OTTO Versand kein Lyoness-Partner / UNITO Versand und deren Rolle

Wie Herr Surholt (Pressesprecher der OTTO GmbH Hamburg) mitteilte, wisse man im Unternehmen nichts von einer Partnerschaft mit Lyoness. Im Gegenteil. Die Rechtsabteilung ist mit der Klärung beauftragt.

Die UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH mit 645 Mitarbeitern und ca. 330. Mio.  Jahresumsatz arbeitet u. a. mit Quelle, OTTO, Lascana, Alpenwelt Universal, etc. zusammen.

Nachdem bereits 2013 die Firma UNITO Versand über die Vorgänge bei Lyoness informiert wurde, sollte die rechtliche Entwicklung weiter beobachtet werden.

Entsprechend haben ich nun Frau Mariann Erdiczky (GF Marketing, Vertrieb, Kundenservice) & Bereichsleiter Mag. Helmut Mahringer mit Blick auf die  rechtskräftige Verurteilung von Lyoness zu einer Stellungnahme aufgefordert.

 

 

Lyoness und seine Gutscheine! Rechtlich und bilanziell unbedenklich? (english translation herinafter)

In jedem Loyalty-Programm (z.B. bei Miles&More) müssen für nicht monetäre Leistungen, wie das Sammeln von Punkten oder Bonusmeilen Rückstellungen gebildet werden, da diese Punkte, die die Konsumenten gesammelt haben, irgendwann eingelöst werden können. Lufthansa muss beispielsweise für seine Statuskunden, bei denen die Bonusmeilen nie verfallen, Milliarden Rückstellungen in den Bilanzen ausweisen.

Bei Lyoness hat man Mitgliedern bei den Anzahlungen auf 2.000 EUR Gutscheine in einer gewissen Höhe versprochen (je nach Spanne des Händlers). Alleine für diese 2.000 EUR ergeben sich demnach Gutscheinansprüche von Minimum ca. 10%, die auf alle Fälle hätten zurückgestellt werden müssen, selbst wenn keine Aufzahlung erfolgt. Gemessen am Versprechen von Lyoness, dass alles so einfach ist und ja alle shoppen, hätte Lyoness darüber hinaus sogar davon ausgehen müssen, dass ein hoher Prozentsatz der angezahlten Gutscheine tatsächlich zur Aussendung kommt. Dafür hätten Millionen an Gutscheinen oder Geldmittel zurückgestellt werden müssen. Ebenfalls hätten auch die jeweiligen Händler solche Gutscheinrückstellungen bilden müssen, um dieses Volumen der angezahlten Gutscheine bei Vollzahlung überhaupt liefern zu können. Nichts davon dürfte aber je geschehen sein.

Angeblich interessiert sich die österr. Finanz nur für operative Geschäfte im eignen Land und für im Land getätigte Geschäfte mit österr. Firmen. Lyoness hat also nicht umsonst die Verträge mit Konsumenten/Mitgliedern mit einer Schweizer Firma geschlossen. Und für Schweizer Mitglieder mit der Lyoness-Management GmbH in Graz (!!). Dies wurde aber nie vernünftig hinterfragt, denn die operative Anwerbung von Mitgliedern mit Anzahlungen erfolgte in Österreich, die Mitglieder sind Österreicher, die Händler wurden von Österreich aus angeworben, die Gutscheine in der Bestellung sind österr. Firmen und sämtlich in diesem Zusammenhang stehenden Werbemaßnahmen und Werbedokumente sind in Österreich entstanden. Das Vorschieben eines Schweizer Vertragspartners, der überhaupt kein operatives Büro (Tatsächlichkeitsmerkmale!) in Buchs unterhält bzw. operativ involviert war, muss doch auch steuerlich für Österreich relevant sein. (Das gilt natürlich auch gleichermaßen für andere Länder)

Wir werden sehen, wie es die noch verbliebenen Gutscheinpartner sehen und eine Finanzpolizei reagiert.

 

Lyoness and the vouchers! Legally and financially innocuous?

All loyalty programmes (e.g. Miles&More) have to make financial provisions for non-monetary benefits like collected points or frequent flyer miles, as consumers can decide to redeem them at any point. As an example, Lufthansa has to set up millions on its balance sheet for its high-status miles-club members’ non-expiring frequent flyer miles.

