Mitgliederbetrug bei „Macao-Cloud“ – LKA Wien ermittelt gegen Helmut Freydl (english translation herinafter)

Das Landeskriminalamt Wien – Abteilung EB4 Wirtschaftskriminalität – ermittelt unter (Az. 5 St 42/17d) gegen Helmut Freydl im Zusammenhang mit der Lyoness Austria GmbH und deren Veranstaltung des „Elite Seminars mit Eric Worre“ im September 2016 in der Wiener Stadthalle .

Ein schwedischer Lyoness Marketer hat demnach im Sommer 2016 einen Algorithmus/Zuordnungs-Prozess bei Lyoness entdeckt, der die internationale Buchung der ESP Units, aller befindlichen Marketer der ‚L‘-Länder ab der Karrierestufe 2, betrifft. Die unter strengster Geheimhaltung erteilte Information in Wien war, dass ab besagtem Tag NUR die Seebacher–Linie vom Wissen des Schweden profitieren solle. Damit alle Seebacher-Marketer, die sich nicht in der Karrierestufe befanden (wie die meisten es waren), auch in den Genuss des schnellen Durchlaufs der Units kämen, konnte eine Art „Lizenz“ erworben werden.  Pro williger Person wurden 200 Euro für das sogenannte Karriere 2 „Upgrade“ verlangt. Eine Zahlungseingangsbestätigung dieser „Lizenzgebühr“ hat aber niemand in der besagten Gruppe erhalten und es ist einiges an Geld geflossen.

Die mir hierzu vorliegenden Unterlagen/Belege wurden an die Polizei weitergeleitet.

Diese Machenschaften zeugen von Lug und Trug und werden unter dem kriminellen Vorsatz geführt, immer wieder neue Wege zu finden, den Leuten – in dem Fall den getreuen Lyoness-Schäfchen – Geld aus der Tasche zu ziehen und dabei noch andere Lyoness-Direktionen zu übergehen.

Fraud against members at „Macao Cloud“ – The State Office of Criminal Investigations of Vienna is investigating Helmut Freydl

The State Office of Criminal Investigations of Vienna – Department EB4, Economic Crime Unit – is investigating Helmut Freydl (case no. 5 St 42/17d) in connection with Lyoness Austria GmbH and their event “Elite Seminar with Eric Worre” in September 2013 at the Wiener Stadthalle.

 According to this, in the summer of 2016, a Swedish Lyoness marketer discovered an algorithm/assignment process at Lyoness regarding the international booking of ESP Units of all marketers from “L”-countries from the career level “2” onwards. The top-secret information was that on that day ONLY the Seebacher line should benefit from the Swede’s knowledge. In order that all Seebacher marketers who were not at the necessary career level (like most of them) could enjoy the benefit of going through the different units quickly, they had the possibility to purchase a kind of “license”. 200 Euros were charged per person for an upgrade to the career level 2. However, nobody in that group has received a confirmation of payment for this “license fee”, although a great deal of money has been spent.

All relevant documents/receipts available to us have been forwarded to the police.

These fraudulent activities are being carried out under the pretext of finding ever new ways of taking more money out of the pockets of people – and in this case the faithful Lyoness sheep –  while at the same time disregarding other Lyoness managing departments.

 

 

„OneCoin“-Queen Dr. Ruja Ignatova mit 14 Monaten auf Bewährung vorbestraft !

