer Clouds“, „Rabattpunkten“ etc., sodass also die Einnahmen aus dem „Pyramidenspiel“ den Löwenanteil der Umsätze darstellen.

Die Behörde steht für Fragen von norwegischen Mitgliedern zur Verfügung, was die Entscheidung für einzelne Mitglieder und was mit deren Geld geschieht, dass an Lyoness bezahlt wurde.

siehe auch Beschluss vom 31.05.2018 Veröffentlichung der norwegischen Behörde (english)

 

Lyoness must stop illegal pyramid activty

On 31 May 2018, the Norwegian Gaming Authority made the decision in which Lyoness was notified that it must immediately cease all operations of, participation in and extent of its activity in Norway, as it is in violation of Section 16 second paragraph, cf. first paragraph, of the Lottery Act.

Lyoness has three weeks to complain about the decision.

This is a brief summary of the decision in english. The whole decision can be read here (only in Norwegian).

In a supervisory case against Lyoness, the Norwegian Gaming Authority has assessed whether its business activity in Norway is a pyramid-like sales scheme in which consideration is paid for the possibility of gaining an income specifically derived from the recruitment of others to the scheme, and not to the sale or consumption of goods, services or other benefits, cf. the Norwegian Lottery Act Section 16 second paragraph.

The Norwegian Gaming Authority concludes that Lyoness is an illegal, pyramid-like sales scheme pursuant to Section 16 second paragraph of the Lottery Act.

The Norwegian Gaming Authority has based its assessment on the fact that Lyoness’s earnings in Norway are specifically derived from the recruitment of participants and not the sale or consumption of goods, services or other benefits. Participants who purchase discount vouchers, shares in customer clouds, gift vouchers, marketing material and seminars from Lyoness do not receive goods, services or other benefits that correspond to the value that has been paid, and the payments can in reality be seen as consideration in return for participant status. Lyoness has not been able to document that the company’s earnings are specifically derived from the sale or consumption of goods, services or other benefits, rather than the recruitment of others to the scheme, cf. Section 16 third paragraph of the Lottery Act.

The unlawful conditions have not ceased after the Norwegian Gaming Authority sent notice of its decision to order the activity to cease. Lyoness has made objections to the preliminary notice, but the Norwegian Gaming Authority does not find that these objections give grounds for changing our assessment of Lyoness as an illegal, pyramid-like sales scheme.

On this basis, the Norwegian Gaming Authority made the decision in which Lyoness was notified that it must immediately cease all operations of, participation in and extent of its activity in Norway, as it is in violation of Section 16 second paragraph, cf. first paragraph, of the Lottery Act.

This decision is aimed at myWorld Norway AS (previously Lyoness Norway AS) and Lyoness Europe AG, but it will also affect around 152,500 Norwegian participants and 1,000 Norwegian loyalty companies that Lyoness has stated are included in the sales scheme.

The decision entails that Lyoness must immediately case all its activities in Norway, except for the part of the decision that is given suspensive effect until the deadline for appealing expires (see below). The decision entails that all recruitment by and all payments from Norwegian participants and loyalty companies to Lyoness, Lyconet, Cashback World and myWorld must cease. Furthermore, marketing of the business, use of advantage cards and sales of discount vouchers, shares in customer clouds, gift vouchers, marketing material, seminars etc. must cease. Lyoness must also suspend all payments of discounts, bonuses and commissions to Norwegian participants.

This decision does not prevent Lyoness from paying back what the participants have paid up to the time of the decision in return for discount vouchers and shares in customer clouds, and that have not actually been paid back in the form of redeemed discount vouchers. Neither does the decision prevent Lyoness from paying back what the participants have paid in return for marketing material and seminars up to the time of the decision. Lyoness may also pay out discounts that the participants have earned from their own purchases from loyalty companies up to the time of the decision.

The Norwegian Gaming Authority has, with hesitation, concluded that parts of the decision will be given suspensive effect until the deadline for appealing expires in three weeks, cf. Section 42 of the Norwegian Public Administration Act. Suspensive effect is granted for existing participants’ use of advantage cards and any actual payment of discounts that individual participants earn through their own purchases from existing loyalty companies. In its conclusion, the Norwegian Gaming Authority has stressed the fact that there is limited administrative practice and case law in the area.