Depending on the marge of the distributor, Lyoness promised its members vouchers up to a certain percentage of the invested sum after making down payments of EUR 2,000. The resulting entitlements for those EUR 2,000 payments make out at least 10% of the payed sum. These should have been financially provided for, even when they haven´t been redeemed. Considering Lyoness’ promise that all would be easy, as everyone would shop, it should’ve counted on a big share of the prepaid vouchers being actually required. This means that millions in vouchers or funds should’ve been set up for this. The same way, the involved distributors should´ve set up voucher reserves to be able to deliver them in cases of full payments. None of this seems to have been taken care of.

Allegedly, the Austrian fiscal authority only shows an interest in operating business activities in Austrian territory involving Austrian companies. Therefore, it suited Lyoness well to close the contracts with consumers and members through a Swiss company. The Swiss members, on the other hand, made the deal with the company Lyoness-Management GmbH, located in Graz (!!) This was never questioned, although the actual recruitment of Austrian members was done in Austria, the recruited distributors were approached from Austria, the vouchers on the orders were from Austrian companies and all connected advertising measures and materials were produced in Austria. Using a Swiss contract partner without operational offices in Buchs (no proof of actuality!), who wasn’t involved operationally, should be fiscally relevant. (The same applies to any other country)

We will see how the remaining voucher partners and the financial police react.

Lyoness ist nun „offiziell“ ein Schneeballsystem! (english translation herinafter)

Gegen das seinerzeitige Urteil (31 C 651/16z – 11) des BG Salzburg war Lyoness selbstverständlich in Berufung gegangen.

Das Berufungsgericht am LG Salzburg hat die Berufung (22 R 351/16w) nun verworfen und bestätigt, dass es sich bei Lyoness um ein Schneeballsystem handelt.

Eine Revision am OGH ist nicht zulässig.

 

It´s official: Lyoness is a pyramid scheme!

As expected, Lyoness lodged an appeal against Salzburg District Court´s decision (31 C 651/16z – 11).

The court of Appeal at the Regional Court Salzburg has now dismissed the appeal (22 R 351/16w) and confirmed that Lyoness is indeed a pyramid scheme.

A further appeal at the Austrian Supreme Court (OGH) is not allowed.

Staatsanwaltschaft: Strafantrag gegen Lyoness-Gründer (english translation herinafter)

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat nach jahrelangen Ermittlungen gegen Lyoness-Gründer Hubert Freidl nun einen Strafantrag beim Straflandesgericht Graz eingebracht. Herr Freidl soll bei einer prospektpflichtigen Veranlagung den Prospekt nicht zeitgerecht aufgelegt haben. Zudem beantragte sie die Verhängung einer Verbandsgeldbuße gegen die Lyoness Europe. Weiterlesen

Lyoness Europe AG! Neubesetzung mit alten Favoriten!

Unsere Quelle aus der Kanzlei Dr. Reif berichtet, dass der Unternehmer und ÖVP-Politiker Dipl.Ing. Herbert Paierl bereits 2014 von Dr. Reif ins Spiel gebracht wurde. Er wollte ihn damals schon bei der Lyoness Group AG mit an Bord haben. Sogar die Funktion des CEO von Hubert Freidl selbst war im Gespräch.

Während der Übergangsphase sollte er die Position des Vorsitzenden des Aufsichtsrates bekleiden, welcher in Folge einer geplatzten Übereinkunft der beteiligten Herren mit dem im Oktober ’16 entlassenen KR Andreas Werner besetzt wurde. Ein damals organisiertes vertrauliches Treffen der Herren Dr. Reif, Hubert Freidl und Herbert Paierl in der Sache wurde kurzfristig von Hubert Freidl abgesagt.

Neben seiner politischen Karriere ist Herbert Paierl seit 2009 wieder im Magna-Konzern des österreichisch-kanadischen Milliardär Frank Stronach tätig. Welchen Einfluss dies auf die Eingabe des Nationalratsabgeordneten Hagen (der dem „Stronach-Team“ angehört!) in Sachen Lyoness haben wird, bleibt abzuwarten. Herbert Paierl ist extrem gut in der Politik und Wirtschaft vernetzt, steckt aber auch mit in der „Novomatic-Spielermilieu-Thematik“ und ist Inhaber einer Spielautomatenfirma. Durch diesen Umstand ist auch der gute Kontakt zu Lyoness-Syndikus Dr. Reif entstanden. Lyoness-Chefsyndikus Dr. Reif wiederum ist Aufsichtsrat der PA Entertainment.

Dass sich ein Mann mit solch guten Reputation von Lyoness hat anwerben lassen, hat sicherlich seine Gründe.

Amnesie des Lyoness-Aufsichtsrat vor Gericht!