Bereits im April 2016 stand Frau Dr. Ruja Ignatova als frühere Betriebseignerin der Waltenhofer Gusswerke (bei Kempten) vor dem AG Augsburg. Der Staatsanwalt attestierte der Fr. Doktor „eine gewisse kriminelle Energie“, worauf die ehemalige Chefin des Waltenhofener Gusswerks kurz den dunkelrot geschminkten Mund verzog. Dies war so ziemlich die einzige Reaktion zu den Vorwürfen der Insolvenzverschleppung. Ansonsten verfolgte sie ohne merkliche Regung die gut einstündige Verhandlung. Das Urteil, dass die Augsburger Amtsrichterin Elke Bethge nach einer kurzen Pause verkündet, entsprach exakt dem, was sie zu Beginn der Verhandlung angekündigt hatte: Ein Jahr und zwei Monate auf Bewährung. Dazu eine Geldstrafe von 18.000 Euro an den Staat. Der ebenfalls angeklagte Vater hat einen Strafbefehl über 12.000 Euro erhalten. Er nahm aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Verhandlung teil. Die Geldstrafe dürfte der Angeklagten lediglich ein müdes Lächeln entlockt haben, macht sie doch mit OneCoin derzeit den „großen Reibach“.

Die Vorgeschichte zur Verurteilung weist ein typisches Verhaltensmuster auf.

Das Gusswerk Waltenhofen fertigte seit 1947 hochwertige Gussteile für den Werkzeug- und Maschinenbau, sowie die Automobilindustrie. Nach einer Insolvenz im Jahre 2009 trat Dr. Ruja Ignatova nebst Vater als Retter auf und kauften das Unternehmen. Um den Neustart und die Fortführung zu erleichtern, machten IG Metall und Belegschaft in einem Vertrag erhebliche Zugeständnisse. Das Unternehmen schien Tritt zu fassen. Im Januar 2012 wurden von der Belegschaft jedoch urplötzlich Vorbereitungen zum Abtransport von wertvollen Maschinen nach Bulgarien festgestellt, was gerade noch verhindert werden konnte. Am 13. Januar 2012 verkauften die Ignatovs die Firma klammheimlich, offensichtlich an einen Strohmann, der vier Tage später Insolvenz anmeldete. Angeblich wusste er um die wahre Lage der Firma nicht Bescheid. Nach zwei Wochen ging er in Urlaub und tauchte seither nicht wieder auf. Nicht die Stabilisierung und Fortführung des Unternehmens, sondern das Auspressen der Firma war Ihr Ziel. Wissentlich haben Sie die Existenz der Beschäftigten und somit die Existenz von über 100 Familien im deutschen Raum Allgäu aufs Spiel gesetzt. Selbst Ihr Verkauf bei Nacht und Nebel, sowie die anschließende Flucht ins Ausland, befreite sie aber nicht von Ihrer Verantwortung. Die Gewerkschaft IG Metall forderte die Ignatovs auf, die dem Unternehmen entzogenen Gelder in Höhe von Minimum EURO 1.000.000 umgehend wieder zurückzuerstatten. Die IG Metall erstattete danach gegen Dr. Ruja Ignatova Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung und Betrugs, womit sich die Staatsanwaltschaft in Augsburg befasste und es zu dieser Verurteilung kam. Erwähnenswert ist, dass sich Frau Dr. Ruja Ignatova noch beim Insolvenzverwalter der Gusswerke Waltenhofen beschwerte, dass er die Raten für einen Porsche Cayenne nicht mehr bezahlt hatte.

Lyoness Deutschland GmbH / Die Herren Guido van Rüth & Libor Smerda !

Nicht nur der aktuelle Lyoness-GF Guido van Rüth ist im Visier der deutschen Staatsanwaltschaft, sein Vorgänger Herr Libor Smerda erhielt bereits am 29.12.2016 von der Staatsanwaltschaft Köln die Mitteilung (Schreiben liegt vor), dass gegen ihn ebenfalls ein Strafverfahren (115 Js 915/16) wegen Betruges u.a. eingeleitet wurde.

Libor Smerda war im Zeitraum vom 31.01.2011 und 18.11.2014 GF der Lyoness Deutschland GmbH und ist seit Juli 2015 geschäftsführender Gesellschafter der LS Learning System GmbH in Köln. Libor Smerda hat die Lyoness Deutschland GmbH in der „finanziellen Hochphase“ geführt und wohl aus eigenem Antrieb verlassen.