The Norwegian Gaming Authority requires prompt, written confirmation that the violation has ceased, cf. Section 16 fourth paragraph of the Lottery Act. Lyoness must also state whether it will continue the part of its operations for which suspensive effect has been granted until the deadline for appealing expires, and whether it will request that the decision be given further suspensive effect.

The Norwegian Gaming Authority asks Lyoness to inform all Norwegian participants and loyalty companies about the decision and its consequences as soon as possible. We ask in particular that Lyoness send the decision to the 11 Norwegian participants that the Norwegian Gaming Authority has addressed directly in the case, and that Lyoness has assisted in connection with presenting documentation. The Gaming Authority asks Lyoness to confirm that it has informed its participants and loyalty companies, and to inform us of how this has been done. We also ask Lyoness to inform the Gaming Authority of what action the company will take towards Norwegian participants who have paid money to Lyoness and who have not received any goods, services or other benefits equivalent to the value that has been paid.

The Norwegian Gaming Authority finds reason to emphasise that we take a very serious view of this case. From when the Norwegian Gaming Authority first initiated a supervisory procedure against Lyoness in 2014 and up to the time of the decision to order a cease in business activity, the Norwegian Gaming Authority has received many credible tips with troubling information about the business activity that Lyoness and some of its Norwegian participants operate in Norway.

Lyoness has stated that it takes the criticism from the Norwegian Gaming Authority very seriously and that it has implemented measures to ensure that its business is run in accordance with the intention of creating an international shopping network. Lyoness has also implemented measures to prevent individual participants from giving incorrect information about the sales scheme, and some Norwegian participants have also been given a refund.

The Norwegian Gaming Authority recognises that Lyoness has implemented actions to rectify and limit undesirable consequences of its business activity. However, the implemented actions do not change the Norwegian Gaming Authority’s assessment that Lyoness is an illegal, pyramid-like sales scheme pursuant to Section 16 second paragraph of the Lottery Act. Nor have these actions, in the Gaming Authority’s view, been sufficient to rectify the negative financial and social consequences that the business activity has caused several of the participants and their families. We make particular reference to the fact that Norwegian participants have paid hundreds of millions of Norwegian kroner to Lyoness without receiving goods, services or other benefits equivalent to the value that they have paid. Some individual participants have also made payments of hundreds of thousands of Norwegian kroner. A very high number of participants have made such payments after receiving incorrect information from other participants in the sales scheme that these were savings and investments that would generate a ten-fold return in just a few years. Several participants made such payments after being recruited by family members or friends.

Throughout the supervisory process, the Norwegian Gaming Authority has received repeated, credible reports from a significant number of people that young people and vulnerable people with poor finances have spent their savings and taken out loans for the purpose of investing in Lyoness. Young people have left their studies to work for Lyoness, and many family relationships and friendships have suffered because of the business. The Norwegian Gaming Authority also notes that Lyoness in its marketing has tried to make its business appear legitimate by referring to several large, well-known national and international companies and by giving incorrect information about partnership agreements that Lyoness supposedly has with these.

Based on the tips received in this case, the Norwegian Gaming Authority also finds grounds to inform e.g. the Norwegian Consumer Authority, the Norwegian Tax Administration and the Financial Supervisory Authority of Norway of the decision, as we see that this case raises questions regarding breach of the Marketing Control Act, tax legislation and financial legislation.

Link zu norwegischen Lotterie- und Wettbewerbsbehörde Link zur Lotterie- und Wettbewerbsbehörde

Cashback Card – wo sind die Händler in deiner Stadt/Umgebung?!

Lyoness/Cashback World/mWG myWorld Germany GmbH usw. (nachfolgend Lyoness genannt) bezeichnet sich gerne als etablierte und weltgrößte Einkaufsgemeinschaft, kann aber auch nach gut 13 Jahren immer noch kein ernstzunehmendes Händlernetz vorweisen. Im Gegenteil.