Am 29.11.2016 fand eine weitere Verhandlung in Sachen Lyoness (Az.: 4 C 238/16b – 2) am Bezirksgericht in Wien statt. Kernthema in dieser Verhandlung wurde abermals die Bereicherung bzw. wundersame Geldvermehrung unter der ID-Kontrolle des ehemaligem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Lyoness Group AG Herrn KR Andreas Werner zum Nachteil seiner ehemaligen Lebensgefährtin.

Es ist seit jeher Taktik von Lyoness, die von den Gerichten festgesetzten Fristen zur Abgabe einer Erklärung, nicht einzuhalten und auf Nachfrage patzig zu reagieren. In der dreistündigen Verhandlung versuchte Lyoness mit einem sichtlich überforderten Mag. Asseg als Lyoness-Anwalt, erneut „ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern“, indem einbezahlte Geldbeträge auf die Lyoness-ID des Lyoness-Mitgliedes angemeldet wurden, welche tatsächlich aber anteilsmäßig eine Darlehensrückführung darstellten, da diese dem Lyoness-Aufsichtsratvorsitzenden KR Andreas Werner immer wieder aus finanziellen Miseren aushelfen musste.

Bei der richterlichen Einvernahme des ehemaligen Aufsichtsratvorsitzenden KR Andreas Werner durch Richterin Dr. Rita Takacs-Aust glänzte dieser auch mit erstaunlicher Unwissenheit. Die Richterin wollte von ihm die Vorzüge/Vorteile einer Lyoness-Mitgliedschaft erläutert haben, was er jedoch nicht konnte und lediglich peinlich berührt die Vorgaben aus einem klassischem Lyoness-Prospekt herunterbetete. Auch wollte die Richterin erklärt bekommen, wie Lyoness es schafft aus 2.000 Euro (damals Business-Paket), 16.000 Euro zu lukrieren und in welchem Zeitraum das möglich sei. „Es gäbe keinen Zeitraum dafür“ war die verlegene Antwort der ehemaligen Lyoness-Führungskraft, „aber seine Mutter habe sich immer gefreut, wenn sie 1 € Rabatt bei einem Lidl-Einkauf erhalten habe“.

Entweder war KR Andreas Werner der inkompetenteste Vorsitzende eines Aufsichtsrates, den eine Firma nur haben kann oder er war durch eine Gehirnwäsche des Lyoness-Syndikus Dr. Reif beeinflusst, der Zeugen gerne vor einem anstehenden Gerichtstermin mit einem „Brains-Waterboarding“ auf Spur bringt. Wahrscheinlicher ist, dass Herr KR Werner von Lyoness in der Vergangenheit bewusst aufgebaut wurde um nun als „Bauernopfer“ dargebracht werden soll. Anhängig bei ihm ist ja noch ein Strafverfahren wegen schweren Betruges  (Az. 14 St 7/16x-1), das von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt verfolgt wird.

Ebenso werden seine „in Gehorsam unterzeichneten Unterlagen“ und die damit verbundenen grob vernachlässigten Kontrollpflichten noch Teil eines gesonderten Verfahren sein. Die von ihm und in seiner Funktion unterzeichneten Unterlagen für die Lyoness Group AG liegen vor und es gibt viele Fragen dazu.

Das im „Lyoness-Style and Wording“ aufgemotzte Xing-Profil von KR Andreas Werner ist jedenfalls verschwunden, indem sogar ein Halbtags-Weinseminar als heroisch Tat dargestellt wurde.  Er hat zwar im Okt./2016 die Lyoness Group AG verlassen, sei aber nach wie vor als Berater für die Lyoness International AG tätig.

Veröffentlichung der Dienstaufsichtsbeschwerde (AZ: Jv 3637/16m-17) gegen die WKStA Wien!

Aufgrund der offensichtlichen Versäumnissen, Verfehlungen und Einflussnahmen durch Dritte dürfte klar werden, dass OStA Schön mit seiner Untätigkeit und seinem Pflichtversäumnisentscheidend zur „Erfolgsgeschichte Lyoness“ beigetragen und somit quasi „Beihilfe“ geleistet hat. Hierfür müsste u. U. auch der Staat Österreich für Entschädigungszahlungen aufkommen.

Wir veröffentlichen hier die relevanten Fakten zur Dienstaufsichtsbeschwerde:

Bestätigung und Begründung zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 1 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 2 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 3 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 4 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 5 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 6 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 7 zur Dienstaufsichtsbeschwerde

Nachtrag 8 zur Dienstaufsichtsbeschwerde