Obwohl Herr Smerda zum Zeitpunkt des Schreibens der Staatsanwaltschaft bereits mehr als 1 ½ Jahren nicht mehr dem „Lyoness-Kartell“ angehörte, wird Lyoness kein Interesse daran haben, dass der ehemalige GF seinem Gewissen folgt und der Staatsanwaltschaft sein Wissen über die Unregelmäßigkeiten bei Lyoness zur Verfügung stellt.

Den aktuellen GF Guido van Rüth wird man wohl lediglich im Rahmen erweiterter Ermittlungen mit der aktuellen mutmaßlichen Betrugsmasche der „Lyconet-Cloud’s“ in Verbindung bringen können, aber auch dies bleibt abzuwarten.

Am 28.02.2017 hat der Antragsteller der Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Köln Akteneinsicht beantragt, die mit der Begründung, dass das Akteneinsichtsrecht des Geschädigten stark begrenzt sei, abgelehnt wurde. Die Staatsanwaltschaft teilte weiter mit, dass im Raum Köln Akteneinsichten an Geschädigte in Wirtschaftssachen nur sehr eingeschränkt bewilligt werden.

In der gesamten Konstellation ist es daher umso unverständlicher, dass der digitalisierte Ermittlungsakt mit hunderten von Seiten von einer Düsseldorfer Lyoness-Kanzlei seither mutmaßlich an Verfahrensunbeteiligte weitergeleitet wurde. Somit hatte der Lyoness-Chefsyndikus Dr. Reif u. a. erneut die Möglichkeit, bei etwaigen Zeugen der Staatsanwaltschaft im Vorfeld entsprechend zu intervenieren. Für Vorgehensweisen dieser Art ist Lyoness-Anwalt Dr. Reif hinreichend bekannt, spätestens seit dem gescheiterten Ermittlungsverfahren der WKStA Wien gegen Lyoness.

Die zuständige Dezernentin der Staatsanwaltschaft Köln, ist mit den Vorgaben zu gerichtlichen Form- und Fristsetzungen sicher besser vertraut, als Oberstaatsanwalt Michael Schön der WKStA Wien. Dieser hatte im letzten Jahr des Ermittlungsverfahren es tatsächlich vollbracht, die zuständigen österreichischen Gerichte mit formaljuristischen Unzulänglichkeiten und dilettantischen Versäumnissen derart in Zugzwang zu setzen, dass in Folge „aus formalen Gründen das Ermittlungsverfahren“ einzustellen war.

Verweis auf Link: Schwere Vorwürfe gegen österreichische Justiz

Lyoness hat dies wie einen Freispruch gefeiert, dabei war es nur dem „temporären Unvermögen“ eines Oberstaatsanwaltes Michael Schön geschuldet, der selbst noch 2012 im Skandal bei „Telekom Österreich“ als Kabinettchef der früheren österreichischen Justizministerin Karin Gastinger, im Mittelpunkt von Ermittlungen stand.

Verweis auf Link:Ex-Kabinettchef der Justizministerin in Visier der Ermittlungen

Eine umfassend begründete Dienstaufsichtsbeschwerde hierzu bei der Oberstaatsanwaltschaft Wien wurde lediglich zur Kenntnis genommen. Als Ex-Kabinettchef einer Justizministerin hatte er sich im vergleichsweise kleinen Österreich eine funktionierende „Seilschaft“ aufgebaut, wo selbst nigerianische Spitzenpolitiker erblassen.

Questra Holdings Inc.! Kein Antrag auf Banklizenz bei der BaFin, viele Warnungen!

Nach einer Mitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Firma Questra Holdings Inc. in der Vergangenheit behauptet, bei der BaFin eine Erlaubnis für das Erbringen von Finanzdienstleistungen in Deutschland nach § 32 Abs. 1 KWG beantragt zu haben.