Große namhafte Unternehmen distanzieren sich seit Jahren von diesem Unternehmen, stehen lediglich nur noch über Affiliate-Partner und ausschließlich auf Gutscheinbasis indirekt mit Lyoness in Verbindung

Jemand der sich ernsthaft mit dem Gedanken trägt, mit diesem Schneeballsystem (in Österreich und Schweiz rechtskräftig verurteilt) sein Glück zu versuchen, sollte einen Check durchführen: Wo sind all die Händler vor der eigenen Haustür und in meiner Umgebung? 

Aktuell kann die angeblich weltweit größte Einkaufsgemeinschaft z. B. in München nur 18 Händler mit Münchner Postleitzahl (davon akzeptieren 10 Einzelhändler die Cashback-Card) vorweisen. In Berlin sind es ganze 97 Händler (73 akzeptieren eine Cashback Card). (Quelle: Cashback World, 31.05.2018).

In Deutschland sind derzeit 2854 sogenannte „Partnerunternehmen“ (Quelle: Cashback World, Stand 31. Mai 2018) auf der Website gelistet. Ich habe mich auf der Cashback World-Website auf die Suche nach Händler in den einzelnen Bundesländern gemacht und wo meine Cashback Card quasi im „Cafe ums Eck“ eingesetzt werden kann.

Nachstehend die Informationen von Cashback World selbst:

Bundesland Händler gesamt CB-Card akzeptiert
Bayern 213 208
Baden-Württemberg 304 294
Berlin   97   73
Brandenburg   79   74
Bremen   14     7
Hamburg   41   35
Hessen   83   79
Mecklenburg-Vorpommern 205 201
Niedersachsen 149 147
Nordrhein-Westfalen 139 124
Rheinland-Pfalz 105   95
Saarland   11     8
Sachsen 311 308
Sachsen-Anhalt   36   30
Schleswig-Holstein   48   41
Thüringen   73   71
Deutschland gesamt 1.908 1.795

(Quelle: Cashback World ; Stand 31.05.2018, Zahlen können variieren)

Mit dieser „Handvoll an Händlern“ soll die prognostizierte Entwicklungen realisiert werden? Alles schon mal gagewesen. Man hat die damaligen Länderpaketen einfach „rundum erneuert“, ein abgeändertes Wording verpasst und als „Cloud“ den Vertrieb aktiviert.

Was derzeit auch Deutschland von den Marketer in den sozialen Medien aufgeführt wird, ist der sprichwörtlich „Tanz ums Feuer“, denn Asche wird übrig bleiben, wie bei den damaligen Länderpaketen. Auch zu Zeiten der Premium-, Business- und Länderpakten sollte alles „durch die Decke gehen“, „war noch nie dagewesen“ und „wegweisende Visionen“ wurden versprochen. 

Ich habe von den bei Cashback World Deutschland gelisteten Unternehmen querbeet 500 Händler wertungsfrei kontaktiert und nach deren Erfahrungen mit Lyoness/Cashback World etc. befragt. Die Rückmeldungen der Händler sind selbstverständlich freiwillig, dokumentiert und werden mit deren Zustimmung veröffentlicht werden.

 

 

 

„Soll ich z. B. in die Schweden-Cloud investieren?“ Eine sachliche Begründung um von Customer Clouds abzuraten!

Bereits am 19. April 2017 antwortete der versierte Privatanleger, Ingenieur und selbsternannte „Finanzwesir“ auf die Leserfrage: „Soll ich in die Schweden-Cloud investieren?“ folgendermaßen: „Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, dann ist es auch meist nicht wahr. Ich bezahle 1.500 Euro für die Schweden-Cloud. Die Wikinger shoppen sich in Ekstase und bei mir fluten die Kronen nur so rein. Ehrlich jetzt?“ (https://www.finanzwesir.com/blog/multilevelmarketing )

Diesem sarkastischen Fazit ging jedoch eine ernste Prüfung und Fragenstellung voraus. Dem Finanzwesir nach prüfen Profis am Papier und in der Praxis, bevor sie in ein Geschäft investieren. Auf dem Papier sind die Verträge zu prüfen, zu fragen ob das Geschäftsmodell auf realistischen Zahlen basiert, ob die Umsätze dauerhaft generiert werden können, etc. In der Praxis müsste man an die Lage vor Ort prüfen. Das würde etwa bedeuten eine Feldstudie an der Supermarktkasse vor Ort durchzuführen und zu prüfen wie viele Kunden per Cashback Card, für welche Summen einkaufen. Schließlich müsse man die Schlussrechnung erstellen, wie viele Shopping-Punkte generiert werden, wie viel in der Organisation versickert und was bei einem selbst noch ankommt.