Die BaFin wies bereits in ihrer Mitteilung vom 27.07.2017 darauf hin, dass ein entsprechender Antrag dort zum Stand der Mitteilung nicht vorliegt und im Ba­F­in­Jour­nal Au­gust 2017 veröffentlicht. Weder Questra noch Agam (jenes Unternehmen, das die Veranlagungen für Questra machen solle) haben demnach bei der Bafin eine Erlaubnis beantragt, um Finanzdienstleistungen erbringen zu dürfen. Auch aktuell wurde keine Genehmigung beantragt oder Erlaubnis durch die BaFin erteilt.

Questra wirbt im Internet damit, ihre Anleger ganz schnell sehr reich werden zu lassen. Das einzige, was Interessierte dafür tun müssen: Geld überweisen, mit dem die wundersame Vermehrung gestartet werden kann. Auf die Euphorie folgt Enttäuschung. Dann nämlich, wenn nach anfänglichen Ausschüttungen die Auszahlungen stoppen. So ergeht es derzeit vielen, die an das System Questra geglaubt haben. Hinter diesen Systemen steckt offensichtlich ein Schwindel.

Ein Questra-Vermittler in Kasachstan wurde bereits zu 3 Jahren Haft verurteilt und Strafverfahren ausgeweitet.

Neben der BaFin warnen u. a. auch die österreichische Finanzmarktaufsicht, die Schweizer FinMa, die belgische und die liechtensteinische Behörde vor diesen System.

(Vielen Dank auch an den Burrenblog!)

 

Finanzjongleur Michael Turgut steht erneut vor Gericht !

Am Landgericht Hof hat ein am 03.11.2017 weiterer Prozess gegen den bekannten Finanzmakler Michael Turgut begonnen, der sich einen zweifelhaften Ruf als Finanzjongleur gemacht hat. Nun steht der 49-jährige wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht.

Der Finanzjongleur ist für seine zahlreichen Firmenverflechtungen bekannt, die er aber bei Bedarf auch einfach verleugnet, obwohl sich bei näheren Überprüfungen die Zusammenhänge klar ergeben.

In dem aktuellen Verfahren wirft die Staatsanwaltschaft Hof dem gelernten Textilmaschinenmechaniker vor, seine Kunden über die Verwendungen ihrer Anlagesummen getäuscht zu haben – so hätten die Provisions-und Verwaltungskosten nicht wie angegeben bei fünf, sondern bei rund 14 Prozent gelegen. Der Schaden ist mit 500.000 Euro vergleichsweise gering.

Herrn Turgut drohen bis zu zehn Jahren Haft, allerdings geht es in dem Verfahren um Grundsätzliches – die Staatsanwaltschaft Hof will mit über 100 Zeugen nachweisen, dass das Geschäftsmodell von Anfang an auf Betrug ausgerichtet war. Wegen gewerbsmäßigen Betrugs drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.

Michael Turgut beschäftigt die Justizbehörden in Deutschland bereits seit Jahren. Im Sommer 2016 ist er vom Landgericht Hof wegen Bankrott zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden – allerdings musste er diese Strafe bislang noch nicht antreten, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der 49-Jährige hatte Revision eingelegt und die Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe darüber steht noch aus. Für den aktuellen Prozess hat das Landgericht Hof bislang 21 Verhandlungstage bis Mitte Januar angesetzt.

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„Lyoness Golf Open“ Vertrag bis 2020 vorzeitig aufgelöst! (english translation herinafter)

Auch die Golf Open Event GmbH und Lyoness gehen nun bei den „Lyoness Golf Open“ getrennte Wege, obwohl ein Vertrag bis 2020 bestand. Schuld und Tat angemessen hat sich Lyoness als Sponsor/Partner klangheimlich verabschiedet und ist von allen relevanten Websites verschwunden. Ersetzt werden die „Lyoness-Open“ ab 2018 durch das „Shot Clock Masters“. Ich gratuliere.

Wir erinnern uns. Im Frühjahr 2015 wurde auch noch vollmundig die „ÖGV-CashbackCard“ mit den 100.000 österreichischen Golfclub-Mitgliedern als „langfristige Partnerschaft“ beworben und angepriesen. Gerademal ein Jahr später (Anfang 2016) wurde die ÖGV-CashbackCard in Kooperation zwischen dem ÖGV und Lyoness bereits wieder eingestellt.

Die „Lyoness Golf Open“ waren für ein Schneeballsystem wie Lyoness/Lyconet eine willkommene Plattform zur Selbstinszenierung.

Has the „Lyoness Golf Open“ contract, which was valid until 2020, been terminated prematurely!

Golf Open Event GmbH and Lyoness are now also parting ways regarding “Lyoness Golf Open”, although the contract was valid until 2020. In proportion to the nature and seriousness of the offense, Lyoness has furtively left Golf Open Event GmbH as a sponsor/partner and has disappeared from all relevant websites. As of 2018, “Lyoness Open” will be replaced by “Shot Clock Masters”. Congratulations!

We all remember that in the spring of 2015 the “ÖGV Cashback Card” was promoted and advertised together with the 100 000 Golf Club members as a “long-lasting partnership”. But only one year later (in the beginning of 2016), the ÖGV CashbackCard as a co-operation between the ÖGV and Lyoness was withdrawn.

For a snowball system like Lyoness/Lyconet, the “Lyoness Golf Open” was a convenient platform for advertising purposes.  

Lyoness mit Fristsetzung der Behörde unter Zugzwang!

Taschenrechner raus bei Lyoness.

Jetzt muss den Behörden glaubhaft dokumentiert werden, wie vergleichsweise ordentliche Umsätze in Norwegen ausschließlich durch die Cashback-Card-Nutzung von angeblichen 130.000 Mitgliedern (laut Lyoness) und 689 Einzelhändler (gesicherte Zahl) im Land, lukriert wurden.

In einem Artikel vom 14.10.2017 ( Artikel Bergensavisen 14.10.2017 ) des Journalisten Stain Espeland der norwegischen Zeitung Bergensavisen, wird auf weitere Ermittlungen der norwegischen Aufsichtsbehörde hingewiesen.

Die Aufsichtsbehörde (***siehe unten) hat Lyoness mit einem neunseitigen Schreiben aufgefordert, darzulegen, dass die Einkünfte von Lyoness in Norwegen aus den Umsätzen mit Waren und Dienstleistungen resultieren, und nicht daraus, dass andere Mitglieder für das System geworben werden. In letzterem Fall müsse von einem unzulässigen Schneeballsystem ausgegangen werden.

Lyoness wurde zudem aufgefordert, den Jahresabschluss für 2016 sowie die Zahlen für 2017 bis dato vorzulegen, sowie weiters eine Dokumentation über die Herkunft der Umsätze zu erstatten und darüber hinaus darzulegen, wie die Zahlungen von Mitgliedern im Jahr 2016 und bis 1.10.2017 verwendet wurden. Dafür wurde Lyoness eine Frist bis zum 3. November gesetzt.

Aus den mir vorliegenden internen Auswertungen, u. a. zur Lyoness-Europe und Lyoness Norway mit den jeweiligen Schlüsselkennzahlen (KPIs, Key Performance Indicator) ist ersichtlich, dass die Umsätze bei Lyoness zu ca. 98 % von Investitionen neu geworbener Mitglieder und deren Investitionen erbracht wurden. Die Umsätze mit der Cashback-Card sind allg. mit ca. 2% verschwindend gering. Die jährlichen Umsätze aus dem Cashback-Bereich würden lediglich für einige Monate die Fixkosten des Lyoness-Unternehmen abdecken.

Bemerkenswerterweise wird Lyoness am Schluss des Schreibens ausdrücklich aufgefordert, irreführende Presseaussendungen, wonach die Tätigkeit von Lyoness von der norwegischen Aufsichtsbehörde genehmigt worden sei, zu unterlassen, da gerade das Gegenteil der Fall ist – nämlich ein anhängiges Verfahren zur Prüfung, ob ein Schneeballsystem vorliegt.