Diesen Praxistest hat vor kurzen die norwegische Glückspielbehörde gemacht (Entscheidung der norw. Lotterie- und Stiftungsaufsicht GZ 18/00107-1/ vom 19.02.18). Die Zahlen kamen nicht aus einer Feldstudie, sondern sind die tatsächlichen Zahlen aus der Buchhaltung von Lyoness/Lyconet selbst. Fazit: von € 23,54 Mio Umsatz kommen € 21,52 Mio aus dem Verkauf von Rabattgutscheinen, Customer Clouds, etc. und nur € 2,02 Mio aus dem Verkauf von Waren. Das bedeutet 91% aller Umsätze kommen aus Investitionen und nicht aus Einkäufen. Investitionen sind keine dauerhaften Umsätze, die Zahlen sind damit auch nicht realistisch. Durch die Einkäufer werden dadurch auch weit weniger Shopping-Punkte generiert

Im Ergebnis sei es laut Finanzwesir immer wieder das gleiche Schema: Die Verkäufer meinen die Abkürzung zum Reichtum gefunden zu haben und man dürfe als Auserwählter mitmachen. Diese Abkürzung existiere aber nicht. Auch die norwegische Glückspielbehörde hat (noch nicht rechtskräftig) entschieden, dass es sich bei den Tätigkeiten von Lyoness/Lyconet und damit auch bei den Customer Clouds und den Rabattgutscheinen um ein Pyramidenspiel bzw. Schneeballsystem handelt (https://lottstift.no/nb/om-oss/aktuelt/varsel-om-vedtak-sendt-til-lyoness/ ;

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Wolfgang Schöberl/Clemens Douda LL.M. (WU))

Vergleichsportal “Cashbackjournal.de” schützt die Verbraucher und listet Cashback World nicht!

CashbackJournal.de vergleicht die angebotenen Cashback-Dienste und sucht den direkten Austausch mit dem jeweiligen Anbieter, um die größtmögliche Transparenz für Kunden zu gewährleisten. Zu einem Großteil der Cashback-Anbieter hält das Vergleichsportal einen persönlichen Kontakt und spezielle Verträge. Zwar hilft der Support der Cashback-Anbieter oft schneller, aber bei speziellen Problemen kann es helfen, wenn das Portal einen direkten Ansprechpartner bei den Cashback-Anbietern kontaktiert.

Stichproben des Vergleichsportales ergaben, dass bei „Cashback World“ auch nicht mehr Cashback gegeben wird, wie bei anderen verglichenen Anbietern. Das angegebene Händlernetz ist mit auffallend vielen Gutscheinpartnern besetzt und die wenigen namhaften Partner sind lediglich über Affiliate-Partner zugeführt und recht dürftig.

In der Vergangenheit wurde Lyoness mehrfach vom Vergleichsportal kontaktiert, um über eine Aufnahme in das Portal zu sprechen, jedoch hat Lyoness in seiner ureigenen Art nie darauf reagiert.

Es liegt auf der Hand, dass es nicht im Sinne der myWorld Unternehmensgruppe AG (Cashback World) ist, wenn sich ein Vergleichsportal näher mit der Firma auseinandersetzt. Es wäre schnell ersichtlich, dass es sich beim tatsächlichen Kerngeschäft des Unternehmens, um den Vertrieb der Cloud, Cashback Solutions handelt.    

Auf eine Anfrage teilte das „CashbackJournal.de“ mit:

„Lyoness ist uns natürlich bekannt (siehe Watchlist CashbackJournal), aber unsere Stichproben ergaben, dass sie nicht mehr Cashback zahlen als die bereits bei uns verglichenen Anbieter.

Darüber hinaus gibt es zu der Firma viel schlechte Presse: Siehe Wikipedia: Lyoness, Kritik am Geschäftsmodell und rechtliche Auseinandersetzungen Weiterhin hatten wir der Firma schon mehrfach Post geschickt ohne eine Antwort zu erhalten.“