Nach den Grundsätzen skandinavischer Transparenz ist zu erwarten, dass die Antwort von Lyoness auf der Website der Aufsichtsbehörde veröffentlicht wird.

In dem Artikel wird auch ausgeführt, dass es in Norwegen 130.000 Lyoness-Mitglieder geben soll (dem wird kein Glauben geschenkt, in Anbetracht der Einwohnerzahl Norwegens von rund 5 Mio. Menschen mit gerade einmal 689 Lyoness-Händlern. Lyoness hat bereits die Händlerzahlen von 75.000 geschönt, tatsächlich sind es 50.670 Stand 09.09.2017). Auch in Norwegen, hat man es vor allem auf junge Erwachsene abgezielt, die über ihren Freundeskreis zu Investitionen motiviert werden, wobei Lyoness auch monatliche „Ansparpläne“ anbietet. Es würde auch dazu kommen, dass junge Erwachsene die Schule abbrechen, um sich ganz Lyoness widmen zu können.

*** https://lottstift.no/om-oss/aktuelt/lotteritilsynet-vurderer-om-lyoness-er-ein-pyramide/

 

 

 

(Quellen zum Inhalt: u. a. Bergensavisen, Dr. Fromhold, Dr. Schöberl)

Lyoness spielt mit eBay und „narrt“ Mitglieder !

Aufmerksame Lyoness-Mitglieder haben mich auf einen Benachrichtigung auf der Lyoness-Webite zur eBay-Partnerschaft hingewiesen, dass angeblich „Aufgrund technischer Probleme seitens ebay mussten wir das Partnerunternehmen deaktivieren. Von allen Seiten wird mit Hochdruck an dem Problem gearbeitet.“  Siehe auch Screenshot:

Lyoness eBay

Anfang Sept. 2017 erklärt eBay noch in keiner Partnerschaft mit Lynoss zu stehen. Ich habe erneut bei eBay nachgefragt. Eine Beantwortung wird umgehend veröffentlicht.

Lyoness: „VKI-Sammelaktion und ein schmutziges Agreement?“

Lyoness: Inzwischen vielfach verurteilt, unzählige Zivilprozesse verloren, rechtskräftig in Österreich und der Schweiz als Schneeballsystem verurteilt, in weiteren Staaten laufen strafrechtliche Ermittlungsverfahren und ein Ende ist  „noch“ nicht in Sicht. Geschädigte erheben nun Vorwürfe gegen Behörden und Institutionen, besonders in Österreich wächst nach dem wegweisenden OGH-Urteil der Unmut über das Vorgehen des VKI (Verein für Konsumenteninformation) und der Sammelaktion.

Ich selbst habe mich Ende Juli 2017 mit Frau W. (Leiterin-Bereich Recht) des VKI in Wien getroffen, um mich u. a. über die sogenannte Sammelaktion zu erkundigen. Es ist bekannt, dass Lyoness sich nicht wirklich um Verurteilungen schert, diese auch einfach leugnet und verdreht. Schmutzige Deals und Interventionen aller Art gehören zum Tagesgeschäft eines Hubert Freidl und seinen Anwälten Dr. Reif und Mag. Zotter.

Die VKI-Leiterin-Recht räumte bei diesem Gespräch ein, dass es da wohl ein „stillschweigendes Übereinkommen“ mit Lyoness gäbe, man wolle damit die geplante Sammelklage unterstützen. Mein naheliegendes Anliegen, umgehend die Fassung „AGB November 2014“ ebenfalls gerichtlich überprüfen zu lassen wurde lediglich zur Kenntnis genommen und nicht weiter kommentiert. Seither lässt sich die Dame auch telefonisch verleugnen und beantwortet keine Nachfragen mehr.

Wissenswert auch, bereits Mitte 2016 hat in den Geschäftsräumen der VKI ein Gespräch in großer Runde zur Causa Lyoness stattgefunden. Die seinerzeit noch sehr engagierte VKI-Mitarbeiterin zeigt sich zeitlich bzgl. des OGH-Urteil besorgt, rechnete zum Dez. 2016 oder aber bis spätestens Anfang 2017 damit. Sie würde regelmäßig beim OGH nachfragen und betonte ein gesteigertes Interesse seitens der VKI in der Causa Lyoness.

UND JETZT WIRD ES INTERESSANT!

Am 13.07.2017 informierte der derzeit führende Lyoness-Rechtsexperte RA DR. Fromhold darüber, dass besagtes OGH-Urteil bereits am 18.Mai 2017 ergangen sei, aber weder auf der VKI-Website oder bei Medien etwas zu finden sei. Ebenfalls am 13.07.2017 um 9:35 Uhr kontaktierte ich daraufhin diesbezüglich den VKI und erfragte, aus welchem Grund ein angeblich doch „so herbeigesehntes Urteil“ ganze ZWEI MONATE nach Verkündung weder auf der Website des VKI oder bei Medien zu finden sei? Postwendend um 10:04 Uhr (29 Minuten später) erhielt ich die Mitteilung des VKI, dass soeben eine Presseaussendung veröffentlicht wurde. Innerhalb von 29 Minuten wurde also – zufällig zeitgleich? – ergangenes OGH-Urteil wahrgenommen, eine Presseaussendung verfasst und eine Veröffentlichung erarbeitet?! Ist unglaubwürdig!

Vielmehr unterstreicht es den mutmaßlich „schmutzigen Deal mit Lyoness“ welcher offensichtlich beinhaltet, ergangenes Urteil solange wie möglich nicht offiziell bekanntwerden zu lassen. Dies hat auch für zwei Monate bereits funktioniert. Die Fassung „AGB November 2014“ bleibt vom VKI unberührt, immerhin verkauft Lyoness/Lyconet/Cashback World (obwohl inzwischen ebenfalls als rechtswidrig eingestuft) weiter fleißig damit deren Cloud‘s. Die Sammelklage ermöglicht Lyoness zudem einen weiteren Zeitgewinn, da die Klagen zunächst gesammelt und Lyoness  sicher einen großzügigen Bearbeitungszeitraum einfordert. Abschließend wird  Lyoness sich sehr günstig mit der Sammelaktion des VKI vergleichen. Lyoness kann dies in Folge als „bereinigte Altlasten“ pompös publizieren, die VKI lässt sich ebenfalls feiern und die Geschädigten bleiben auf erheblichen Verlusten sitzen.

Zur Information!

Der VKI hat am obersten österreichischen Gerichtshof in Wien am 18. Mai 2017 unter dem Gz. 10 Ob 45/16i, ein entscheidendes Urteil zu den Lyoness-AGB Urteil gewonnen.

Gem. diesem OGH-Urteil (Seite 51) muss es in der auflagenstärksten Tageszeitung in Österreich veröffentlicht werden. NICHTS dergleichen wurde vom VKI unternommen!    

Weiter hat das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz, Gerichtsabteilung 5, hat als Berufungsgericht in der Rechtssache 5 R 212/16g für die klagenden Partei (einer Gastronomiefachfrau) für Recht erkannt:

Der von Lyoness eingebrachten Berufung wird nicht Folge gegeben und eine Revision sei nach § 502 Abs 2 ZPO ebenso unzulässig. Dieses Urteil ist rechtskräftig.

Auszug aus dem Entscheidungsgründe zu den „AGB Neufassung 2014“ im Urteil (Seite 4):

„Die AGB würden auch grob benachteiligende Klauseln enthalten, die gemäß § 879 ABGB und § 6 Abs 3 KSchG nichtig und unwirksam seien. Die AGB 2014 seien gemäß § 864a ABGB auch nicht Vertragsinhalt geworden. Sie seien im Übrigen wegen Sittenwidrigkeit und Intransparenz nichtig. Weiters habe sich die Klägerin mangels Aufklärung bzw. durch Irreführung durch die Beklagte bei Abgabe der Erklärung, die neuen AGB 2014 zu akzeptieren, in einem Irrtum befunden.“ „Es könne dahingestellt bleiben, ob die neuen AGB für Lyoness- Mitglieder Fassung November 2014 und die Lyconat-Vereinbarung Fassung November 2014 gemäß § 864a ABGB überhaupt jemals Vertragsbestandteil geworden seien. Alle darin enthaltenen Klauseln, die das Recht des Kunden auf Rückforderung bereits geleisteter An-/Teilzahlungen bei Beendigung des Vertragsverhältnisses beschränken bzw. ausschließen sollten, seien genauso gröblich benachteiligend und intransparent wie jene in den vorangehenden Fassungen der AGB.“

 

Strafanzeige! Lyoness-Aufsichtsrat fälscht Unterschrift von Kundin!

Dem ehemaligen Vorsitzenden des Lyoness-Aufsichtsrat – KR Andreas Werner – stehen weiteren unangenehme Fragen bevor. Bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurde wegen Urkundenfälschung eine weitere Strafanzeige (68 St 411/17g-1) gegen ihn eingebracht.

Im Rahmen eines Zivilverfahren gegen Lyoness am Bezirksgericht Wien, wurden der Lyoness-Geschädigten und ehemaligen Lebensgefährtin des Ex-Lyoness-Aufsichtsrat, verschiedene Gutscheinbestellungen zu ihrem Account vorgelegt. Die Unterschriften darauf weckten die Aufmerksamkeit der Geschädigten. Bei näherem Hinsehen stellte sie die Fälschung ihrer Unterschriften fest, erkannte aber anhand der markanten Füllhalterschriftstärke und der Schriftführung verschiedener Buchstaben, die Handschrift ihres ehemaligen Freundes KR Andreas Werner wieder.

Dieser hätte Gutscheinbestellungen auch mit „i.A.“ oder „i.V.“ und mit seinem eigenen Namen unterschreiben können, aber er hat mutmaßlich vorsätzlich und in Täuschungsabsicht die Unterschrift der Geschädigten gefälscht.

Der umtriebige Kommerzialrat Werner hatte, nachdem die Geschädigte sich von ihm trennte, dieser per Mail (liegt ebenfalls vor) angeboten, deren Lyoness-ID weiter entsprechend günstig im System setzen zu können. Seine persönliche und freundschaftliche Beziehung zu Lyoness-Akrobaten Gerry Seebacher würde diese Möglichkeit eröffnen. Die Geschädigte lehnte dies ab.

Während der gemeinsamen Beziehung hatte der Kommerzialrat Werner nämlich die Lyoness-ID seiner Lebensgefährtin verwaltet und ungewöhnlich hohe Vergütungen hierauf lukriert. Eben solch hohe Vergütungen, die jedem ahnungslosen Neumitglied als „passives Einkommen“ in Aussicht gestellt werden. Allerdings hat er sich diese hohen Vergütungen auch stets umgehend nach Gutschrift auf deren ID ausbezahlen lassen.

Obwohl die Lehrerin nach der Trennung ihren Lyoness-Account unverändert beließ, brachen die ungewöhnlich hohen Vergütungen mit Auszug des werten Herrn Kommerzialrat aus dem Haus der Geschädigten, nahezu auf „NULL“ ein. Erst im Nachgang und dem Vergleich zu anderen Lyoness-ID konnten ihr hier die eklatant hohen Vergütungen aufgezeigt werden. Der ständig finanziell klamme Kommerzialrat, hatte sich für seinen maroden Wiener Weinhandel und repräsentativen Lebenstil, bereits unmittelbar vor seiner Zeit bei Lyoness erheblich bei der Geschädigten und deren Mutter verschuldet. Dies belegen mir vorliegende Schuldscheine, Überweisungen und Quittungen.

Es steht außer Frage, dass er sich über die Lyoness-ID seiner ehemaligen Lebensgefährtin und der Möglichkeit der Systemmanipulation, u. a. mit deren eigenen Geld und Nachteil bereichert hat.